Der Lecha Caunty patriot. (Allentaun, Pa.) 1859-1872, November 16, 1859, Page 2, Image 2

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    Lecha piuiM Patriot.!
Ällciiraun, Pa., Nvvcmbcr 10. IK5!>. .
FürGouv e r n ö r: 1
Col. Andrew G. (Lurtin,
»on Eentre Eaunty.
(Der Tntscheidung der Republik:, tischen Volks-
Staats-Conventlon Nilenvorfe».)
Cos. Mdrcm Curlm. !
Wir habcu heute, wie unsere Leser oben,
r> sehen haben werden, den Namen von
Eol. A n d r e w G. Eurti n, von Cen
tre Eaunty, als unsere erste Auswahl,
als Eandidat der großen Republikanischen
Volks-Parthei, für die Gouvernörs-Stel
le dieses Staats, beider nächsten Wahl, an
unsere Mastspitze gesetzt, Mwo wir ge
denken denselben auch stehen zu laßen, bis
er zu dieser erhaben?» und wichtigen Stel
le erwählt ist —wenn nicht die Februar-
Convention e'.ne andere Person in Ernen
nung bringt und indem wir dies thun,
haben wir sicher nur das allgemeine Wohl
der Parthei, der Taxbezahler, und das des
ganzen Landes überhaupt, im Auge.—
Eol. Eurtin war Staat6->secretär unter
unserem beliebten Gouv. Pollock, war wie
derholentlicheiii Mitglied unserer Staats-
Gesetzgebung, und bediente noch andere
wichtige Stellen —die Pflichten von wel
chen er immer zur größten Zufriedenheit
ausübte. Ueberbaupt ist er ein sehr lieb
reicher und populärer Mann, mit herrli
chen Talenten, ist ein sehr geschickter Red
ner, und dabei auch ein Mann von einem
fleckenlosen Charakter —ja solch ein Mann,
an dem die Zunge der Verläumdung stille
lnlten muß. Dabei ist er ein uiinachgie-.
biger Freund eines beschützenden Tariffs
und zugleich ein fester Gegner der Erwei- >
terung des schrecklichen, abscheulichen und
sündlicheö Uebels, der Sclaverei. Mau
wird hieraus bereits ersehen, daß Eol.
Eurtin gerade der rechte Mann für diese
Zeit ist —und wird er durch gedachte Eon
vention ernannt, so unterliegt es nicht
dem geringsten Zweifel, daß er auch mit
einer triumphirenden Mehrheit
werden wird.
Der „RejluMilumer."
Wrhrli.h kein vernünftiger
kann sichdesLachens enthalten, —und doch i
muß er dabei zugleich ei» solches Betra
gen mit dem tiefsten Abscheu betrachten,-!
wen» er wöchentlich das Produkt des!
Schreibers deö hiesigen Republikaners, in
Bezug auf die Harpers-Ferrv Geschichte,
übersieht. Lache» deßwegen—doch es auch
zugleich bedauern, daß er auf den Gedan-!
ken gerathen, die Stimmgeber von Lecha!
n iu'n' 'PWem'-ui n' 'ver) cheü'che n', ''ii
dann an der Nase führen könne —elender!
Simpel! —und mit Abscheu betrachten,
weil ein solcher lügenhafte Mischmasch in
unserm lieben Eaunty seine Erscheinung
macht denn wahrlich irgend sonstwo
würde man sich schäme», ei» solches Pro
dukt vor daS Publikum zu lege», und noch
nirgendswo ist es zn dem nämlichen Be-!
lauf geschehen, als wie in diesem Eauntn
—und ferner mit Abscheu betrachten, daß.
die demokratische Preße in solche verdor-'
bene Hände gerathen ist. Traurig in der
That ist es, daß unser Eaunty einen sol-
chen Schandfleck auf sich habe» muß. —
Gedachter Scribbler fährt mit seinem!
Versuch immer »och fort, die Republika-.
ner mit der Harpers Ferry Geschichte in !
Verbindung zu bringe», aber ist weit da-1
vo» eiitfernt seinen Lesern alle stattgehab
ten Vorfälle vorzulegen, und so schweigt
er auch wohl davon, die wahre Ursache des!
Aufstandes vor dieselbe zu bringen.
Wie wir sch.'n bei früheren Gelegen-!
heiten gemeldet haben, so rührt die ganze!
Geschichte von der Zerstörung der Mis-!
souri Eompromiß-Linie, durch die demo
kratische Parthei, her —denn vorher war,
wie sich Alle erinnern, in Bezug auf die
Sclaverei alles ruhig. Sobald gedachte
Linie aber aufgehoben war, so sing die
Agitation auch wieder an, und dies zwar
zuerst in Kansas—allivo die Freistaats-!
Leute durch Buchanan und seine Beamten
nicht beschützt worden sind, die Negertrei
ber freien Lauf hatten, und wo den Frei-!
