Der lecha patriot. (Allentaun, Pa.) 1848-1859, October 11, 1849, Page 2, Image 2

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    Necha Valrwt. .
Attenkam», Qktol». RI, >
Der magnetische Telegraph s
Unsere Leser werden sich erinnern, daß
wir vor einiger Zeit meldeten, daß bei einer '
Versammlung der hiesigen Stockhalter der
..Telegraph Gesellschaf t," Herr I o
fevh Weißals der Operateur für die hie
sige Station erwählt worden fei. Wir ha
den denselben aber nun kund zu thun, daß '
der President derselben, der, wenn man ihn '
nach seinem Betragen in diesem Fall beur
theilen darf, ein rechter „ Kürbißen>K o p 112
scin mnß. eine andere Person, die in Phila-
delphia wohnhaft sein soll, als Operateur
angestellt hat. Derselbe hat also den Wil >
len einer Mehrheit der hiesigen Stockhallcr
nicht geachtet—ja geradezu mit Füßen ge- '
treten und zugleich zu eikennen gegeben,
daß er nicht glaubt daß wir hier Jemand
hätten, der die Stelle bedienen kann—und
ein Mann der sich einer solchen hochhändi
gcn Vergchung schuldig machen kann, muß
von allen rechtlich denkenden und republi
kanisch gesinnten Bürgern mit tiefer Ver
achtung angesehen werden. Nicht nur bei
einer Abstimmung hat sich die Mehrheit
der hiesigen Stockhalter zu Gunsten des
Herrn Weiß ausgedrückt, sondern sogar bei
Zwe i—und doch hat der President sich von
einigen Menschen, über deren Betragen sich
in der That ein Jeder höchstens erstaunt,
der mit dieser ganzen Sache bekannt ist, sich
als ~W ach s na se" gebrauchen, und sich
so weit verleiten laße», eine andere Person
zu ernennen. Es wird zwar gesagt - Ja.
obige Wahl war nur um eine Person als
Operateur zu recommandiren." Gut,
—hat aber dann eine Mehrheit nicht Herrn
Weiß zweimal recommandirt? Gemeinte
Heirn sagen auch: „Ja, es war Unzufrie
denheit." —Glauben dann diese elende Tiöp
fe, die dazu verholfen haben, daß der Wil
len der Mehrheit der Stockhalter mit Ver
achtung zurückgestoßen wurde, daß nun, da
der Wunsch der Minderheit ausgeführt wor
den ist, die Mehiheit zufrieden fein würde ?
Wenn sie das glaube», so geben sie ja in der
That schnurstracks zu, daß sie glauben die
Mehrheit würde bereit sein mehr männlich
zu handeln als wie sie—ja sich durchaus
nicht so kindisch, läppisch zu betragen, wie
sie gethan haben. Sei dem aber wie ihm
wolle —das Betragen gegen die Mehrheit
der Stockhalter und gegen Hrn. W e i ß ist
ein solches, daß es an Unverschämtheit wirk
lich seines Gleichen sucht. Herr Weiß ist
nebenbei gesagt einer unserer respektabelsten
Bürger dieser Stadt—ein Mann der höchst
schicklich für jene Stelle gewesen sein wür
de ; indem er einer unserer vertrautesten
Bürger ist, und daß er die Pflichten getreu
lich erfüllt haben würde, weiß ein Jeder.—
Allem diesem was wir hier von Hrn. Weiß
gesagt haben, dürfen sich feine Beleidiger
in dieser Sache nicht unterstehen zu wider
sprechen.
Für diesmal wollen wir unsern Artikel
suchen zu einem Schluß zu bringen, und ei
ne andere Gelegenheit abwarten, um alle
diese Herren die sich unterstehen dürfen, den
Willen der Mehrheit der Stockhallcr auf
eine solche niedrige Weise zu verachten, mil
Namen zu nennen.
Wir wißcn wohl waZ wir hier thun. —
Wollten wir uns vor Feindschaft fürchte»,
so würden wir diesen Aitikel gewiß nicht
schreiben; denn unter diesen Herren befin
den sich Pcisonen, die uns ohnedies schon
längst nicht mehr hold sind, und wir wißen,
daß gerade wegen obigem Aussatz noch Meh.
rere sich zu ihnen gesellen werden. Allein
dieS achten wir durchaus nicht. Wenn es
einmal so weit in der Welt gekommen ist.
daß man jede Ungerechtigkeit stillschweigend
übergehen muß, dann wünschen wir ferner
hin nichts mit der Herausgabe einer Zei
tung zu thun zu haben. Wir haben also
diesen Artikel pflichtgemäß erscheinen laßen,
und sind willig es mit den Folgen auszunch
mcn ;—denn Üngcrechligkeil kann nur eine
kurze Zeit bestehen, wo sie dann vor derGe
lechligkeit weichen muß.
