Der lecha patriot. (Allentaun, Pa.) 1848-1859, January 26, 1859, Page 2, Image 2

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    Lechs Patriot.
MeMtm, Pa., Januar?ti. 1859.
Wie uni> wo soll das rndt« ?
Es ist in der That nothwendig daß
das Mmcinende Volk anfängt unftrn
demokratischen Regieren» auf die Finger
zu sehen. Za wir wiederholen es, seht
ihnen-strenge.auf die Finger, denn dir
Millionen gleiten ihnen durch ihre Hän
de wie Waßer durch ein Sieb, und kein
Mensch kann absehen, was endlich da
raus werden soll, wenn ihnen daö Hand
werk nicht bald gelegt wird.
Der „ Ncuyvrk Herald" von einem
späten Datum, das anerkannte Organ
der Buchanan Regierung, berichtet ganz
kaltblütig, folgende Thatsachen:
E x st e n S —Es steht fest, daß eine
neue Anleihe von Dre iß i g Mill i o
n e n -Tch aler gebraucht wird, um die
regelmäßigen Ausgaben der Regierung
im nächsten Fiskaljahr zu bestreiten.
Zweitens. Die demokratische
Mehrheit der Finanz - Committee des
HauskS der Represcntanten, wird sich
auf keine bedeutende Erhöhung des Ta- >
riffs einlaßen. ,
D r i t t.e n S.—Der Caueuö der de- ,
mokratischen Mitglieder des Ver. St. ,
Senatö hat mit einer großen Mehrheit
beschloße»,-noch außerdem dem Presiden
te» Vjichanan Drei fi i g Mi llionen
Thal e r in die Hand zu gebe», um da
mit den Ankauf von Cuba einzuleiten.
Die des Hauses
hat beschloßen? denselben Antrag günstig
ei'nzn berieten.
Daß nun bekanntlich die Schahkam
mer leer ist» und da ferner eine Mehr
heit des Congrrßes sitr eine Erhöhung
des die hinlänglich sein würde,
das Deficit im Staatsschätze zu decken,
höchstwahrscheinlich nicht erzielt werden
kann, so haben wir im laufenden Fis
kaljahre wiederum eine Vermehrung un
serer National-Schuld um
Sechzig Millionen Thalers»
zu erwarte», von welcher Summe auch
Eleckschenir - Zwecke verbräucht werden
soll.
Am Schluße des zweiten Jahres, der
glorreichen Regierung Bnchanans, wer
den wir daher wahrscheinlich unsere Na
tional -Schuld um Hundert M i l
l i o n e h Thaler vermehrt sehen, und
die tröstliche Aussicht auf zwei weitere
Jahre eine gleiche bodenlose Wirthschaft
haben..
Ehrliche' Stimmgeber! Es ist wahr
lich hohe Zeit daß Ihr obige Wahrhei
ten genan überleget, »nd dann aber auch
für das Wohl des Landes handelt. — .
Unsere Pflicht haben wir somit erfüllt,
daß wir dieselbe Euch getreulich vorge-
legt baben—und wollt Ihr nun Eure
Pflicht gegen Euch selbst, so wie gegen -
Eure Nachkommenschaft erfüllen, so ist
Euch kein anderer Weg übrig, als der j
jetzt regierenden Parthei, selbst bis her- <
ab in die meisten Eaunties und Taun- !
schips, die Gewalt aus de» Händen zn i
nehmen, ehe sie uns vollends in eine '
nichtzucrtragende Schuldenlast gestürzt, >
oder unser Land und unsern Eredit
gänzlich ruinirt hat, oder ehe es auf im
mer zu spät ist.
Unsere Court.
Bekanntlich begann die Untersuchung der Rock
dale Mord-Geschichte—die im December vorigen
Jahrs stattfand, welche so sehr viel Aufsehen er
regte, und wobel ein junger, braver und friedlicher
Bürger, Namtns Moses Kern, auf eine
schreckliche und barbarische Weift durch Jrländer
ermordet worden ist, und zwar auf eine filche
brutale Weise, wie durch sehr respektable und
glaubwürdige Bürger bezeugt worden ist, daß sein
Kopf vielleicht in Hundert Stücken durch bezeichne
te Ii lander zerschlagen worden war, —vor unserer
Cvmt am Morgen des l lten Januar«, und dau
erte fort bis ZMN lcpten Samstaz Mittag. Die
Angeklagten waren John To bin, Edward Lynch,
Anthony Coyle, Anrrew Brogan. Daniel Me»
Ouinly, John Mehin, John Lynch, ManuS
Ward, Frank McVee, Daniel Sweeny, Michael
H>tlg>ns, John Coyle, Barney Kirley, James
Gallagher, lameS Mcßride. Thomas Mahoney,
Jobn Foley und Patrick Gallagher. Für den
Staat traten di« Herren Marx und L o n g
n eck e r «js Ahvocate« auf, und auf dieser Sei
te wurde das Zrugenverhör erst gestern »or acht
Tagen geschloßen, wo sodann 3 der Gefangenen
entloßen worden sind, nämlich j Thema» Maho
»ry, Joh» Föley und Patrick Gallagher. Auf
Seiten dcr Pertheidigung erschienen die Herr?,.'
