Der Lecha Patriot und Northampton Demokrat. (Allentaun, Pa.) 1839-1848, January 20, 1841, Page 1, Image 1

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    ' und
WeMo<»r«t.
Ällentaun, M. gedruckt lind herausgegeben von 0). Advlpl, Sage, in der Hamilton Strafie, einige Thüren unterhalb Hagenbnch's Wirthshaus.
Jahrgang 13.)
Bedingungen.
Diese Zeitung wird jeden Mittwoch anf
einem große» Super-Royal Bogen, mit ganz
neuen Schriften, herausgegeben.
Der Snbscriptions-Preis istei» Thaler
des lains, in V o r a n s b e z a h l n n g.—
» Im Fall dieS nicht geschieht, so werden ein
Thaler und fünf und zwanzig Cents ange
rechnet.
Kein Snbscribent wird für weniger als l»
Monate angenommen, und keiner kann die
Zeitung aufgebe», bis alle Rückstände darauf
abbezahlt sind.
Bekanntmachungen, welche ei» Viereck
ausmachen, werden dreimal für einen Thaler
eingerückt, und für jede fernere Eiuruckuiig
unf und zwanzig Cents. Größere nach
Verhältniß.
Diejenige welche die Zeitung mit der Post
oder dem Postreiter erhalten, müsse» sclbst
dafnr bezahlen.
Alle Briefe an den Herausgeber müssen
postfrei eingesandt werden, sonst werden
sie nicht aiifgcnommcn.
Land zu verkaufen.
Freitags, den22stcn Januar, nm 10
Übr Vormittags, soll auf tri» Plaste selbst
öffentlich versteigert werden:
Eine schatzbare Lotte Land, gelegen
in Salzburg Tauuschip, Vecha Cauiitv, glän
zend an Va»d von John Rotbrock, Christian
Gieß nnd Andern, enthaltend >8 Acker, mehr
oder weniger. Darauf ist errichtet
ein Wobuliaus, eine Schwei
! „ vortiefslicher
befindet siel' darauf —
4 Acker sind schöne Wiesen. Auch ist hinläng
lich Holzland dabei; das Manze ist in einem
guten Instante. — Defgleichcn
Eine Lotte .Holzland, von 3 Acker 11.
3(1 Rutl'en, liegenv in besagten, Tannschip,
' nnd stoßend an obiges s,'and nnd an Vaud
von ebemals Jacob Oiebt. Brsil» kann bis
näct'str» lsten Apnl geaeben werden. Es ist
daS binteriassene Vermögen von Peter
Webe r, ebemals von Laichn g
Die Bedingungen am nnd
Aufwartung von
- JolmDiehl, ?Erec»toren
JobnFatzmger^^"'^"
De» 13ten Januar.
Än die Verkäufer
von ausländischen Waaren, im (Bros
sen und Kleinen, in Lecha Canum.
In Folge einer Akte der Asseinblv passirt
den 7ten April, 1830, werden die Gehnlfs
riel'tc, nnd Commißioners von
sich in der Comniißioncrs-Amlsstnbe in Al
leiitaun einfittden am Ä)>iitwoch den 3ten Fe
bruar 1841, nm l Übr Nachmittags, nm die
Retnriis aufzunehmen, welclie die verschiede
nen CoiistabelS dieses Canntics an den Schrei
ber der Court der vierteljährigen Sistuiigeu
zu machen baben an oder vor dem Februar
Termin 1841, um die Kausteute der Akte ge
mäß in .Maßen cinziitbc>len, wo sich alle da
bei Interessirten einzufinden belieben, wenn
. ; sie es für schicklich erachten.
.Henry Leb, ) A
Philip Person, >- Z
Timothy Weis?,
BrzeugtS—losiah Rhoads, Schreiber.
>Con»nissionc> s-Amtsstubo,)
Januar 13,1841. nq-3m
Veudu.
Am Sanistag den Asten lannar,
um l<l Übr Vvrmittags soll am Hanse von
Adr aham V a n Hor n, in Coopersbnrg
X'echa Caiinly, öffentlich verkauft werden:
Pferde iind Schweine, Pferdegeschirr, W
älzen und Schlitten, Pflüge nnd Eggen, so wie
noch eine große Verschietenbeit von andern
Banerei- und H:<uögcräihcn, zu Umständlich
snjufuhrcn.