Wie es vor diesem Vergehen schien, ein
Vergehen das nur in Königreichen sein Glci
chen finden kann,—da wo der Volkswille
von keinem Werlh ist—so hatte man alle
Hoffnung, daß die Compagnie gute Ge
schäfie machen würde—allein durch diesen
Schrill wurde derselben ein Schlag versetzt,
den dieselbe nicht so leicht zu überkommen
im Stande sein wiid.
Wie wir vcrnchmcn, so gedenken einige
der Stockhallcr, die noch dafür sind, daß
dem Willen der Mehrheit Gehör gegeben
werden soll— ja daß die Mehrheit nach der
alten republikanischen Weise regieren, und
denn Rechle durchaus nicht durch einen an
gestellten Diener auf eine solche fchändli
che Weise mit Füßen getreten werden soll
nun eine Klagsache gegen die HerrenGoell
und S cd a w zu stiften, sür die Wiederer
langung ihrer einbezahlten Gelder, —und
uns scheint es klar zu scin, daß dieselbe ih
nen wieder werden müßen; indem genann
,e Herren sicher den Vorschriften des Frei
briefs in veischiedcnen Hinsichten nickt nach
gekommen sind.—Dies mag unter den jetzi
gen Umständen jetzt der beste Weg sein ; in
dem tic Gesellschaft sicher nun nur schlecht
Geschäfte macken wird; da solche die glau
ben daß nur die Mehrheit-unddurch
aus nichts weniger—regieren soll, die
selbe, ihreS Gefühls wegen, durchaus nich
begünstigen können.
Mhigsieg in Maryland.
Bei der am 3len Dieses in Marylan
oehallenen Slaaswahl haben die Wl?igc
trotz den außerordentlichen Anstrengunge
ihrer Gegner, vollkommen über alle Oppc
sition gesiegt, indem sie sicb einen Whr
Senat, eine Whig HauS von Dclegater
ein Whig Bereinigten Staaten «enatoi
„Nd3 oder 4 Whig Congr.ßglieder gtl'chcr
haben.
Journalistik.
Protestantische Zeitblätter. Eine Moch.-n
-schnfi zur Ä.l.hrung und 6Na>n»-g denkgläubiger
(llirist.n.
Dies ist der Titel einer sckönen und ohne b
Zweifel auch nützlichen Zeitschrift, welche ftil <Z
einem halben Jahre von Hr». Friedrich 112
Stahl in Cincinnati herausgegeben wird. 5
Diese Zcitblätter enthalten hauptsächlich re> e
ligiöfe, belehrendeAufsätze, und vertheidigen c
in gewisser Hinsicht de» Protestantismus r
gegen den Katholizismus. —Die Subscrip c
tionsbcdingungen waren in den uns zugc- i
schickten Nummern nicht enthalten. l
<
Der Erzähler am j?l,io. Ein Volkvbl.M zur
Ben diesem Unterhallungsblatt, das eben
falls in Cincinnati bei Hrn. Stahl heraus >
kommt, ist uns die erste Nummer zugekom '
mcn, mit folgendem Inhalt: Bier Monate <
unter den Goltsindern in Californicn —Die >
Piraten des Mississippi—Die Pariser Lum> !
gensammler Eierfritze —Witzfunken des !
Beiliner Kladderadatsch, etc. ES enthält >
16 eingedruckte Seiten und kostet 2 Thaler >
jährlich in postfreier Vorausbezahlung.— I
Wir sind gerne erbötig, für beide obige l
Blälter Unterschreibe? anzunehmcn. >
..Föderal Lügen."
Gerade wie wir vermutheten, so ist es ge-
kommen. Nachdem der Republikaner in
seiner vorletzten Nummer so recht wacker über
„einige der Föderalisten," wie er die Whigs
nennt, hergefallen war, sie als „Föderal
Lügen Krämer" hinzustellen gesucht, und !
die Thatsache, daß-Herr Marr für die Aus
dehnung des Nordzweig Canals gestimmt
hat, als eine „grobe Lüge" bezeichnet
halte, nahmen wir, begierig den Stimmge
bern die reine Wahrheit zu sagen, die Tage
bücher der Gesetzgebung zur Hand, und das !
Resultat unserer Forschung haben wir in
unserer letzten Nummer bekannt gemacht,
indem wir durch einen Auszug aus dem
Tagebuch unwidersprechlich bewiesen haben,
daß Herr Marx wirklich für die Ausdehnung
des besagten Canals gestimmt hat, und daß
also diejenigen Whigs, die solches behauptet
haben mögen, nicht gelogen haben. —
Wie denkt Ihr aber nun, liebe Leser, daß
sich diese sauberen Herren aus der Klemme
zu helfen suchen ? Glaubt Ihr etwa sie seien
ehrlich genug, ihre grundlosen Schimpfereien
zurückzunehmen und die Wahrheit zugesteh
en ? Nein, weit gefehlt, so Ihr das glaubt!
Anstatt dies zn thun, machen sie ihre Schande
größer und behaupten, es sei nicht so wie es
in den Tagebüchern stehe (man sehe nur den
letzten Republikaner) und machen somit auch
jene Stelle im Tagebuch zu einer „Föderal
Lüge!"