Reeder und S t i l e S als Advocaten, und
wurden auf jener Seite nur wenig Zeugen ab
gehört, worunter sich ein Irländisches Frauenzim
mer befand, durch deren Zeugniß man beabsichtigt
hatte, das Zeugniß ob'ger respektablen Staats-
Zeugen zu schwächen —welches Gewicht das Zeug
niß einer solchen Person verdient, welche, wie wie
der durch respektable Zeugen bezeugt winde, aller- j
Lei frecher und nichi-iibereinstlmmender Ausdrücke
sich bedient haben soll, überlaßen wir dem Publi
kum selbst zur Beurtheilung. Als das Zeugen-
Verhör auf Seiten der Vertheidigung ebenfalls
geschloßen war, traten die Advocaten sodann zu
ihren Reden über, welche sie bi« am letzten Frei
tag Morgrn fortsetzten, wo sodann Richter Find
l a y sein« Anrede an die Jury hielt, und dersel
ben hierauf am Mittag des letztbenamten Tage«,
diese Sache überlaßen worden lst. Die Jury be
stand bekanntlich aus folgenden Herren, nämlich -
Daniel Mohr, Daniel Miller, Jonas Brobst,
Gilbert Reiff, Samuel Bernhard, Aaron Eisen
hart, Martin Selpel, Joshua Hunt, Aaron But
terweck, Lewis M. Engelman, Hiram Guth und
Charles Wagner.
Am Abend deßelben Tage« um etwa 6 Uhr,
brachte die Jury ihr Verdikt ein, welche« dahin
lautete, daß JohnTobin des Mordes im
zweiten Grade, und EdwardLynch
des T o d t s ch l a g s schuldig sei, woraus sich
die Court sogleich für den Abend vertagte.
Am Samstag Morgen nun befahl Richter Find
lay dem Scheriff Smith, die Schuldiggesundenen
schehen war, wurde durch Hrn. Nr ede r auf ein
neue« Verhör für Edward Lynch angetragen.—
Die Herren M a r x und L o n g n eck e r wider
setzten sich diesem aus eine geschickte Weift und die
Court verweigerte ihm auch dies neue Verhör, —
und verurtheilte dann JohnTobin zu einer
Gefangenschaft, bei harter Arbeit, von 11 Jahren
und 3 Monaten, und E d w a r d L y n ch zu ei
ner Gefangenschaft, ebenfalls bei harter Arbeit
von 4 Jahren und 6 Monaten, in dem östlichen
Zuchthause in diesem Staat.
Die übrigen Gefangenen, nämlich - Anthony
Coyle, Andrew Brogan, Daniel McQuinly, John
Mehin, John Lynch. ManuS Ward, Frank Mc-
Gee, Daniel Sweeny, Michael HigginS, John
Coyle, Barney Kirley, Jame« Gallagher und Ja«.
Mcßride, wurden dann auf ihre eigene Recogni
zance, für die Haltung de« Frieden«, aus dem hie
sigen Gefängniß en »'.aßen.
Und so endigte stch die Untersuchung der aller
schreckiichsten Mordgeschichte die je in diesem Caun
ty verübt worden Ist, und wodurch einer unserer
ersten jungen Männer, die Stütze seiner betagten
Mutter, in kaltem Bl«te und auch ohne die ge
ringste Beleidigung gegeben zu haben, auf eine
brutale Weise ermordet worden ist.
In Bezug aus die lautgewordenen Unzufrieden
heiten, bezüglich aus die Anrede des President-
Richters Findlay an die Jurv, in welcher manche
eine gewiße Unvollkommenheit oder Einseitigkeit zu
erblicken glaubten—und in wie weit der ganze obi
ge AuSganz mit der öffentlichen Meinung überein
stimmt, wollen wir gar keine Bemerkungen machen,
sondern einen Jeden stch selbst überzeugen, und
sein eigen Urtheil fällen laßen.
Die au« diesem Irländischen Riot entsprungene
aus den Taschen der Tarbezahler zu kommen hat,
sollen sich zu etwa 3 AVO Thaler belaufen. —
Der Himmel bewahre uns vor mehr solcher Ir
ländischen Riot« !
Die Ursachen.
Ein guter Freund an unserm Ellbogen wünscht
zu wlßen, warum wir da« Zeugniß in Bezug aus
die Rockdale Mordgeschichte nicht im „Patriot"
publizirt haben. —Als Antwort geben wir ihm die
folgende Ursachen - Erstlich wir das
gegebene Zeugniß feiner ganzen Länge nach geben
wollen, welches jedenfalls hätte geschehen müßen,
wenn es unser Wunsch gewesen wäre unpartheiisch
zu handeln, oder beiden Seiten volle Gerechtigkeit
widerfahren zu laßen —so hätte daßelbe unsere Zei
tung wahrscheinlich 2 bis 3 Mal gänzlich aufge
füllt. —Z weiten S —war es bei uns die Fra.
ge. ob ein Auszug aus demselben, während dem
Fortgang des VerhörS (denn als wir zur Preße
giengen war das Zeugenverhör noch nicht geschlos
sen) nicht vielleicht Capital für die eine oder die
andere Seite machen könnte; Und drittens
kamen wir auf den Gedanken dem Gutachten der
Court durchaus nicht vorgreifen zu wollen, indem
dieselbe beim Beginne des Verhörs alle Staatszeu
gcn in ein besonderes Zimmer unter die Aufsicht
eines Beamten gestellt hatte, damit e i n Zeuge
nicht hören konnte, was der andere vor der
Court ablegte. In jener Hinsicht mußten wir der
Court Beifall geben, und waren zugleich der Mei
nung, daß durch eine Publikation des Zeugnißes
diese gute Absicht der Court vereitelt werden wür
de. Dies sind in der Kürze die Ursachen warum
wir jene« Zeugniß nicht publizirt haben.
leinschränkuiig und Reform.