leutenihrEigenthum niedergebrannt wur
de, und man ihnen ihre Freunde und Kin
der ermordete.—Dars der Republikaner
behaupten, daß dies nicht geschehen sei ?->
Sicher kann er dies nicht mit der Wahr
heit—doch die Wrhrheit ist eben auch et
was, um was er sich das ganze Jahr nur
ganz wenig bekümmert. Auf diese obige
Weise wurde bekanntlich der alte Brown
behandelt, und gerade dieS waren die Ur
sachen, daß er nach Maryland und Nir
ginien gieng um Sclaven zu befreien. —
Dies ist das ganze Verhältniß, und wer
demselben widerspricht, ist ganz sicher kein
Freund der Wahrheit. Daß Brown durch
Republikaner zu jenem Schritt aufgehetzt
worden ist, oder daß die Republikaner,
welche der Schreiber des Wahrheit s
losen ~ Republikaners" die Frechheit
hatte zu benamen, als ständen sie in Ver
bindung mit Brown, ist eine böswillige,
und niedrige Unwahrheit, und ist gerade
wieder ein solches Betragen, wie sich der
nämliche Schreiber vor der letzten Wahl
hat zu Schulden kommen laße», nämlich
daß die Republikaner von der P. Riegel
bahn Compagnie Geld für eleckschenier
Zwecke erhalten hatten. —Jene nieder
trächtige Lüge ist er aufgefordert worden
zu beweiße», welches er aber »icht thu»
tonnte —und sie ist ihm daher fest auf den
Rucken genagelt, von wanne» er dieselbe
auch nicht abzuschütteln vermögend ist —
und so kann er auch nun und nimmer be
weißen, daß die Republikanische Parthei,
wie cr verstanden sein will, in Verbin
dung mit jener Geschichte gestanden hat,
—denn bärten die benamten Republika-!
»er damit in Verbindung gestanden—
unser Work dafür man hätte sie schon
längst demokratischen Neger
lande, dem Tüden, gebracht.
In der That ei» jeder vernünftiger
Mensch schämt sich, wie bemerkt, sich so
klein zu machen, lind ein öffentliches Blatt
mit einer solch kleinen Sache zu beschmu
tzen, und von Krieg und Landesverrat!) zu
sprechen, wo doch nur 17 bis 20 Mann
darauf aus waren, einige» Negern ihre
Freiheit, ir« diesem freien Lande, zu ver
schaffen. Doch nur so fortgemacht—ver
lasse dich aber darauf, daß ein solches Be
>trc.gen von demokratischer Seite her, ge
."tide die rechte Wirkung für die Repnbli
' kaner haben wird—denn die Sclavenfra
ge wird nun in dem nächsten Wahlkampfe
mehr besprochen werden, als dies noch je
! geschehen ist.u.lö daß, wenn dies geschieht,
eni jed?r guter christlicher Bürger die
als ein Schandfleck, in diesem
- freien Lande, und als eine unverzeihliche
Sünde betrachten wird, dies wird uns
doch Niemand absprechen—und daß das
' für die Sclaverei festgesetzte Territorium,
durch die Demokraten erweitert, daß der
! Sclavenhandel durch sie wieder eröffnet
wurde un) betrieben wird, daß sie die
Sclaverei für politische Zwecke zu erhal
ten wünschen, sieht das Volk ganz deut
lich ein—und daß ein christlicher Norden
die Neger-Sclaverei, wo Eltern von den
! Kindern, und Kinder von den Altern,
! Brüder von den Schwestern nnd Schwe
stern von den Brüder, wie das unwissen
de Vieh verkauft werden, gutheißen wird,
chies muß nur Niemand glauben, und der
Ausgang der nächsten Presidentenwahl
.wird diesen gefühllosen Heuchler und
Nolksbetrüger zeigen, daß wir recht haben.
Ja die Stimmgeber haben sich bereits voll
! kommen überzeugt, daß Niemand unter
! der Sonne Schuld an dem gedachten A uf-
stände ist, als selbst die Lieders der demo
kratischen Parthei —und daß die nämliche
! Parthei, durch den ganzen Norden, auch
zugleich für die Ermordung von Brown's
Begleiter zu Harpers Ferry verantwort-
lich gehalten werden wird, daran zweifeln
wir auch keinen einzigen Augenblick.
Ja in dem ganzen Norden wird man
selbst mit dem tiefsten Abscheu aufdaS
' Verhör des alten Brown zurückblicken —
d.w behandelt wurde von den südlichen de
! mokratischen Negertreiber, wie dieö noch
nie einem lebenden Menschen ergangen
!ist. Er hielt bekanntlich nur für einen
kurzen Aufschub seines Verhörs an, in
!dem er zu sch.vach sei wegen seinen Wun
!den, demselben beizuwohnen —man gab
ihm aber kein G. hör, sondnn behandelte
ihn auf die indem man ihn
>in das Eourthaus schleppte, ihn vor sich
! auf dem Boden liegen hatte, seinen Advo
caten von Norden keine Zeit gab, dort an
! zulangen undihnzu vertheidigen,eine süd
liche Negertreiber Jury zusammen brach
! te, die ihn dann endlich des Hochverrath,?,
! des Mordes und für den Versuch Neger
>zu entfuhren, schuldig fand. Daß er des
ii.'d des Hochverraths nicht
schuldig ist, dios geben alle ehrliche Men-
schen zu. Daß si'.h nun alle gute nördli
! che Bürger an dieses verabscheuungswür
!dige Betragen der südlichen demokrati
! >ch'.i>..^e^ru^.jbe^
eine oder die andere Parthei einzugeben,
! und daher gegen die demokratische Par
thei stimmen werden, dies ist doch so klar
! wie die Sonne —und daß daraus nicht das
geringste Eapital für die corrupte demo
kratische Parthei gemacht werden kann,,
dies versteht sich zugleich auch von selbst.
! Solche denen etwas im obern Stock ver-!
schoben zu sein scheint, haben auch nur ein
solches Geschäft unternommen. Aber wir
! müßen, obschon wir noch unendlich viel zu
sagen haben, daran denken, unsern Arti
kel zu schließen —doch ehe wir dieö thun,
müßen wir noch melde», daß auch für das!
. nämliche Verbrechen, wofür John Brown
verurtheilt ist, ein Neger durch die Dem
' okraten aufgehangen werden soll. Nun
möchten wir den Scribbler vom ~Repub-
likancr" fragen, wie man dann einen Ne-!