Wenn nun dieses nicht hinreichend ist,
allen Nachdenkende» und Wahrheitslieben
den, die sich bisher noch mit dem heuchleri
schen Verhalten unserer Gegner täuschen
ließen, die Augen zu öffnen, so daß sie das
verächtliche Benehmen derselben in seiner
wahren Gestalt wahrnehmen können, so ist
auch alle weitere Bemerkung von unserer
Seite jetzt vergebens, und wir überlassen es
Knappes Entkommen.
Ein Mann, sagt der .Germantaun Tele
graph,' welcher vor einigen Tagen in dieser
Nachbarschaft in einen bedeckten Brunnen
stieg, um denselben zu reinigen, entkam nur
mir knapper Noth einer großen Gefahr.
Er befand sich kurze Zeit darin, als er un
wohl wurde, und gab deshalb durch Zeichen
zu veistehen.daß man ihn heraufziehen möge.
Doch, als ihn der Strick erreichte, womit
man ihn heraufziehen wollte, war er bereits
so schwach, daß er ihn nicht gehörig unter
den Armen befestigen konnte; der Strick
fchlippte und kam um feinen Hals, und
ohne daß die oben befindlichen Personen die
sen Umstand bemerkten, wurde er so (den
Strick um den Hals) bis zum Rande gezo.
gen. Er gab kein Lebenszeichen von sich,
erholte sich jedoch bald wieder. Dies kann
in der Thal ein knappes Entkommen ge.
nannt werden ; denn beiseilMeiiier Hülss-
losigkeit, wurde das darauffolgende Halszu
schnüren noch durch ein körperliches Gewicht
von 350 Psund befördert.
Sonderbarer Vorfall.
Es wird gemeldet, daß neulich während
dem Gottesdienst in der Mount Calvary
Kirche in Baltimore, ein kleiner Bäuty Hüh
nerhahn durch ein Fenster in die Kirche hin
l einflog und sich auf den Hintertheil eines
Sitzes ohnweit der Thüre niederließ. Als
- der Küster versuchte den ungebetenen Gast
> hinauszujagen, flog derselbe den Kirchen
gang hinauf und ließ sich auf einem kleinen
> Conimunion-Tisch am Altare nieder. Als
, die Orgel zu spielen ansing, sing er aus Lei
> beSkräften zu krähen an. wodurch nicht we
nige komische Gesichter und ein vernehmli
r ches Kichern unter den weniger ernsthaft
i gestimmten Gliedern der Gemeinde verur
i sacht wu>dcn.-(Bolköfreund.
Ludwig Rossnth
soll neulich folgendermaßen sich geäußert
haben : Es kann ei» Unglück mich treffen,
welches es sein mag. Ich kann Leiden aller
, Art zu erdulden haben, ich kann auf dem
' Schaffot sterben, den Schierlingsbecker trin-
I ken, in's Eril wandern müssen. Aber ein
„ Unglück, und das größte, kann mich nicht
treffen, „daß ich nämlich je wieder ein U»
terihan der östreichischen Dynastie werde!"
__AZenn der Kaiser von Oestreich viele sol
cher Art Unterthanen besitzt, steht's schlimm.
Selche entschiedene Aeußerungen gehen selbst
über die östreichische Gemüthlichkeit.
> Macht der Einbildung.
' Eine «irische Frau bat sich unlängst in
Boston von dem Coroner den Strick aus
mit welchem sicd ein Mann erhängt hatte
um, wie sie sagte, das King's evil (Flech
damit zu kuiiren, und band eS für dre
Tage lang um ihren Leib. Am letzter
Donnerstag brachte ihr Mann den Srric!
6' wieder zuriick und versickerte, daß feine Fear
" gänzlich von der Krankhnt geheilt fei.
Canad a.—Die Stadt Toronto ist.zu
n Strafe für die in Montreal am Pariamen
r verübten Gewaltthaten, zum Sitz dercanadi
ri sckcn Regierung für tic Zukunft gewähl
i worden.
Nnglncksfälle und Feuer.
Sii m nytau n. Montags am 24.
Sept., Nachmittags zwischen 3 und 4 Uhr,
befand sich der Pflegsohn des Herrn Michael
Scholl, unweit Tyleröport, ein hinterlas
senes Kind von dem verewigten Joseph
Thomas, auf einem Wagen, worauf noch
ein Pflug gelegt was. als plötzlich das Pfeid
absprang, wodurch der Knabe herunterge
werfen wurde, und, entweder durch ein Rad.
oder durch den Pflug, was der Knabe selbst
nicht wußte, eine solche Verletzung erhielt,
daß er nächstfolgenden Mittag feinen Geist
aufgab.—(Bauernfreund.)
Ilugliick beim Wallfischfang.