Da« Republikanische Haus der Repreftntanten
hat bereits in den ersten Tagen feiner Sitzung eine
lobenswerlhe Arbeit verrichtet. Daßelbe hat näm
lich ein Bill paßirt um das Canal-Board abzu
schaffen—wodurch, wenn der Loko Foko Senat ge
dachter Bill beistimmt, dem Staat eine schöne
Summe Geld erspart wird. Nach unsern Anstch
ten ist e« aber auch Pflicht daß wir den Stimmge
bern kund thun, wie unsere eigene Reprefentanien
in Bezug auf obige Sache gestimmt haben. Herr
Balltet stimmte nämlich für die Abschaffung
besagter Board, und somit für Sparsamkeit, und
Herr Good stimmte für die Beibehaltung der
selben, und somit gegen Einschränkung und
Reform.
Die Rlagfache des tL. Helfrich.
Aus den Verhandlungen der Supriem - Court,
zu Philadelphia, vom letzten Donnerstage, ersehen
wir, daß dem Pfarrer E. Helfrich ein os
Lrror" in seiner vor einigen Wochen allhiee ab
gehandelten Klagsache erlaubt worden ist. Wann
diese Sache nun vor jener Court weiter besprochen
welden wird, haben wir nicht erfahren.
von DuponlS Pulvermühlen, zu Wil
l mington, Delaivare, ist letzte Woche aufgrflogen,
wodurch 2 Personen ihre Leben einbüßten.
Montag über 8 Tagen nimmt die
spezielle Court allhier ihren Ansang. >
Kom fernen Iveolen.
Vor einigen Tagen erhielten wie einen Brief
von unserm Freund WilliamWalter, ehe
dem ein Lehrjunge in dieser Offis, jetzt aber in
dem Waschington Territorium wohnhaft, welcher
im Monat November in Sawanisch Caunty ac-<
schrieben worden, und aus welchem wir unsern ?e
-fern einen kurzen Auszug wieder geben wollen
„ Ich bin immer mit meiner neuen Heimath
noch recht gut zufrieden, eigne 160 Acker Land und
gedenke mir noch 160 Acker anzuschaffen so bald
es In den Markt kommt, gedenke mich aber nicht
zu Tode zu arbeiten um reich zu werden. Ich wer
de ohnedem In wenigen Jahren unabhängig ge
macht werden, durch die Einnähmen von meinen
Obstbäumen die ich angesetzt habe. Ich treibe die
Bauerei, abe» nicht sehr stark, und werde dirs
auch nlenial« thun. Wenn ich zu irgend einer
Zeit der Arbeit itberdrüßig werde, so nehme ich
meine Flinte, mache einen Spaziergang in den
Wald, und indem ich dies thue, so ist e« nicht sel
ten daß ich einen Hirsch erlege. Wünsche ich ei
ne Quantität Fische, so befestige ich das Thor zu
meiner Fisch Falle bei niederer „Tide," und wenn
dann die niedere Tide wieder kömmt, dann nehme
ich 10 bis 40 Fische, manchmal auch ein halbes
Büschel daraus. Ich nehine dann so viel ich
Ivlluschr zum Etzen davon weg, die übrigen begra
be ich in meinen Baumgarten sür Dünger. JA.
könnte dieselbe verkaufen, allein ich mag mich mit
einem solch kleinen Geschäft nicht abgeben, dt»n
gewöhnlich betreiben die Indianer daßelbe.
Unsere Frazer-River Gold-Aufregung ist so zu
sagen abgestorben. Einige machen freilich gut«
Geschäfte, aber andere thun auch hingegen nicht«.
Wenn je viel Gold dort gefunden wird, so wird
dies im Winter sein, wenn der Fluß am niedersten
ist. Aber ich weiß nicht wo ich lieber sein wollte
al« am Frazer-River hinaus, denn die Kälte ist
dort nicht zu ertragen. Die Indianer wohnen da
selbst im Winter unter dem Grund. Es sind vie
le Goldsucher jetzt dort, aber im Winter dorthin
oder von dort wegzukommen, ist, so zu sagen, eine
reine Unmöglichkeit.
Ich bin sehr neugierig die Berichte vo» eitrer
Spätjahrs-Wahl zu hören. Unsere nächste Post
wird uns die Berichte von wenigstens einigen
Staaten bringen. Ich bin gut mit Zeitungen ver
sehen und Halle auch unter andern die „Ncuyoik
Tribune." Einer meiner Nachbarn frug mich den
andern Tag, was ich von der Sclave r
denke? Ich antwortete ihm, daß ich nicht sehen
könne wie »vir dieselbe los werden könnten, wo die
selbe cxistire, daß ich aber strenge dagegen sei, mehr
neue Staaten für die Neger und ihre Hacken zu
machen. —~Well,'' sagte er, „dann muß m«n
dich einen Schwarz-Republikaner nennen."-Ich
antwortete ihm, daß ich mchtS dagegen hätte, ob
man mich einen schwarzen, weißen oder
grünen Republikaner nenne, nur sollte man
mich keinen Buchanan Demokrat nennen.
Ich muß ihnen auch noch eine kleine Fisch-Sto
ry erzählen. Etwa 10 Meilen von Olympia be
findet sich nämlich eine enge aber lange „Bay,"
und bei hoher Tide kommen manchmal Wallfische
denselben herauf. Durch das hin- und herstoßcn
des Waßers, bilden sich bekanntlich Sandhäufeft.
Well, den andern Tag war ich dort, und wahr ge
nug, einer dieser See-Monster kam herauf.—Ha
dachte ich, hier werde ich wirklich mehr als den
Elephanten sehen, und so geschah es auchi.
Aber dachte ich. wenn du nicht sorgfältig aeoag
bist, dann wirst du auch bald fest selii —und ge
dacht und geschehen war beinahe eins, und ich
sahe seine Länge, etwa 60 bis 70 Fuß, und so war
auch etwa 6 Fuß seiner Höhe aus dem
Ich lief so schnell als Ich konnte für meine Flmte
um ihn, gerade In da« Auge zu schießen, aber al«
ich zurück kam, war er schon wieder los und schein
bar in nicht geringer Angst. Ich schoß ihm in dch
Nücke», glaube aber nicht daß die Kugel ihm viel
wehe gethan hat.