!ger aufhängt ? Denn wenn von Repre-!
sentation im Eongreß die Rede ist, so sind
! die Sclaven in den Augen der südlichen
Negertreiber Menschen —in allen andern
l Hinsichten aber Vieh —und daher möch-
te» wir wiße», ob die Demokraten E o p-!
pee an den Flechsen der Beine —denn!
anders haben wir noch kei» geschlachtetes
Vieh aufhänge» sehe»—oder a» dem
! Halse aufhängen werden ?
Wir sind in der That froh daß der
! Scribbler vom Republikaner uns eine Ge
legenheit geössnet hat, die Sclaverei in
allen ihren Abscheulichkeiten—welche alle
die demokratische Parthei durch ihre
Stimmen gutheißt—zu besprechen; denn
!das Volk will nur darauf
sein. Daß der ganze Norden der Erwei
terung dieses allzugroßen Uebels zuwider
.ist, und indem dieselbe nebe» einem be
schützenden Tariff die Hauptfrage indem
nächsten bilden wird, so kann
nnd muß, trotz al!?n Anstrengungen un
serer Gegner, Freunde für ihren Fleisch-
und Blut Handel zu gewinn?», aus einer
vollständigen Besprechung der Sclavere:,
sicher nur guteS sür die Republikanische
Parthei entspringen.
Schrecklich verbrannt.
Ein fünf Jahre altes Töchterchen des
Michael Gannen in Pottstau» verbraimte
sich am Donnerstag so sehr, daß an ein
Wiederaufkommen nicht zu denken ist. —
Die Mutter des KindeS war in Geschäf
ten ausgegangen und harte dasselbe in ei
nem obern Zimmer des Hauses allein ge
lassen. Es fand eine Bor Zündhölzchen,
spielte damit und steckte seine Kleider in
Brand. Als die Mutter zurückkam, war
daS Kind beiuahe gerostet, lebte aber
merkwürdiger Weise noch den Tag »ach
dcmUiifall, zwische» Lebe» und Tod schwe
bend.
Militärischer Sesuch.
Wie wir vernehmen, wird die „Citizens
Artillery", von Easton, am Danksag-.
uiigStag Allentau» eiiic» Besuch abstar
te».—Recht so.
Markt Schreiber.
j Bei einer vor einige» Abenden gehal
tenen Versammlung unseres Stadtraths
i istEol. W. W. Hamersly, zum Markt-
Schreiber für diese Stadt erwählt wor
den.
gurrnh! Hurra!)! gurrah!
Wctoria!!
Die Itovcmbcr Wahle».
Ein beschützender Tariff verlangt !
Sparsamkeit, Einftlirantung und Xe
form in Ansicht!
Die Freunde der freien Arbeit, der Freiheit und
der ganze» Union siegreich !
Die HarpcrS Ferr», ..Scln'iekcrS" total
ssesclilaflcn!
Die Erwählung eines Republikanische»
Presidenten gesichert!
D>ls will kcinc wcitcre Zusl>rcit»»g
der Acliivrrci!
Die Zerstörung der Missouri Compromiß, durch
die Demokrale», verdammt !
Die Ermordung der Freisiiililsleutc in Äan
l'etrachtrt!
Der Handel in Menschenfleisch und in eigenem
Blut, als unchristlich angesehen !
Die <?rN!ordunst von David Bro
derick, durch demokratische Hän
de, »»lit Trauer, iu Erinue-
«^ezo^eu!
sei, in die Zähne der Lilgner zurückge
worfen !
Den Bock - Demokraten gezeigt, daß sie
unsere glorreiche Union, durch ihre Agi
tation, nicht zerstören könne» !
Die demokratische partkei überall im
ganze»» forden, in den Hintergrund
geschlagen!
Läßet die Kanonen blitzen !
H N PPÄH Ä
Die WM in lunnituli.
I» dem Staat Neuyork waren bei der
am Bten Dieses abgehaltene» Wahl 3
Staats - TicketS im Felde. Unsere Geg
ner, welche schon Jahrelang miteinander
in Zank und Streit lebte», hatten sich
diesmal vereinigt. Die Republikaner hat
ten gleichfalls ei» Ticket aufgestellt, und
die Demokraten wußte» es »och »ebenbei
dahin zu bringen, daß die Amerikaner
sich auch ein Ticket aus dem Demokrati
schen und Republikanischen Ticket bilde
ten. Die Demokraten hatten einen Ge
danke», daß sie allem kein Ticket erwäh
len köiinte» —auf diese Weise aber, durch
die Hülfe der Amerikaner, rechnete» sie
sicher auf die Erivählung einiger ihrer
Kandidaten und hatten die stärkste Hoff
nung ebenfalls die übrigen zu erwähle».
Daher geschah es nun, daß unsere Geg
ner sich vielleicht mehr strenge als je be
mühten, siegreich aus dem Kampf hervor
zukommen —um doch auch ihre» Freun
den, de» Amerikanern, etwas zum Froh
locken zu geben. Geld von Regierungs
beamten war bis zu vielen Tausenden
vorhanden, und keine Unwahrheiten—
darunter viele Harpers Ferry Lüge», ge
rade so wie sie in dieser Gegend ausge-!
breitet werden —waren ihnen zu nieder-i
trächtig. Die Republikaner konnten un
ter diesen Umständen kaum Hoffnung
haben, den Sieg zu erringen. Jedoch sie,
zogen—überzeugt gerechte Grundsätze zn
unterstützen—muthig in den Kamps und
es gelang ihnen
itjl'e i) 51mi15-ClMlli«wle!!.
die niedersten mit etwa IOM und die höch
sten mit etwa 25,W0 Mehrheit zu erwäh
len. (Für die höchsten derselben haben
einige Tausend Amerikaner gestimmt.)—
So gelang es ihnen auch Zwei-Dritthei
le aller Eaunty-Beamten in den verschie
denen Eauntics, so wie Mehrheiten in
beide Zweige der Gesetzgebung zu
erwählen. I» der That es ist dies ein
glänzender Sieg, obschon »och Tausende^
von Republikaner zu Hause geblieben
sind. Ein Jeder wird nun sehen können
daß dieser mächtige Staat nächstes Jahr,
bei der Presiedentenwahl, für die Repub
likanische Sache sicher ist.—Hurrah für
den Staat Neuyork!