Des Neu Bedsord Mercury meldet, daß
ein Brief von Herrn Crowell, dem ersten
Offizier der Barke Janet, berichtet, daß
Capitän Hosmer und eine aus fünf Perso
nen bestehende Bootsmannschast beim Wall
sifchfang am 25. Juni verloren giengen, da
durch, daß sie von einem Wallfisch zur See
hinunter gezogen wurden. Capitän Hos
mers Boot war an einen Walisisch befe
stigt. welcher das Boot ausserhalb den Ge
sichtskreis des Schisses schleppte, und, wie
man vermuthet, in Folge davon, daß sich
das Tau nicht abwindete, das Boot in die
Tiefe hinunter zog. Das Schiff kreuzte
nachher mehrere Tage in der Nachbarschaft,
ohne eine Spur von dem Boot oder der
Mannschaft zu finden,—(Volksfreund.
Todesfall durch den Bist einer Ratze.
Die Whccling Gazette meldet zwei in je
ner Stadt erfolgte Todesfälle, welche durch
Bisse von Ratzen veruisackt wurden. Ein
Kind des Herrn Henry CottS, wurde vor
ungefähr zwei Wochen im Schlafe in die
Lippe gebissen, und starb am Montag. Ein
anderes Kind, welches zur nämlichen Zeit
gebissen wurde, erholte sich wieder. Philip
Potcna, ein Knabe von 17 Jahren, entdeck
te vor ungefähr acht Tagen eine kleine
Wunde auf seinem Kinne, gerade unterhalb
der Unterlippe. Die Wunde dehnte sich
fortwährend weiter.aus. sein Gesicht schwoll
auf eine furchtbare Weise an, begleitet von
allen Anzeichen einer thierischen Vergiftung,
und am Dienstag starb er. Sein Tod,
glaubt man, fei ebenfalls durch den Biß ei
ner giftigen Ratze verursacht worden.—ib.
Zerstörende Feueröbrnnst
In der vorigen Freitags Nacht brach in
einer ausgedehnten Reihe von Stallungen
in der Stadt Neu H)ork. jn welcher unge
fahr 400 Stück Kühe gehalten wurden, wel
che verschiedenen Milchmännern angehörten,
welche die Stadt mit Milch versahen, Feuer
aus, das sich mit so großer Schnelligkeit
ausdehnte, daß keine Löschung mehr möglich
war. Das ganze Gebäude wurde in Asche
gelegt, und in demselben kamen, wie man
glaubt, 200 Kühe und zwölf Pferde in den
Flammen um. Auch zwei menschliche We
sen verloren ihr Leben durch das Feuer. —
James Kigan, welcher suchte seine Kühe
aus dein Stall zu retten, wurde in dem
Versuch durch den Rauch erstickt und z>«
Tode gebrannt. Eine Frau, welche in ei
nem Schänty hinter der Stallung
Skippact, (Mcntgrmcry Co.) Okt. S.
Ein Kind verbrannt.
Vorletzten Freitag verbrannte zufälliger
Weife ein 3jähriges Töchterchen des Hrn.
Andreas Shainline, von Bridgeport. Ober
Merion Taunfchip, indem seine Kleider
Feuer fingen. Wie es scheint, waren einige
von der Familie am Springhaus mit Frucht
Einmachen beschäftigt: das Kind kam un
bemerkt dem daselbst brennenden Feuer zu
nahe, und noch ehe man es entdeckte, stan
den seine Kleider in lichten Flammn. Ihre
Schwester eilte zu ihrer Hülfe herbei, allein
ehe sie die Flammen löschen konnte, war die
Kleine so schwer verletzt, daß sie fast augen
blicklich starb.
Scheu ervom Blitz get rissen.
Eine, dem Hrn. Michael Raudrnbufck
zugehörige Scheuer in Ober Prividence
Taunschip. und im Besitz von Hrn. George
! Walter. wurde am 17sten Sept. vom Blitz
getroffen und mit dem ganzen Jnhilt zer
' stört. Der Verlust auf Seiten de! Her, n
Walter ist sehr bedeutend : er verloiall sein
Heu, Frucht und Flauer, weiches in der
Granary aufgespeichert war, so w» seinen
> ganzen Kartoffel Ertrag, welchen e erst ei
nige Tage zuvor ausgemacht und tif dem
Treschfloor gelegt halte, um die KNoffcln
zu assortiren.—Sein Verlust soll Ich auf
i 400 Thaler belaufen.
' nämlichen Tage schlq cben-
falls der Blitz in die Scheuer de Hrn.
John Huston in Springsitld, weihe mit
' dem ganzen Inhalt niederbrannte.
' voriger Woche branle ein
dem Hrn. Samuel Kulp von Nictr-Sal-
ford gehören der Främstall, nebst
tem Wagenfchop und Scdweinehll ab.
Wie das Feuer entstand, haben «> nicht
° genau cifahren können.—(Neutralü)
Feue r—Am Montag Abend zwchen 10
t und II Uhr brannte die Scheuer, ' Besitz
>. von John D. Apple, in Ober SalforTaun
r fchip.clwa '/»Meile unterhalbSuniiitaun,
' mit allem Inhalt bis auf den Gmd nie
' der. Die Scheuer war ganz neu nd das
" Eigenthum von Jonas Ettinger. Eie Kuh
t und neuer Wagen sind mit verbrann Und
Ucbcrlcibfel von einem menschlicheWescn
" sollen in den Ruinen gesunden wor« sein.