Vor drei Jahren kamen zu drei verschiedenen
Zeiten eine ganze Truppe dieser Wallsische diese
Bay herauf. Eines Nachts weckten sie mich aus
dem Schlafe. Ich stand auf und sahe 8 oder 10
derselbe». Sie giengen wenigstens an dem State
von 10 Meilen die «stunde, und ihr Blasen m<d
Tchnurchen konnte man eine große Entfernung hö
ren.
Ich finde hier viele Wallfisch-Knochen, und oh
ne Zweifel haben die Indianer in frühern Jahren
manche dieser Fische gutödtet, die ebenfalls o«k
obige Weift fest geworden waren.—Diesmal nichk
mehr und verbleibe Ihr aufrichtiger Freund und
Wohiwünscher Lv. U?."
Lorrespondcnz von <vl?io.
Unter dem Datum des 10ten Januars schreibt
uns unser werthe Frem d JosephSchlabach,
welcher ehedem in Northampton Eaunly wohn
haft war, von Medlna Caunty, Ohio, folgen
des !
„ Werthe Freunde --Ich habe in dem letzten
~ Patriot" gesehen, daß der „Joe" von Bethle-'
hem, und ein gewißer E. George von Allentaun
prahlen mit ihren Ställen voll Schweinen, und
Ich möchte daher auch gerne von einem Stall voll
berichten, wenn Ihr so gut sein wollt um es in
den Patriot aufzunehmen. Mein Freund und
Nachbar, nämlich Hr. SamuelMiller, von
Guiiford, früher von Northampton Eaunty, Pa.,
hat diesen Winter 14 Schweine geschlachtet, wel
che gewogen haben wie folgt z
Eine 445 Pfund. Eine 338 Pfund.
" 440 " " 329 "
" 435 " " 328 "
" 414 " " 3lti "
" 411 " 306 "
" 389 " " 302 "
" Ig-, " "
" 349 " Total 5284, und daher im
Durchschnitt 377 Pfund.
Wenn jemand die« bezweifeln sollte, so kann
Ich es mit mehr al» 25 Zeugen beweißen.
In Bezug auf unsere letzte Erndte habe Ich noch
weiter f.'lgendes zu bemerken: Der Weizen war
mittelmä, ig; Roggen gut; Haber sehr schlecht,
und der meiste wiegt nicht über 18 bi« 24 Pfund;
Welschkorn ist gut was davon da lst. aber es hat
nur wenig gegeben, indem es zu dünn gestanden
hat; Heu hat 'S viele« und gutes gegeben; Kar
toffeln aber nur wenig.
Seib ausgangs Oktober bis daher haben wir
die meiste Zeit trübe« Wettrr gehabt—manchmal
Re.-.en und manchmal Schnee. Ende November«
fiel ein 10 bis 12 Zoll tiefer Schnee, welcher uns
eine gute Schlittenbahn für etwa eine Woche lang
gab, wobei das Wetter sehr kalt war.
Unsere Marktpreise sind gegenwärtig wie folgt:
Weizen bringt «l 00 bis 51.05, R-ggen 75,
Weischkorn 65 bi« 70, Haber 40 bis 45, Kar
toffeln 75, Kleesaamen 85.00 ; Butter 16, Eier
>6, Rindfle fch 84.00 bis 85.00 das Hundert,
Schweinefleisch S 5 00 bis 56.31 das Hundert,
». s. w.—So viel von Eurem alten Freund und
Unterschreiber, S."
Noten auf die Pequonilock Bank
von Connecticut sind im Umlauf.
Vertheilung des Militär-Funds.
Gen. Rupp und die Majoren Etting» und
Ruch, versammelten sich als ci» Board von Offi
zieren am vorletzten Freitag, den 14ten Januar,
und nach der Bezahlung des Major-General« des
Distrikts, und des Brigade-Inspektor« desEaun
ties, vertheilten die Bilanz des Militär > Funds in
den Händen des Caunty-SchatzmeifterS wie folgt:
Bei. fällig. Verhältniß.
Allen Reifels, Capt. Good, 603 00 58 03
Allen Jnfantry, " Harte, 378 00 36 38
Lehigh ReifelS, " Ritter, 369 00 35 51
Wbeith. Trupp " Kuntz, 714 00 03 72
Wafchington" "Schlauch 693 00 06 70
Saucon " " Erdman 504 00 48 50
Was». R. Räng. Schloßer 558 00 57 70
Lowhill Jnfan. " Lcntz 468 00 45 04
Lowhill Artill. " Zimcrman.'j42 00 32 9 t
Whcith. Artill. " Bastian 369 00 35 5 l
Jordan Artill. " GauSler 54 00 519
85052 00 8490 19
SS' Man ersieht also hieraus, daß obcnbc
namte Compagnlcen nach dem Gesetz zu etwas
mehr als 85,000 berechtigt gewesen sein würden,
im Fall der Militär-Fund diese Summe betragen
hätte —da aber das Gesetz nun so ausgelegt wird,
daß eine jede Brigade ihre eigene Kosten tragen
muß, so erhielten dieselben somit nun nur 8499
, 19.
Die prügclr» in Harrinburg.