Die IVe.kl im Staat Neu-Zersey.
AmnämlichenTag fand auch eine Wahl
im Staat Neu - Irrse» statt, wobei ein
Gouvernör zu erwählen war. Dieser
Staat war schon eine Reihe von Jahren
demokratisch gewesen, aber diesmal ge
lang es den Republikaner den Sieg davon
zu trage», u»d ihren G-.".'nernör Hrn.
Olden mit etwa !7W Mehrheit zu er
wählen. D.'r Senat blieb, wegen dem
Ueberhalten von alten Senatoren demo
kratisch, und in Bezug ans das ist
man noch nicht recl)t im Reinen. Stim
men aber die Republikaner und Amerika
ner miteinander so sind die Demokraten
in der Minderheit. Wahrscheinlich hat
die Zerstörung der Missouri Eompromiß
linie, durch die Lieders unserer Gegen
parthei, worauf sie viele Freistaatsleute
in Kansas ermordeten, und welche Um
stände den Harpers Ferry Ausstand her
vorrief, so wie die Ermordung des David
Brode> ick, deSEalifornie» Senators, durch
demokratische Hände, einen nicht minder»
Ei»fluß auf diese Wahl ausgeübt. DieS
ist ebenfalls ein glorreicher Sieg und
auch dieser Staat ist für den Republika
nischen PresidentS Eandidat im nächsten
Jahre sicher. Ebenfalls Hurrah für den
Staat Neu - Jersey!
Die IVahl in» Staat
Zugleicher Zeit fand auch eine StaatS
wahl für Gouvernör und die Gesetzge
bung in Wisconsin statt, und hier reehne
! ten unsere Gegner sicher auf einen Sieg,
j und zwar aus dieser Ursache :-Die Freu»
de deö großen deutschen Redners, Earl
! « ch u r tz, hatte» ihn nämlich als Ean
didat für Gouvernör vor die StaatS
l Eonvention gebracht, wo er aber auf eine
etwas unerklärliche Weise durchfiel und
!der alte Gouvernör Randall wieder er
! nannt wilrde. Nun rechneten unsere Geg
! ner sicher auf Alle deutschen Stimmen im
Staat. Aber sie haben ihre Rechnung
ohne den Wirth gemacht, den Hr. Schurtz
bestieg nämlich den Stumpen, und hielt
Meisterreden zu Gunsten der Republika
nischen Grundsätzen, —wies seine Freun
de auf die gute Regierung des Gouvernör
Randallö hin; —sagte denselben, daß sie
eS ihren Republikanischen Brüdern in
den andern Staaten schuldig seien, wieder
einen Sieg zu erringen, u. s. w., und die
se haben ihre Pflicht auch getreulich er
füllt, und eS ist Gouv. R a u d a ll wie
j derum an jene Stelle gewählt. Auch bei
j de Zweige der Gesetzgebung sind Repub-
likani sch. Man sieht daher, daß sich un
! sere Gegner hier wieder schrecklich verrech
net haben, als sie erwarteten die deutschen
Republikaner würden mit ihnen für die
! Sclaverei-Erweitenmg stimmen. Sie
! hätten sich dies auch denken können —denn
die dortigen Deutschen sind in der That
zu aufgeklärt, um mit einer Parthei zu
stimmen, die in freie» Nor
öeit Ntuin mehr euien Traar tragt» t"....
und daher gänzlich von den südlichen Ne
gertreiber und Händlerin Menschenfleisch
—ja Subjekten die ihr eigenes Fleisch und
Blut in die Sclaverei verkaufen —geleitet
! und geführt wird. Der Ausgang in die
sem Staat ist wahrlich glorreich, und hat
! unsern Gegnern sehr wehe gethan und
wir sagen daher Hurrah für Wisconsin !
Hurra h für (Zarl Schurtz, den getreue»
i Verfechter der Republikanischen Grund
! Sätzen, so wie der Rechten der freien Ar
! bester ! und Hurrah für die Freiheit und
! unsere glorreiche Union !
l Tie Ivakl im Staat Massachusetra.
Auch in diesem Staat wurde am «en
November eine StaatSwahl abgehalten,
bei welcher N a t h a n i e l P. B a n k s
mit so etwa der nämlichen Mehrheit, wie
letztes Jahr, wieder zum Gouvernor er
wählt wurde. Beide Häuser der Gesetz
gebung sind ebenfalls Republikanisch,
und an Stärke gleichfalls so ungefähr
wie die letzte Staats-Gesetzgebung. Auch
Massachusetts hat wieder seine volle
Pflicht für Freiheit und die Union ge
than !
Die 'Nlabl im Staat Louisiana.
Am nämlichen Tag fand auch emeWihl
im Staat Lousiana statt, bei welcher ver
steht sich, ein demokratischer StaatSticket
und eine Staats Gesetzgebung ähnlichen
Gelichter >, erwählt worden ist. Man
braucht aber nur zu bedenken, daß dies!
ein Sclavenstaat ist, und dann
weiß mau auch schon, daß kein anderes
Resultat erwartet wurde —denn wo die
Neger-Sclaverei eristirt, da ist natürlich!
auch immer alles Demokratisch. Hier nw
gen die Freunde deS Menschenhandels
Hurrah rufe».