Noch Eins. —Am letzten Freitabrann
" te die Schener, das Wohnhaus umändere
st Nebengebäude des Hrn. I ohn Areres,
in Worcester Taunschip, MontgomrüCaun.
»,, mit beinahe allem Inhalt gänjb dar
nieder. Zwei Pferde sollen zu Ae ver
" brannt sein. Wir haben nicht gört wie
das Feuer entstanden, oder ob etiis ver
sichert ist.—(Bauernfreund.)
ei wurde am Abend>es 30.
n Sept. abermals von einer großcnieuerS
ck brunst heimgesucht, welche 14 Gaude in
u Asche legte, und für das Werk eineÄrand
stifters gehalten wird,
n In Cleveland, Ohio, brate das
it Theater und fünf andere
i- Man glaubt, das Feuer sei angele wor- i
li den. DaS Theater, worin daS Fer aus-1
brach, war nicht versichert.
Capitel von Allerlei.
der treulichen Ackerbau Ausstel
lung zu Newtown, Bucks Caunly, machte
Herr S k i n n e r, in seiner Rede die viel
sagende Bemerkung, daß alle Präsidenlc der
Bereinigten Staaten, ausgenommen zwei,
zu Gunsten der Beschützung einheimischer
Industrie gewesen seien, nämlich, für Be
schützung : Waschington, Adams, Jefferson,
Madison, Monroe, I. Q- Adams, Jackson
und Taylor; gegen Beschützung: Ban Bu
ren und Polk.
zrF'ln Deutschland befinden sich über
eintausend große und kleine Prinzen, welche
jährlich über 200 Millionen Thaler vom
Volk erhalten; während ein Arbeiter 18
Stunden aus 24 arbeiten muß, für 72 Cts.
die Woche! Das ist noch ein beßerer Tag.
lohn als ihn lameS Buchanan haben will,
lii Cents per Tag.
Körper einer todten Person in
Mannskleidern wurde in vorletzter Wocke
im großen Miamifluß gesunden. Bei nä
herer Untersuchung stellte es sich als der
Körper einer Weibsperson heraus.—Eon
derbar.
Falsche Goldstücke, Halbadlcr, sol
len in Umlauf und so gut nachgemacht sein,
daß es beinahe unmöglich ist ihre Unächt
heit zu entdecken. Auch kommen sie dem
richtigen Gewicht so nahe, daß nur die rich
tigste Waage den.Mangel zeigen wird.
In Illinois ist eine Bauern von
27,W0 Acker, Der Eigenthümer deiselben
zieht in diesem Jahre 13.000 Acker Welsch
körn, und ein Feld darauf enthält 3,0V0
Acker. Dies würde an 50 Büschel per Ack
er, 650,000 Büschel geben.
HLK'Die Stadt Paris wird mit Speise
versorgt von 601 Bäckern, 480 Butsckern
und 1,720 Restaurateurs —mit Trans von
3,182 Wein, Bier und Liquörhandlcr—mit
Kleidern von 5.812 Schneidern enthält 32,-
002 Logierhäusern und 22 Theater.
lllinois schenkt man der Erzeu
gung von Wolle bedeutende Aufmerksam
keit. In Peoria Caunly sollen sich 30,000
Schafe befinden, von welchen ein gewißer
Bischof Chase allein eine Heerde von 2000
eigne».
Zcs"Unter den Juden in London ist nicht
ein einziger Cholerasall vorgekommen.—
Dies schreibt man der strengen Beobachtung
der in ihrem Gesetz enthaltenen Reinigungs-
und andern Berhaltungs Regeln zu.
dem Philadelphia ~North
American, vom 1. Okt. ist die glaubwürdige
Privatnachricht in jener Stadt eingelaufen,
daß Hr. Calhoun feinem Sitz« im Senat
der Ver. Sl. bald entsagen wolle.
ZcF'JnNcu Orleans angekommene Nach
richten aus Corpus Christi melden, daß die
Comanche Indianer einen Kriegsrath ge
halten und beschlösset hätten, die Grenzbe'
wvhner von Texas mit Krieg zu überziehen.
AtS'Ein Herr Martin Lane, zu Cam
bridge. Mass, soll in seinem Garten einen
dreimal Frucht brachte und jetzt zum vierten
Mal in Blüthe steht!
North Shields ( Schottland) soll
neulich aus der Schulter eines Frauenzim
mers eine Nadel genommen worden sein,
die vor 15 Jahren durch Zufall in einen ih
rer Finger getrieben wurde!
gaii>c Belauf von tarbarem
Eigenthum in Boston für dieses Jahr ist
174,103,W0 Thaler, welches eine Zunah.
Me von über 6 Millionen seil letztem Jahr
ist-
der Stadt Glasgow besteht eine
Gesellschaft, welche solche Hausfrauen eine
Belohnung ertheilt, die in 3 Monaten die
reinsten Häuser in unreinen Lokalitäten hal
ten.