Am 13. Dieses machte der durchgefallene Can
dida! für die Asscmbly, Hr. C. M. D o n o v a n,
(Dem.) vom Lten Distrikt in Philadelphia, einen
meuchlerischen Angriff auf de» gewählten Repre
sentanten, I. M. C h u r ch, (Rep.) zu Harris
burg. Donovan beansprucht den Sitz des Herrn
Church, und während einer Rede gehalten durch
Hrn. Church im Hause, soll er einige Worte ge
sprochen haben, die dem Donovan nicht gefielen,
und Letzterer paßte'daher dem Ersteren auf, als
derselbe durch Stäte-Straße ging und versetzte ihm
mit einem Stocke einen so heftigen Schlag über
den Kopf, daß der Stock zerbrach. Weitere Thät
lichkeiten wurden durch die Umstehenden verhütet.
Donovan wurde verhaftet und in seiner Tasche
fand sich eine Pistole und ein Knüppel (Billy.)—
Der Friedensrichter stellte den Bully unter 1000
Thaler Bürgschaft, sich wegen de« Angriffs vor
Gericht zu verantworten.
Die ausführlichen Berichte über die vorherge
hende Sitzung, der Gesetzgebung ergaben, daß Hr.
Church in seinen Aeußerungen Alles vermieden
hatte, was als persönlich beleidigend ausgelegt
werden konnte. Er hatte nur gesagt, daß er ge
wählt worden sei „trotz der verzweifelst«», verräth
lichsten und schmutzigsten Opposition, die jemals zu
bekämpfen war," er hatte daraus hingewiesen, wie
unhaltbar die Gründe feie», aus denen man feine
Wahl anfechte und hatte schließlich erwähnt, daß
er schon Candida! für die Gesetzgebung gewesen,
ehe der Gentleman, der jetzt sein Recht bestreite,
seine heimathlichen Moorgründe von Irland ver
lassen habe." Sonst findet sich in seiner Rede
nichts, was auf seinen Gegner Bezug hätte, und
trotzdem hat sich Donovan dadurch so beleidigt
gefühlt, daß er Herrn Church auf eine so infame
Weift angriff.
Da« Rowdyweftn greift, wie man sieht, in der
demokratischen Parthei immer weiter um sich. Bei
allen den skandalösen Vorfällen, die zwischen
außerhalb desselben in neuerer Zeit vorgekommen
sind, waren bockdemokratische Bullies die Angrei
fer. So neulich bei dem heimtückischen Anfalle,
den der berüchtigte Englisch auf Montgomer?
machte, so jetzt wieder, wo ein mit Pistole und
Billy bewaffneter Irischer Rowdy, dessen Name
auf dem letzten demokratischen Ticket prangte, ei
nen Abgeordneten des Volks auf offener Straße
niederschlägt.
Der neue Sitzungssaal de« Sundeose
nats
ist 112 Fuß lang und 80 Fuß breit. Ringsum
geht eine 32 Fuß breite Gallerie, auf ivelcher 1200
Platz finden; der eigentliche, für die
Senatoren bestimmte Raum ist also 80 Fuß lang
und 48 Fuß breit. Die Decke ist horizontal und
durch eiserne Balken in Felder eingetheilt, deren
21 mit mattgeschliffenei» Glas ausgefüllt sind und
in der Mitte ein Medaillon in Glasmalerei haben.
Der Saal erhält sein Licht ausschließlich durch die
se« Glasdach, so daß die Senatoren in einem Licht
meere schwimmen, während die Zuschauer in Halb
dunkel sitzen. Auch der Gasapparat ist oberhalb
des Glasdaches angebracht, so daß das Gaslicht
durch dieses fällt und das Grelle, das ihm sonst
eigen verliert. Die Decke ist 35 Fuß über den
Flur. Der Fußboden ist mit 1700 Aard Tip
»ich belegt, der auf einem purpurfarbenen Grunde
ein großes Blumenmuster hat. Die Sitze der
Senatoren sind in drei halbkreisförmigen Reihen
angebracht. Für die Bequemlichkeit der Zuschauer
ist ausreichend gesorgt; für die Damen ist sogar
eine Garderobe und Toilettenzimmer angebracht.
Die architektonischen Verzierungen des Saales sind
in dem zusammengesetzten (römisch - korinthischen)
Baustylt gehalten. Das Nebenzimmer für die
Senatoren ist durchaus aus weißem Marmor; die
Wände find durch 3 Spiegel verziert, jeder von
10 Fuß Höhe und 6j Fuß Breite. Das Vor
zimmer ist mit architektonischen Verzierungen über
lüden ; die Wände bestehen aus vergoldeten Rah
men in k»»« rslief. i» welchen FreScogemälde an
gebracht werden sollen. Auch die Decke ist mit
massiv vergoldeten Rosetten verziert. Die Ein
richtungen für Heizung und Ventilation sind viel
leicht die großartigsten, die man irgendwo in der
Welt finden kann. Das ganze Kapitol, dieser
förmliche Berg von Marmor, wird durch einen
einzigen Apparat geheizt und ventilirt. Acht gro
ße Dampfkessel führen den Dampf nach verschie
denen großen Rohrenknäueln im Souterrain von
wo er in die Heizröhren geleitet wird. Außerdem
treibt der Dampf In jedem Flügel de« Gebäudes
große Fächer, welche fortwährend Luftströmungen
durch die Räume treiben. Es werden solcherge
stalt in jeder Minute 30,000 Kubikfuß Luft durch
den Senalssaal getrieben und diese Quantität kann,
wenn e« begehrt wird, aus 80,000 gesteigert, auch
kann der Luft jeder gewünschte Grad von Feuch
tigkeit gegeben werden.
Bericht des Schul - Superintendent«.
Den Bericht de« Schul - SuperintendentS der
Gemein - Schulen dieses Staats haben wir erhal-.