!7och ein Republikanischer Sieg.
Bei der Stadtwahl iu Ehicago, Jlli-!
nois, welche gestern vor 8 Tagen abge-!
halten worden ist, haben die Republika
ner einen glänzenden Sieg errungen, und
ihren Mayor mit «»15 Mehrheit erwählt.
Hurrah für Ehicago !
Und noch ein Xepublil°anischer Sieg.
Am nämlichen Tag fand gleichfalls ei
ne Stadtwahl in Det roi t, Michigan,
statt, bei welcher der Republikanische
Mayor-Candidat B u h l, mit 8l)l> Mehr
heit erwählt worden ist. Dies NDr früh
er Stadt, ist
dieser Wieg wirklich ein glorr«WMHi,r
rah für die Stadt Detroit, sü^ie"Re
publikanische Freiheits-Sache, und das
Wohl deS Landes überhaupt!
denken »un die Harpers Fer
ry „Tchriekers," an denen noch das Blut
der in Kansas ermordeten FreistaatSleu
ten, das des beliebten Senators Broder
ick, und das der Begleiter deö alten John
Brown ö zu Harpers Ferro, klebt, von
diese» für die Republikaner so glanzen
den und erfreuliche» Siege» ? Sehe» sie
bald welches Eapital sie gemacht habe» ?
Mit solch blutigen Händen, wie jene Lie
ders haben, ist eben nicht gut Eapital für
sich selbst oder seine Parthei zu macheu,
besonders wenn man noch mit dem Ge-!
danke» umgeht, noch mehr Personen au
einem Galgen aufzuhängen, die wie jeder
innerlich glaubt, ihreSVerstandes beraubt
sind —und zwar für das einzige Verbre
chen, daß sie während der Abwesenheit
ihres Verstandes, gesucht haben einigen
Sclaven die Freiheit zu verschaffen, und
noch ohne daß sie je daran dachten zu
Morden, und noch viel weniger Hochver
rath zu begehen. Glauben jene „Schrie
kers" bald daß sie mehr Eapital für un
sere Parthei als für die ihrige gemacht
haben? Wenn nicht, so werden sie eS
sicher bald erfahren —und daher bitten
wir sie, ihre bisher befolgte Laufbahu
doch nur fortzusetzen, und keineswegs ei
ne andere einzuschlagen—und so rufen
dann einstweilen hier Hurrah für die
> Wai,ll"sultate des MonatS November
155!)! Und man verl.iße sich darauf, dvß
die Resultate deö Monats November im
Jahr ILLV, immer noch glorreicher fein
werden!
D e r sj» r n n ij.
Am Schuylkillflusse, nahe der Grenz
! zwischen den CauntieS Berks und Schuyl
! kill, erhebt sich steil ein Felöblock von et
! wo achtzig Fuß Höhe aus den Gewässern
i des Flusses. Derselbe ist mit Zwergsich
i ten bewachsen und fällt auf drei Seiten
! flach ab, während die letzte senkrechte Sei
i te, ehe Eanaldämme errichtet wurden, am
! FusZe von dem Wasser umspült wurde;
! wenn aber das Thal, wie um die Zeit, von
der unsere Geschichte handelt, durch de»
geschmolzenen Schnee und wcchimlangen
Regen in einen förmlichen See verwan
delt war, dann bildete diese Felswand ei
»e unzerstörbare Mauer, auf der man
! sicher war vor dem nassen Elemente.
Zu jener Zeit, als die Eioilisation sich
erst auf den ostlichen Seeküsten unseres
> Landes verbreitet hatte, und der rothe
. Mann noch Herrscher war in den Wäl
dern deS mittleren und westlichen Penn
sylvaniens, loderte an einem unfreundli
chen Märzabende ein Feuer auf jenem
! Felsen.
DaS Feuer wurde 'wir einem rüstigen
> Manne unterhalten, von dessen äußerer
! Ausstattung und Haltung man auf den
ersten Blick abnehmen konnte, daß dersel
! be einer jener abgehärteten Hinterwalder
i war, die tief in die Wildniß vordringen
j und mit sicherem Schuß das Wild erle
!geu, dessen Fell sie mit Pulver und Blei
'und ihren sonstigen wenigen Bedürfnis
sen versieht.
Und seinem Aeußeren entsprach der
! Mann. Jacob R e g e r war ein ächter
! Sohn des Wäldes und er folgte furchtlos
der Spur deS Bären bis in die Mitte der
! Wildniß. Seine Blockhütte stand vier
zig Meilen weiter unten am Flusse und
jer befand sich gerade auf einer seiner
! Jagdercursionen in den blauen Bergen.
' Müde legte er sich endlich, in seinen Tep
pich gehüllt, auf die feuchte Erde, um
Ruhe und Erholung für den kommenden
! Tag zu schöpfen.
- A ber kaum hatte der Hinterwälder sich
durch die rauschenden Wogen in einen
leichten Schlummer summen lassen, als er
planere, 'eiiÄn
Augenblick stand er auf den Füßen, im
nächsten hatte er die treue Büchse in der
Hand. Er sah, daß seine Lagerstätte auf
drei Seiten von Indianer umringt war,
und auf der vierten fiel der Felsen senk
recht ab in den Fluß. Er sah auch sogleich, I
daß da keine Hossnung auf Rettung mehr
! war, und daß er nn» zu wähle« hatte!
z zwischen einer schmachoollen Marter oder!
! augenblickem Tode.