Jemand gibt die Auslegung des
Worts Nirgendswo--,>Ein Platz, wo noch
kein Yänkie war und auch keiner hinkom
men wird."
HcK'Etwa 150 religiöse Zeitschriften er
scheinen in diesem Lande, die zusammen
über eine halbe Million große Bogen wü'
chentlich drucken.
Partien von Waschington in
diesem Staats hielten letzte Woche eine Eich
horn Jagd, wabei 083 Eichhörnchen erlegt
wurden.
dem 2ten April bis zum I sten
October sind im Durchschnitt täglich etwa
896 Emigranten im Hafen von Neuyork ge'
landet.
finden in einer Wechsclzeitung
daß in unserm Nachbar Caunly Berks et
wa 60,000 Gallon Wein jährlich gemacht
werden.
Cincinnati befinden sich 4!)0 lei
senzirteLiquorhäuser, wovon etwa Isodurch
Amerikaner und 350 durch Ausländer ge
hallen werden.—(Jnquirer.)
HL-L'Jn den Bleiminen zu Little Rock,
Arkansas, soll neulich ein Klumpen Blei
(nicht Gold) gesunden woidcn sein, wel
cher 7 Tonnen wog.
HLK'Nach dein gegenwärtigen Verhält
nisse der Zunahme wild die Bevölkerung
der Bereinigten Staate» im Jahr 1900 sich
auf über 100 Millionen belaufen.
ZLL'Man berechnet, daß in Paris 17,-
000 Personen sind die es im Gebrauch
haben sich „viehisch" zu betrinken.
ZcK"Eine Miß Catharina Beecher hat
1000 Thaler zur Errichtung einer hohen
Schule für Damen in Milwaukie gegeben,
Matthew, der Mäßigkeitsa
postel, gedenkt im nächsten Frühjahr Ohio
zu besuchen.
werden jetzt durch Ma
schineiie aus Gänssedern ve>fertigt.
ZrZ"Jn Hamilton Caunty. Ohio, besin
den sich 2.000 Acker Weingärten.
ZcK' Im Neuyork erscheinen 9 Sonn
tagszeitungen, und in Philadelphia 2.
ALK'Wcr die Krone zu tragen wünscht,
sollte zuerst dasKrcuz trage».
Unterhaltung nnd Belehrung.
I r a r a.«
(Eine Indianersage.)
Was nahe! dort Jrara's Fälle»?
Ist's eines Daccia Weib?
Am Felsenriff will sie zerschellen,
lind sie singt von vergangenen Tagen,
Von Liebe und Mcllicher Zeit,
»Von Kriegen nnd Tanzen und Ingen,
Ein altes Mädchen znr jungen
Fran zu machen.
reicher und hübscher ri» junges Mäd
che» ist, um so schwieriger fällt ihr
sowohl als ihren Ellern, die Wahl
eines Galle», und die vorkommenden Hei
ralhsanlräge werden bald dieses oder jenes
Umstandes wegen gemeinlich verworfen.
Der Eine ist zu kurz, der Andere zu lang ;
Dieser nicht vornehm, Jener nickt reich ge
»ug. Untcrdeß welkt ein Blatt nach dem
andern von der schönen Jugend hin; die
Freier und mit ihnen die Gelegeiiheilen ver
schwinden und am Ende blcibl die Lädy—
sitzen!
Miß Harnet Butterweck war daS reichste
Mädchen in der Nachbarschaft, mußte aber
aus obcnangtführtcn Ursachen mit Verdruß
sehen, daß viele ihrer jüngeren Freundinnen
Männer bekamen, die ehemals sich um ihre
Hand beworben, von ihr aber den „Säck"
e> halten halten. Ihre Eltern hätten sie nun
gerne an den M>-nn gekrackt, und Harriet
selbst beweinte heimlich ihr hartes LooS, das
sie zu lebendlänglicker Jungfrausckaft be
stimmt zu haben schien,—denn neben ihrem
Reichthum war sie trotz ihrer 26 Jahre noch
ein recht hübsches Mädchen.
Da wollte der Zufall, daß ihr Onkel, ein
alter Dampfboot Kapitän nun aber der Be
sitzer einer schönen Farm am Ohio, aus dem
Westen aus Besuch bei ihren Ellern eintraf.
Es war ein fcklichler, gerader, dabei höchst
aufgeweckter Mann, der jeder Schwierigkeit
eine gute Seite abzugewinnen wußte. —WaS
denkst Du von unserer Harriet ?—fragte ihn
eines Tags ihr Vater. — das Mädel ist hübsch.
kiiegen ; bleibt mir noch als atic Jung
fer auf dem Hals !
Well. Bruder, ich merk' schon, wo hier der
Hacken sitzt,lhr habl des Ding net recht ge
macht und die Gelegenheit veisäumt. Laß
des Mädel en Trip mit mir nach dem Westen
machen und, mein Wort darauf, in drei Mo
naten soll sie einen Mann haben, so hübsch
und so reich, als sie selber ! Der Vorschlag
wurde mil beiden Händen angenommen, und
acht Tage später befand sich Miß Harriet
mit ihrem Onkel auf der Reife.