Un. Da wir aber alle Bemerkungen des Gou- -
vernör« in seiner Botschaft, In Bezug auf gedach
te Schulen haben folgen laßen, welche natürlich al
le« WissenSwerthe berührt, so würden wir unser»
Lesern nur das wiederholen, was wir ihnen bereits
vorgelegt haben, wenn wir denselben in unserm
Blatte nochmals abdrucken würden.
Moderne Amazonen. >
AS»Mary Smith wurde in St. Louis um 50
thaler gestrast, weil sie verborgene Waffen trug, >
»nd Mary RuSby wurde in die Jail erpedirt, weil >
sie dem Richter Lewis im GerichtSsaale ein Tin- I
itnsaß an den Kopf warf. » I,
Tie Botschaft dc»Gouvernöra von (vliio
ist, sagt der PittSburg Freiheit« - Freund, ein un
christlich langes Dokument. Wir entnehmen der
selben aber Folgende«:
Nach den Abschätzungen des CommissärS der
Statistik fanden in Ohio im Laufe de« Jahres
1358 24,!X)t1 Heirathen, 45,V0» Todesfälle, 80,-
l>l)t> Geburtsfälle, S,UW Naturalisationen statt
und ttlMil neue Gebäude wurden errichtet.
! Die Zunahme der Geburtssälle nach dieser Ab
schätzung lst jährlich 35,VU1) und die jährliche
Einwanderung von andern Ländern und andern
Staaten übersteigt, wie man einnimmt, die jähr-
liche Auswanderung um 2<l,l>t>o, wonach sich eine
! jährliche Gesammt-Zunahme von 55, UM oder in
acht Jahren von 4-i»,000 ergibt.
Die neuen Gebäude zeigen, wenn man sechs
Personen für jedes annimmt, beinahe dasselbe
Fortschritts Verhältniß an. Die Bevölkerung
von Ohio zählte im Jahr !850 t,980.329 und
zählt jetzt, weim die so eben erwähnte Abschätzung
richtig ist, 2,420,329 Seelen.
Ohio zählt >2,500 Freifchulen mit 19.873 Leh
ern, 10,497 Schulhäusern und 509,343 Schü
lern, von denen jedoch nur durchschnittlich 355,-
363 jeden Tag die Schule besuchten. Die ganze
Anzahl der Kinder, die das Schulalter haben, ist
, 843,540. Der Schulbesuch ist i-emnach sehr man
gelhaft. Auch fehlt es an der hinreichenden An
zahl gut qualifizirter Lehrer. Die Einführung, von
Normalschulen und Ermuthigung von Lehrer In
stituten wird empfohlen. . . jv
Der Staat hat drei Irrenanstalten mir 579
Patienten ; 240 wurden im verstyssenen Jahre al«
ganz geheilt entlassen. Die gegenwärtige Zahl
der im Staate mag stch auf etwa 2WO be-.
laufen. Der Gouvernör empflehlt den Erlaß ei
nes Gesetzes für Regulirung von Privat-AsylumS.
Das Taubstummen Institut hat l 40 und das
Blinden Institut 105 Insassen. Die Gesammt
zahl der Taubstummen in Ohio wird auf 1-LtX)
und die der Blinden auf 840 geschätzt. Ein Ge?
setz für die bessere Ausstattung, Regulirung und
Leitung der Krankenhäuser wird empfohlen. Die
Zahl der In Kranken- und Zufluchtshäusern- un
tergebrachte» Personen beträgt ungefähr 28lw;
das Verhältniß der Armen zur Gesammtbevölke
rung ist etwa 1 zu 162; das Verhältniß aller
Hilfsbedürftigen l zu 75.
Während des Jahrs 1858 wurden 11,486
scheidung gelangten Neberführungen waren 1309
Mordthaten fielen während des vorigen Jahres
80 vor, Selbstmord 65.
Das Verhältniß der Verbrechen »nd Vergehen
zu der Bevölkerung war 1 zu 203. Das Ver
hältniß der Mordthaten war 1 zu 30,000 ; das
Verhältniß dcr Selbstmorde Izu 36,923. Das
Mißverhältniß der Anklagen und Ueberführungen
zeugt vo» mangelhafter Verwaltung der Crimi
naljustiz. Der Gouvernör hält es für zweckmä
ßig, die Gerichtshöfe bei Ueberführungen von Moid
ersten Grades zu ermächtigen, die Strafe der le
benslänglichen Einsperrung, anstatt Todesstrafe,
zu verhängen, da die Geschwornen häufig ungirn
Verdikte finden, auf welche ei» Todesurtheil noth
wendig erfolgen muß. Der Gouvernör empfiehlt
die Errichtung eines Asyls für Trunkenbolde.
Die Gefammt Einnahme im Jahr 1853 betrug
83,758.721,57, die GesammtauSgabe (einschließ
-85) ""
benen Acker betrug 25,298,963. Der Werth die
ser Ländereien war 8437,183,132 ; der Town-
und City-Lotten 8153,102,315 ; der des beweg
lichen Vermögens 8250.514,034. Eine Bestim
mung, welche die Zahlungen von Taxen in hartem
Gelde oder Spezie - Noten von Staats - Banken
verlangt, wäre nach der Ansicht des Gvuvernörs
sicher, nützlich und nicht unzweckmäßig.
Die Staatsschuld beläuft sich a»f 817,169,-
972,84.
Das Staatszuchthaus bedarf der E»,veiterung.
Das Eapitol geht feiner Vollendung entgegen
Die Verkaufssummen der zum Dienst untauglichen
Waffen sollten zum Bau eines StaatSarftnalS
verwilligt werden.
, Die AMgaben fiir die öffentlichen Werke haben
während Vs letzten Jahrs wieder die Einkünfte
überstiegen, die öffentliche Meinung ist jedoch nicht
zu Gunsten ein Verkaufs derselben.