! Kurz zuvor waren einige weißeUnmen- j
j sehen auf eine indianische Tquaw gestos- j
! sen, und da der Indianerin ihre Ehre lie- >
! ber war als ihr Leben, hatten sie dieselbe!
j kaltblütig erschossen. Die Indianer hat
ten daher jedem Weißen, der in ihre Hän
!de fallen würde, Rache geschworen, und
Jacob Reger wurde sogleich gewahr, daß >
eS ihre Absicht sei, ihn lebendig zu fangen. -
Gelänge ihnen dieses, so konnte über sein i
künftiges Schicksal kein Zweifel herrschen,!
da er augenblicklich von den Wilden zum!
Feuertode bestimmt war.
Aber er war entschlossen, sein Leben so!
theuer als möglich zu verkaufen, und auf!
keinen Fall lebendig in die Hände der
Rothhäute zu gerathen. Er legte auf!
den ihm nächsten Indianer an, da jedoch
das Pulver angezogen hatte, versagte der
Schuß. Der Indianer wähnte sich »u»
seines Opfers gewiß, stürzte sich nun aus
den Hinterwäldler und erhielt einen so
heftigen Schlag mit dem Flintenkolben,!
der seinen Hirnschädel zersplitterte. Der
Nächste theilte das gleiche Schicksal, und!
Jacob Reger hieb wüthend um sich, bis er!
nur noch den Flintenlarif in Händen hat-!
te und ihm zuletzt auch dieser durch einen !
Tomahawk, geschleudert von einem Wil-!
den, weggerissen wurde. Jetzt drangen
aber die Indianer in Masse auf ihn ein,!
und zwei derselben legten schon Hand an
ihn. Dem einen derselben versetzte er ei
nen Tritt, der ihn über den Abhang sand-!
te, um mit zerquetschtem Körper ein Grab
in den Fluthen der Schuylkill zu finden.!
Den Andern, der nach seinem Schmncke
zu urtheilen, ein Häuptling sein mußte,
faßte er um den Leib, hob ihn mit Riesen
traft in die Hohe und stürzte sich mit ihm i
über den Felsenrand in den dunklen Ab- >
gründ, so daß selbst die Herzen der wilden !
Indianer erstarrten.
Von Felsen zu Felsen, über Klippen
und Zwergbäume stürzten die Beiden sich!
fest umschlungen, während der Indianer
unten u.id der Weiße obenauf zu liegen
kam. Sie stürzten endlich dreißig Fuß
senkrecht herab auf die Fluthen, welche sich
über ihnen rauschend zusammenschlugeii
und die Beiden, welche die Gewalt des
Sturzes auf den Grund geschleudert wur
den, sogleich mit vielen Fuß Wasser bc
deckten.
Einen Augenblick später erschien ein
Gegenstand auf dem Wasser—es war Ja
cob Reger. Er war noch krampfhaft um
schliingen von den Armen des leblosen!
Indianer-Häuptlings, gleichsam als wol
le er durch Ertränke» den Weißen demsel
ben Tode überliefern, den er selbst auf den
Klippe» des FelSblockeö gefunden hatte. !
Mit Muhe befreite sich Reger von dieser >
schrecklichen Umarmung und es gelang i
ihm nach großen Schwierigkeiten, sich auf
, einenloSgerisseuenßaumstamm zu schwill-
' > gen. Hätte ein menschliches Auge durch j
> jene dunkle Nacht auf Reger herabschau-
en können, so hätte sich ihm ein schrecken
l! erregender Anblick dargeboten.—Das
> Haar des Hinterwäldlers hing verwor
> ren und mit dem Gehirn seines FeindeS
bedeckt um sein Haupt, und das
strömte aus vielen Wunden, die er theils
im Kampfe, und theils während desj
j Sturzes erhalten hatte. Sein Gesicht war!
> bleich wie der Tod und seine Kleider hrn
l gen ihm in Fetzen um den Leib —er sah!
>! eher einem unterirdischen Gespenst? als!
einem lebenden Menschen ähnlich.
"! Obwohl er aber viele Wunden erhalten
'! und sein rechter Arm ihm gebrochen und
! I kraftlos an der Seite hing, war er doch
' mit dem Leben davongekommen, denn der
!! Körper des Indianers, welcher bei dem
' Sturze ui'ten zu liegen gekommen war,!
hatte gewiß gegen die Wünsche des rothen !
j Mannes, den Hinterwäldler vor lebenge-!
! fährlicher Berührung mit den Felsblöcken >
.! gedeckt und da der Fall inS Wasser die
Gewalt des Sturzes bedeutend vermindert !
! hatte, so war er mit einem gebrochenen !
iArm und mehreren schmerzlichen, aber!
nicht gefährlichen Wunden davongekom
men.
Jacob Neger wusch und verband nun j
j seine Wunden, so mit seiner einen
! Hand und einigen Stücken von seinem!
. Rock thun konnte, währender langsam l
j aus dem Baumstämme flußabwärts trieb.!
j Eine Verfolgung durch die Indianer hat-!
jte er nicht zu befürchten, da diese natür
lich wähnen mußten, er habe seinen Tod?
, auf den Klippen oder im Wasser gefun-
den. Und auch im andern Falle hätten j
! sie wegen des hohen Wassers von der Ver
"! folgung abstehen müßen.
! Jacob Reger trieb auf seinem Baum
! stamme einige Meilen abwärts, bis eS!
! ihm glückte, an s Ufer zu gelangen, und !
!! setzte dann seinen Weg langsam nach der!
weißen Ansiedlnng fort, wo er!
! freundschaftlich aufgenommen wurde.
(.'ib. Bccb. !
Niederträchtige Verdächtigung.