Unterwegs heckte der Onkel seinen Plan
auS —„Harriet,— sicng er an,—nau mcind.
waS ick dir sag" ! Du bist nau net länger
mehr Miß Butterweck, (es is ännihau en
einfältiger Name) sondern die Madame
Blumfeld, eine reiche, iiinge und kinderlose
Wittwe, deren Mann, Farmer Blumfeld,
vor fünfzehn Monaten das Unglück hatte,
durch einen Sturz vom Pferde um'S Leben
zu kommen, und —"
Onkel, des wär' aber eine
„Nevcrmeind, Mistreß Blumfeld, das
sind meine Sachen ! Du weißt, daß deine
Eltern mich zu deinem Vormund bestellt ha
ben, und ich dafür sorgen muß, daß Du.
mein Schäfchen einen Mann kiiegst Du
bist also meine Nichte, Madame Blumseld;
vergesse nur nicht, daß du i» Gesellschaft die
Augen immer recht sillsam zu Boden schlägst,
wie's einer rechtschaffenen Wittwe zusteht.
Wenn wir nach Hause kommen, soll Dich
deine Tante mit Geld und allem Nölhigen
versorgen."
Der scharfsinnige Onkel halte ganz rieb
tig calculirt. Er war mil Harriet kaum
aus seiner prächtigen Farm am Ohio.an
gekommen, so zog auch schon das Gerücht
von der hübschen, jungen, reichen Wittwe
eine Menge Freier, Junggesellen und Witt
wer, herbei um ihre Angel nach dem schönen
Fisch auszuwerfen.
Der Onkel rieth ihr nun gulmeinend, sie
sollle darunter denjenigen wählen, der ihr
der aufrichtigste und liebvollste schiene ; und
der Zufall wollte, daß dies ebenfalls ein
reicher, hübscher, junger Mann war. Bald
war alleS in Ricbligkeit und der Tag zur
Hochzeit bestimmt. Am Abend vor der
Trauung nahm der Onkci den Bräutigam
allein.
Mein lieber junger Freund,' sagte er, ihn
etwas verlegen bei der Hand nehmend, .ich
habe Dir in Betreff meiner Nichte eine kleine
Unwahrheit zu gestehen.'
,W!e so ? Harriet wird doch net—'
,Pooh, nir von der Art, Freund. Harriet
ist verliebt in dich bis über die Ohren.'
,Was denn ; ist sie vielleicht net so
reich—'
.Auch net—im gegeiitheil sie ist reicher,
als ich gesagt hab'.'
,WaS in der Welt kann's sonst sein sie!
liebt mich, sie —'
,S'is nix als ein kleiner Spaß, den ich!
mich'mal aus Dummerei in den Kopf gefetzt
und mich bernach schämte einzugestehen, daß
ich letz that. Harriet ist keine Willsrau.'
,Was keine Witlsrau ! und ihr Mann
ist der noch am Leben?'
Si>hat ihr Lebtag noch keinen Mann ge
habt, ist Mädchen und war niemals verhei
rathet; ich habe sie just aus Spaß für eine
Wittwe pafsirt,'
Der Liebhaber wollte sich fast krank lackenr
daß er statt einer Wittwe einem Mädchen
die Cour gemacht hatte. Er war so gut
gepliest, daß er erklarte, es wäre der best»
Trick, der ihm in feinem Leben gespielt wor'
den wäre.
Am nächsten Tage wurde die Hochzeit
vollzogen und das alte Mädchen in eine jun»
ge Frau umgewandelt. Elitche Tage dar
auf machte sich das Ehepaar auf den Weg.
nach Harrict'sHeimath. wo ihre Eiternden
Tochtermann mit offenen Armen empsin
gen.-(Mutralist.
October.
Dem alten Verstegan wurde dieser Mo
nat durch unsere sächsischen Vorfahren Wyn
oderjWcinmonat genannt, weil sie zu dieser
Jahrszeil ihre Weine von unterschiedlichen
benachbarten Ländern erhielten. Oktober
war beiden Römern der achte Monat nach
dem Calender des Romulus, und wurde erst
nach der Neibesserunq des Calenders durch
Nama der zehnte, wie er noch jetzt bei unS
ist. Versuche zur Veränderung seines Na
mens wurden zu verschiedenen Zeiten durch
die Kaiser und Senate von Rom gemacht,
r aber immer ohne dauernden Erfolg An?