Der Widerruf deS Gesetzes, welches 10 Pro
reifrage bleiben unverände,^
Schließlich bringt derselbe seine Glückwünsche
zu dem seit dem Herbst 1557 eingetretenen glück
lichen Umschwung in den allgemeinen Geschäfts
verhältnissen dar.
Der Schutzzoll ei» Sedurfniß für hen
Ackerbau Ves Tettens.
„ES hat stch in den letzten 2 lahren," sagt der
„Davenport Dem." in feiner Ruckschau auf da«
Jahr 1358, ~»ufs Klarste dargethan, daß stch
der Westen auf den Ackerbau al» fast ausschließli
ches produzirendes Gewerbe nicht verlassen kann.
Tritt einmal ei» Jahr des Mißwachfts oder schlech
ter Erndte ein, so versteht es sich, daß die ganze
Bevölkerung in schlechte Umstände geräth, und daß
sie verarmt, wenn 2 solcher Jahre auf einander
folgen. Fallen dagegen die Erntten reichlich aus,
so haben die Produkte keinen Preis, und dcr Bau
er und folgcweift dcr Städter kann dennoch nichts
überverdienen. Günstig gestellt ist dieses Agri
cuiturland nur, wcnn zu gleicher Zeit viel wächst
und hohe Preise sind, daher wcnn auswärts, na
incntlich in Europa, wcnig gewachsen ist. Solche
Jahre werden aber immer seltener eintreten, je hö
her der Ackerbau in Europa steigt, und dies ist
dort in dcn lctztcn Jahrcn ln ganz außcrordentli
chcr Weise geschehen. Um diesem großen Uebel
entgegen zu wirken, gibt es nur ein radikales Mit
tcl und dieses Mittel ist die Einführung inländi
scher Industrie, welche für möglichst alle Bedürf
nisse der Art im eigenen Lande sorgt. Dadurch
wird die ganze Summe der Werthe, die jetzt für
Jndustrieprodukte ins Ausland geht, gespart, und
es wird durch die hier arbeitenden Industriellen ein
innerer Markt geschaffen, dcr die Preise der Land
produkie aus dag Doppelte und mehr steigern kann.
Alles dies sind keine Phantasien, sondern durch die
Erfahrung bewährte Sätze, die gar kcincm Ziveifcl
unterworfen sind. Hierauf und auf die gegen
wärtige bedrängte finanzielle Lag« gestützt, sollte
der Nord-Westen wie Em Mann aufstehen und den
geben zu einer raschen industriellen Entwick.lang >
Rührt stch nicht das Volk, so wird der Congreß >
Nichts oder nichts Ninnenswerthes in dieser Sa- j
che thun, sondern höchstens für bkhe?.' Z?lleinnah- >
men sorgen, ohne auf den Schuß »er Jndustric s
bcdacht zu scin. Ein« solche Volksbewegung und ,
eine würdige Aufgabe für das Voll i n Jahr >859 :
Und es würde darin von einem grcß.n Theile der l
östlichen Staaten unterstützt werden.-(F. Freund.' 5
verwegener Straßenraub.
Ein Ehester Eaunty Correfpondent de« Lan
. easter "Expreß" schreibt, daß am vorigen Dien
stag al« Herr G. W. Gorrecht, Fruchtsächer-Fa>
brikant, von dieser Stadt, durch Vincent Taun<
> schip, Ehester Caunty, reiste, wurde er von dre
Raufbolden angehalten, die ihm fein Geldabfor>
> derten, welche« ihnen aber verweigert wurde.—
Sie machten dann einen Angriff auf ihn, indem st
ihn auf die grausamste Wczse mißhandelten, und
zweimal auf ihn fchoßen. Zwei Kugeln ginget
durch seinen Hu». Herr Vorrecht wehrte sich tap>
fer gegen die Räuber und es entspann sich nun ei»
. verzweifelter Kampf mit ihnen. Er verwundet!
einen der Raufbolden dreimal mit feinem Taschen
messer und schlug den andern nieder mit eine»
Steine. Endlich aber überwältigten sie ihn un<
' ihm etwa 8260 Geld «nd eiMer Versprechung«.
Noten zum Belauf von 8100 beraubten. Sil
rissen seinen Rock ab und schnitten die Stiefel»
von seinen Füßen los» indem sie glaubten, daß e>
5 noch mehr Geld an seiner Person verborgt hätte
Die Operationen der Räuber wurden durch da,
° Herannahen des Herrn John I. Mieley gestört
' da sie sich dann aus dem Staube machten. Her
' Mieley fand die Zeichen eines harten Kampfe« vo
e feinen Augen; der Boden war mit Blut besteckt
Herr Görrecht lag beinahe nackt auf feinem Rück
' en tind war unvermögend auszustehen. Bis e
ihm geholfen hatt» seine Kleider anzuziehen und e
' etwas wieherstellt war, waren die Räuber entflo
hen, und der verletzte Mann war noch zu fchwaö
um schnell zu fahren. Man hofft jtdoch, daß dl
und vor G ericht werden gebrach
> Seitdem Obige« aufgesetzt «ar, ist Herr Gor
' recht nach Hause Mückgekehrt unH sein Aussehe
' beweist, daß er in einem verzweifelten Kampf be
thelli'gt gewesen war. Er bestätigt die oben an
S gegebenen Ewzelnbei-ten. ausgenommen daß di
VersvrechungSnoten wieder erlangt wurden, da di
> Räuber das Taschenbuch in welchem dieselben ent
? halten warek, nachdem sie das Geld daraus ge
» nommen hatten; auf der S<raße liegen ließen.—
e Nachdem die Raufbolden lhr Opfer bemeistert hat
> ten, wandten sie Chloroform an, durch wklches e>
lauert halten. An jenem Tage band er sein Pferl
5 an der Straßenseite und ging nach einem Bauern
- haus, um dort eine Rechnung zu colleetiren. M
- er zurückkehrte, fand er, daß sein Pferd gelähm
war und nach genauer Untersuchung cntdeck»? er
z daß ihm ein scharfer Nagel in seinen Huf getriel«
worden war, augenscheinlich mit der Absicht es z»
lähmen. Dies erklärt warum Herr Gorrecht z>
. Fuße gieng an jenem Tage als er angegriffen war
Herr Gorrecht beschreibt den ersten dieser Rauf
bolden, welchen er mit seinem Messer verwundete
als einen sehr rauh aussehenden Kerl, ungefähr
. Fuß 7 oder 8 Zoll hoch mit einer großen Narb
an seiner Nase. Der zweite, den er mit einen
b Steine an der Backen traf, und er vermuthlich da,
Merkmal noch trägt, hat ein mehr artiges Anse
hen und einen großen Schnurrbart, und trägt ein
goldene Uhrkette. Der dritte war eine Person vo»
, kleiner Statur mit glattem Gesicht und welche»
, Händen, und Herr Gorrecht glaubt, daß diefelb«
sei eine verkleidete Frauensperson.