Einice Locofoco - Organe, die sich das
> »nverschämtePrivilegium anmaßen, il ren
! Dumm-Gläubigen jeden beliebigen Bä-j
Iren aufzubinden, haben versucht, ihrem!
!,,Boting Eattle" weiß zu machen, daß!
z eine Eonnerion zwischen den Baltimorer!
! Knownothingbanden und der Volkspar-j
tei, oder sogar den Republikanern statt- i
'' finde.
, Nun weiß aber jeder Mann, der irgend !
5 mit den Verhältnilsen bekannt ist, daß!
' j gerade die verstorbenen KnownethingS im !
! Wahlkampfe von !!>s<i die abgefeimte-
sten, wüthendsten Gegner der republika
nisiben Partei und einzig und allein das
Instrument gewesen sind, durch welches
! James Bncbaiian zum weißen Hause be-
! fördert wurde. Bekanntlich war Marn
!land der einz'ge Staat, in welchem die!
Wahl Fillmore 6 durchgesetzt wurde und
in welchem fast gar keine Stin men für
den republikanischen Kandidaten Fremont
! abgegeben wurden.
Obgleich in den Sklavenstaaten die An
! so haben sie, aus Furcht vor den Gewalt
thätigkeiten der Sklavenha'ter-Mordge
! seUen, die ihren Blutdurst wiederum bei
der Verurteilung des hochherzigen alten
Brown beurcundet haben, eS doch nicht
wagen dürfen, eine eigene Organisation
zu bilden. Der collosalste Unsinn ist es!
i aber, zu behaupten, daß irgend eine Eon
! nerion zwischen der republikanischen Par
! tei, deren Tendenzen durchaus gegen Aus-!
! breitung der Sklaverei und für die unbe-!
! dingte Erschränkung derselben auf die
!St raten, in denen sie leider noch besteht,
i gerichtet sind und den südlichen Pro>k!a
-! veic-i-KnowiiothingS überall beste h e n
könne und nur die stupideste Geisteobe !
schräuktheit kann solchen Verdächtigungen
Glauben schenken.—(Preße.
Der ~LouiSv. Anzeiger" bericktet Fol
!gendeS: „Hines Higgs, ein Bürger im
j (salintn McLean, verkaufte vorige Woche j
! einen Neger an Uaitin Hancock in Hen
der so» und sandte denselben nach Eal->
honn, dem Gerichtssitze des Eaunty Mc
Lean, wo Jerome Eulrer ihn so lange in
Gewahrsam nehmen sollte, bis Hancock j
ihn abhole,? würde. Als aber Eulver de»
! Neger, der sich bereits gegen den Tausch!!
. seines Herren ausgesprochen hatte, aus
seinem Groeerie - Siohr abholen wollte,
! weigerte derselbe sich, mitzugehen, mid als
Pulver den Neger beim Arme ergriff, zog
derselbe ein Messer und erstach Pulver auf
j der Stelle. Die Kunde hiervon verbrci- >!
Tete sich wie ein Lauffeuer. Ein großer
! Haufe von Mensche» versammelte sich l
l bald vor der Jail, wohin man den Neger !
! inzwischen gebracht hatte, und drohte sum- '
mansche Rache. Um dieselben zu
! schwichtigeii, hielt man es für das Beste, 5
die Untersuchung sofort zu beginnen und '
führte den Neger zu diesem"Ende nach 1
! dem Gcrichtshause. Sowie aber die Be- !
! amten mit dein Sieger sich auf der Straße!
sehe» ließen, siel der Haufe über sie her,
I entriß Uwe» de» Neger, brachte denselben ,
vor die Stadt und knüpfte ihn dort an
l einem Baume auf."
Schwere Sentenz. !l
> Vor einigen Tagen wurde Mary E. I
! Jones in Lawrenc e. Massachusetts, <
auf die Anklage der Menschentodtung t
! schuldig befunden, weil sie ihr Kind in
den Waldungen von Haverville ausgesetzt
! hatte, wo das arme Würmlein Hungers
gestorben ist. Die Rabenmutter wurde
zu zwanzigjähriger Einsperrung im Eor-
rektionShause bei harter Arbeit verurtheilt.
Die Arme war dadurch zur Verzwei sliing
getrieben daß ihr Ehemann sie verlassen
l)»tte. ...
Litchfield Eaunty im Staat Eon-! z
nektikut hat unter seinen Söhnen 13 Sc»- H
atoren der Vereingten Staaten, Mit- h
glieder des Eongresses, 2 t Oberrichter, 111
Präsidenten und 5 Professoren an höher»
Bildungs - Anstalten gesehen. Im lah- li
re 1831 waren der Vize - Präsidenten s>
und der achte Theil aller Senatoren der st
Vereinigten Staaten i» Litchsield Eaun- i Z
ty geboren oder erzogen. Im I. sc
war dies sogar bei dem siebenten Theil der ei
Fall. -L
Dir Zersiörung einer preß? in Rcntu,
Pöbelhaufen machte an cii
Abend vor einigen Wochen einen Ang
auf die Office des in Newport,
erscheinenden „Free South Paper,"
eine gemäßigt republikanische Tend
hat. Die Formen wurden zerstört >
die Schrift in den Straßenkothgeworf
Der Cincinnati (sommercial berich
- dasi die bereits gemeldete Demolirring
j Druckerei des Free South Paper in Ne
port, .Nentuckv, daö Werk von etwa
wieesheißt,respektabelaussehenden M<
nern war, die deö Abends in die Of
drangen und trotz, der Bitten der E g
thümer die Presse und die Formen fc
schleppte. Die Polizei sah dem Uns
! ruhig zu.
Der Eigenthümer der Zeitung ist
armer Mann. Seine Töchter müssen
Zeitung setzen, seine Söhne sind Druck
Um so nichtswürdiger war der feige ?