I2ken Tag dieses MonatS wurde daS römi»
scke FlstÄiigttstalia. AugustuS zu Ehren ge
feiert, zum Andenken der glücklichen Heim
kehr dieses Kaisers, nachdem er die Ruhe in
Sicielie», Giieckenland, Syrien, Asien und
. im Partherland hergestellt hatte, bei welcher
Gelegenheit der Fortuna oder Glücksgöttin
ein Altar errichtet wurde, mit der Aufschrift:
„Fortuna Rcduci." Am 13ten fand daS
Fest der Fontanalien statt, welches den über
die Quellen und Springbrunnen regieren
den Gottheiten geweiht war, wobei alle
Springbrunnen mit Blumenkränzen und
Lampen geschmückt und Blumen in die
Brunnen geworfen wurden. Am 15. wur
de dem Merkur durch die römischen
leute Opfer gebracht; und am nämlichen
Tag wurde dem Mars ein Pferd, genannt
Oclober Equus, geopfert, wozu man als ei
ne U>fache angibt, daß weil daS Pferd ein
Kiiegsthier fei, es auch billigerweife dem
Göll des Krieges geopfert n erden sollte.—
Die Sonne befindet diesen Monat im Zei»
chen der Waage.
Die verschiedenartigen und schnellen Wech
sel welche in diesem Monat mit den Farben
des Pflanzenreichs vorgehen, bezeichnen die
schnelle Ankunft des Winters. Es ist die?
die Jahrszeit für feine Regen und schauerli
che Nebel, frostige Nächte und Eguinoctial--
Winde, welcher die Obst- und Waldbäume
ihres Laubes berauben. Die Hauptbeschäf
tigungen des Landmannes i» dieser Jahrs
zeit ist das Pflügen und Säen für das näch
ste Jahr, worüber sich so sehr schöne und
lehrreiche Betrachtungen anstellen lassen;
das Ausmachen der Grundbirnen, waS so
viele Hände beschäftigt, und das Einsam
meln jdes süßen Honigs, die Frucht des flei
ßige» Bienleins, welches den trägen Mcn-
scken, den Faullenzer, der seinen Lebenssom
mer mit Nichtsthun zubringt, so sehr be
schämt.
Der Humorist.
Der Franzose und die Eier.
Jn jenem alten eomfortablen Wirthshaus
in der Stadt ?lork, bekannt als das „Wei
ße Sckwan" Hotel, machte eines Morgens,
während des Frühstücks, den Aussehen und
Sprache als Franzosen erkennen ließ, ge
waltig Aussehen durch die außerordentliche
Geschwindigkeit, mir der er die aufgetrage
nen Eier nach seinen Magen erpidirte. Mit
einem gewandten Sckub des Löffels Holle
er den Doller heraus, schluckte ihn hinunter
- und langte, ohne sich um das Weiße zu be
kümmern nack einem andern. So hatte er
es scton mit sieben gemacht und wollte eben
nach dem achte» reichen, als ihm ein aller
Bauer, der diesem VerHausen nicht länger
geduldig zusehen konnte, anredete :
, Fremder, ihr hauset schlecht mit den Ei
ern. Mis. Lockwood kann sie auf so en Weg
kein Frühstück eisorden; warum eßt ihr nicht
auch daS Wciße ?"
„Wie, mein Err," erwiederte der Frem
de in gebrochenem Deutsch, „sie mich will
Make» zu esse» die Weiß von die Ei? pour
moi, ick prefer die Gelb, die Gelb, mein Err.
Is die Hinkel, die Weiß iS die Federn und
ick nit will macken von mein Bauch ein
Grand Federbett. Der alte kvnnte vor
Verwunderung über diese neumodische Eier
Philosophie kein Wort mehr hervorbringen.
(WechnibtaU.
Gratulation.
Ich »viiiisch dir de» Teufel-weit hinter den
Riirten;
Dich Ireffeder B li tz —?«n den lieblichsten Blicken;
Der Donner zerschlage—der Mißgunst die Beine;
„Meille Güte!" sagte unlängst Frau Klug
—„lm bin begierig, was die Menschen zu
nächst auS Korn sabriciren werden ? „Der
Eine hält eine Rede von Schrot und „Koru"
—der Andere schwatzt von „Korn"-Gesetze>i
—ein Dritter nimmt gar seinen Gegner
auf's „Korn," um, der Herr weiß, was mit
ihm zu machen. ?
Ein Fremder erzählte neulich, in seinem
Dorfe sei ein Bauernjunge in die Sadt ge»
schickt worden, um Talglichter zu holen. Er
ihut dieß ; auf dem Heimwege fängt eS aber
so derb an zu regnen, daß die Lichter naß
worden. Der Junge geräth darüber in
Angst, beschließt die Lichter am Feuer zu
trocknen und thut dieß, bis er—die Dochte
in Händen hat.
sagt im Westen wüchsen die
Kiirbißc dieses Jahr so ungeheuer groß,
daß die Leute Fensriegel gebrauchten um
dieselben umzudrehcn Einer derselben,
wenn gehörig ausgeholt, soll ein ordentliches
VersammluiigshauS für eine kleine Gemein
de machen.
! Sin witzig sein wollender Geck fragte ei
nen Barbier, ob er schon einen Assen rasirt
! hätte ?
l „Nein, aber wenn Sie sich niedersetzen
! wvllcn, will ich'S probircn."