Der Vater des Herrn Gorrecht bietet eine Be-
lohnung von 100 Thalern an—so Thaler für dl
Wiedererlangung de« Geldes und 50 Thaler fü
die Verhaftung und Uebersührung der Räuber.—
Wir hoffen daß es der Polizei gelingen »verde dl
Schurken zu verhaften. —(Volk Sfr.
Antrag im SHnat auf Ankauf von <tub,r>
Am 11. Januar brachte, Hr. Slidell eine Bil
' »in, welche eine Verwilligung festsetzt, um den Er>
> merb von Euba zu erleichtern. Sie lautet also
Da die Insel Euba in geographischer Bezie-
hung einen gebietende» Einfluß über den großer
und jährlich immer mehr anwachsenden fremde,
> und Küstenhandel des Mississippi Thal« ausübt
»nd die Insel In ihrer jetzigen Lage als Colonil
eine Duelle von Unrecht und Verdrießlichkeile»
bleiben muß, indem sie die freundlichen Beziehung.
i i en zwischen Spanien und der Ver. Staaten durä
> Angriffe ihrer Svkalbehörden auf den Handel unl
die Bürger Amerikas gefährdet, wogegen nur duril
die umständliche Besch»«rde in Spanien Genug
, thuung zu haben ist;
Und da »ach Ansicht des CsngreffeS eine Ueter«
einstimmung mit der Meinung des Präsidenten al<
. letztes Mittel, dies» Schwierigkeiten z« beseitigen
es geeignet erscheint, daß Verhandlungen iber de,
Ankauf der Jnftl erneuert werden sollten,
Deshalb sei beschlossen, daß 30 Millionen Tha
ler dem Präsidenten zu Hand gestellt werden, zu,
betreffenden Verwendung, entweder aus dem Schatz
des Staat«, oder von einem Anlehen mit 5 pvo
zentigen Bond« zu je einen« Thaler, nickzahlba,
in 12 oder 20 Jahren.
Franklin und Marschall ck'sNegimi».
Das Winter-Semester dieser Institution nahm
am vorigen Donnerstag seinen Ansang, bei wel
cher Gelegenheit der Ehrw. Dr. Nevin die Eo>
bffnungS-Addresse hielt. Da« Collegium befin
det sich in einem blühenden Zustande und man hegt
die Hoffnung, daß e« an einem nicht weit entfsri»-
ten Tag feinen Platz unter die ersten Erziehung«-
Anstalten des Lande« einnehmen wird. Es ist ei
ne Zierde unserer Stadt und Caunty und sollte
von unsern Bürgern, welche Söhne in der höherer
Gelehrsamkeit zu erziehen haben, gehörig geschätzt?
und unterstützt werden.—(Lanc. Voiksfr.
. Spitzbübereien.
Die ~Znd. Fr. Pr." berichtet, daß die Zeitung
~Demokratische Platform," die während des Wah
lkampfes vo» 1856 von der demokratischen Partei
des Staates Indiana herausgegeben wurde, auf
Papier gedruckt ward, welches dem Staate gestoh
len worden war. Die Druckerei de«,, Sentinel"
in Indiana hat in 4 Jahren vom Staate 886 000
gezogen. Die da draußen scheinen den Rummel zi»
versteh».
diesjährigen Vermiethen der Bänke t»
der Kirche de« Ehrw. Henry Ward Beecher ia
Brooklyn brachte die erste Auswahl ein Prämium
von 8160. Der ganze Erlös war 824,642, und
dennoch mußten Viele leer ausgehen, da alle Sitze
besetzt waren.
(Eingesandt.)
HerrenDruckerlndem so diel »o»
großen Schweinen und langen Ziveigen In de», Zei
tung , die Rede ist, so möchte ich Sie ersuchen
gleichfalls dem Publikum kund zu thun, daß wir
in Nord-Wheithall Taunschip auch etwas Gro
ßes haben—und es ist dies ein Aepfelbaum, wel
cher auf dem Lande des Hrn. DanlelGroß
steht, und ivelcher 12 Fuß und 4 Zoll im Umfang
mißt. Das ist eine ungeheure Dicke für ein Ap
selbaunl, und ihn zu bieten ist »ine große Schwie
rigkeit. Besagter Baum hat Beste welche schon
verschiedene Jahre Aepjel genug getragen haben,
um 3 Barrel Seider davon zu machen—aber im
letzten Jahr hat er ebenfalls mit seinen übrigen
B.üder geruht, Nord-N'brithall. I