.griff auf sein Eigenthum.
! Zweifel werden die Lied
! unserer Gegenparthei diese Schandt
doch recht heißen.
tLin elirlichcr Liebhaber.
Man erzahlt sich in Breslau fol. ei
Geschichte von einem sehr ehrlichen Li
Haber. Ein sehr wohlhabender Ma
trug die Hand seiner Tochter einem ji
! gen Menschen an, in welchen sich das I
- jährige hübsche Mädchen in Folge ei
Salonbekanntschaft v.r'.iebt hatte. 2
riethen ihm zwar ab, aber
! sagte, er wolle seiner Tochter einen Ma
nach ihrer Wahl geben. Da erhielt
plötzlich folgenden Brief von seinem j
künftigen Schwiegersohn : „Mein Hei
Ihr Antrag ist für mich sehr schmeich
haft, doch muß ich ihn zurückweisen. I
! Tochter ist in mich verliebt, dies ist sch
aber leicbtsinnig von ihr. Ich bin kk
! Mann für eine Frau lind müßte nur d
Vermögen todt zu schlagen. Wenn
! mir nicht glauben, so fragen Sie
Welt; sie wird Ihnen sagen, ich sei <
! Taugenichts,aberantworten Sie der Wc
ich sei ein ehrlicher Taugenichts. Ihr
gebener?c".
l.l"glii<tos.ille i» Cbcsker ctannty.
In Ost Goschen Taunschip, gierg
zwei Pferde mit einem Wagen duich, n
nn Herr Elicott und sein Sohn sich !
, fanden. Der Wagen wurde umgewi
! fen, zwei darin befindliche Sclxife würd
. getödtet, der Sohn wurde ernstlich verlc
und der Vater so schwer beschädigt, d
!er am folgenden Tage starb.
Als ein junger Mann, Namens Bc
samin eine beladene Flinte l
sich schleppte, ging dieselbe zufällig l
und der Inhalt fuhr ihm durch den Kop
Sein Tod war augenblicklich.
Ein Sohnlein vcn Eli Boyer fiel
einen Zuber siedenden Seiders und wui
! so stark verbrüht, daß es in der folge, d
l Nacht starb.
IVie manche» i» .'l»> reich gewo
de» ist.
Nicholaus Longirorth, der i n dem Sta
te seiner Geburt Schumacher war, ni
cinnati, vor etwa i<> Jahren, als Adv
kat. Er erhielt einst für die Vertheil
gung eines Pferdediebes als gesetzt«
Gebübr zwei kuxferne Destillnkolben.-
Der Mann, der sie im Besitz hatte, w
gerte sich aber, dieselben heraus zu gebe
und machte Langworth den Vorschlag,
'volle ihm dafür Acker Land am W
stern Row geben—ein Vorschlag, den d
Letztere mit Vergnügen annahm. Di
ser Tausch bildete die Grundlage sein
riesigen Vermögens, da der bloße Gr»,
und Boden jetzt über zwei Millionen Th
ler werth sei» soll.
Gcbcimnißvoll verschwunden.
Der Ehriv. T. L. Keesv, Prediger d
Vereinigten Brüder Kirche, irohnhaft
Greensburg, Westinoreland Cauntn, Pa
welcher daselbst eine Frau mit fünf K!>
dein hat, verließ am tüten October sei,
z Heimath, um am folgenden Sonntage f>
!den Ehrw. W. B. Dick in Alteona z
predigen. Er hatte auch die Absicht, ar
! seiner Reise sich einige Tage in Johnstar
aufzuhalten; allein nach erfolgter Erkui
digung hat sich herausgestellt, daß er a
keinem dieser Orte gewesen sei; noch kan
irgend eine Spur seines Aufenthaltes aui
gesunden werden. Irgend eine Auökuiii
über den Vermißten wird die betrübte Fo
milie mit Dank annehmen.
Arm abgebissen.
Vorletzten Dienstag wollte John Bai
ner, von Neubritten Tauuschip, Buck
Eaunty, seinem Pferde das Geschirr an
legen, als das Thier ihm am linken An
packte und nahe der Hand ihm den Arm
knochen zerbiß. Der Unglückliche befin
detsichunterderstrengsten, ärztlichen Pfle
ge und er wird von Glück sägen können
wenn ihn dieser Zufall nickt für imme
zum Krüppel macht. Schafft das Pferd a
so geschwind ihr könnt! —(Morgcnst.
Schrecklicher Tod'
Neulich trat John Beck, von Bedmin
ster Taunschip, Bucks Eaunty, in einei
Nagel, und verwundete sich dadurch der
Fuß anscheinend unbedeutend. Die Ver
letzung griff jedoch so schauderhaft un
sich, daß der unglückliche Mann bald dar
auf an der Mundsperre starb. Er hin
terläßt eine Frau und acht unmündig
Kinder.
Indianer Gewaltthätigkeiten.
Der Westport Korrespondent des St
Louis daß jetzt <
Postefelleisen von Santa Fe zuJndepem
denee fallig seien und man sehr für dü
Sicherheit der hinausgehenden und her!
einkommenden Partien fürchte. Der Post
reiler zwischen Council Grove und Fori
Reily berichtet die Ermordung von I!
PeikS Peak Emigranten auf den Ebener
durch die Indianer.
McDermot, von Joliet,
linois, welcher durch Krankheit sehr
schwächt war lehnte sich auf einem Bleck
stehend gegen eine Pfahlfenz, als sein!
Fuß schlupfte und er mit dem Hals zwi-j
>che» zwei Pfähle zu hängen kam, allwa
?r zu Tode gewürgt wurde ehe man
>!agc entdeckte.