Die Bedingungen werden am Verkaufsta
ge bekannt gemacht und Aufwartung gegeben
wcrdou v»n
A. Wittman,
Affgnie von Abraham Van Horn.
> lannar 13 ' nq—2m
Nachricht,
Wird diero»it gegeben, daß die Unterzeichne
ten aIS Erecntoren von der Hinterlassenschaft
des verstorbenen Andreas .ttnerr, sen, lestthin
von rowbill Tauuschip, Caunry, ange
stellt worden sind.—Alle Diejenige», welche
noch rechtmäßige Anforderungen an besagte
Hinterlassenschaft haben, werden daher
gefordert bis zum lsten April nächstens, ibM
Rechnungen wohlbestätigt au einigen
terzeichneten einzuhändigen.—Gleichfalls, sol«
che, welche noch auf irgend eine Art schuldig
sind, werden ebenfalls aufgefordert innerhalb
.obiger Zeit Richtigkeit zu machen.
Andreas Knerr, ?
David Knerr, H
.Der. 2»'. nq—3 m
9t achri ch t
wird hiermit erteilt, daß die Unterzeichne
ten als Administratoren von der Hinterlas
senschaft derßarbara Deibert, hin
terlassene Wittwe des verstorbenen Michael
teibert, ehedem von Taunsciiip, Vc
cha Cannty, angestellt worden sind, »in das
Permögen terselben in Ordnung zu bringen.
Daher werden alle diejenige», welche recht
»lästige Anforderungen an besagte Hinterlas
senschaft haben, l'icrmit »uvorzugl>ch aufge
fordert, ihre Rechnungen bis spätsteus den
lsten April 1811 irobibestäligt einzubringen.
Und Solche, welche »>'ch anf irgend eine Art
an ersagter Hinterlassenschaft schuldig sind,
werden giei.l'falls aufgefordert, bis ersagter
Zeit an die Unterschriebenen Richtigkeit zu
machen.
December Ii». nq—lim!
N a th r i ch t
wird hiermit gegeben, daß dir Unterzeichnete»
als Administratoren von der Hintcrlaßen
schaft ihres Vaters, John Eckert, sen.
leütbin von Alletttan», Vecha Caunln, ange
stellt worden sinv. Alle diejenigen, welche
rechtmäßige Forderungen an besagte Hinter
lassenschaft haben, weiden daher nnverzug»
lich aufgefordert, bei de» Administrators ilire
Rechnungen wohlbestätigt einjubändigen—
»nd solche, welche noch anf irgend eine Art
schuldig sind, werden ebenfalls anfgefoidert,
zwischen uutt »nd dem lsten April 1841 Rich
tigkeit zu machen.
Job» Eckert jr.
Eckert.
Allentau», Nov. 18. iiq—»in
Durch Privathandel.
Der Unterzeichnete ist gesonnen sein Hans
»nd Grundstück durch Privathandel z» ver
kaufen, gelegen in Heidelberg Tannschip, Ve
cha Canntv, a» einer Kreuzstraste, ohngefähr
lj Meile vcn Sägeisville, entkaltciid
-l.'Z Acker Ätid.
Das Haus ist von Block nnd
MW Knüllt erbaut und in gurem Zn
stände, nebst einer guten
nabe dabei. Ein niefehlenoer Brnnnen be
findet sich bei dem Hanse »nd ein prächtiger
Banmgarten anf dem i.'a»de.
Ä.nisilistige können den Plast in Angeii
sciiein ncl'men und die Bedingungen erfah
ren, wenn sie sich bald melden bei
Philip Wehr.
Heidelberg, lannar t». nq—lm
N a ch r i ch t.
Ans der Court von Common Pleas
von Roitbamptoii Eaiinm.
Sintemalen Abraham Sbeimer, Triistec
von Sa mii eIS h i nie r, unter dem letzten
Willen und Testament von Peter Sl'imer,
leNkhin von Nieder Saeona Tauuschiv, Nor
tbampton Canni«, an diesem Tage seine Nen
nung in der Anitsstiibe des ProtbonolarS er
sagter Court als Trnstee eingebracht bat, so
wird hiermit Nachricht gegeben,
daß ersagte Rechnung den Richtern ersagter
Court am Lösten Januar, um l» Übr Vor
mittags überreicht werden soll, und daß die
selbe von denselben als richtig anerkant wer
den wird, es sei denn daß Ursachen augege
ben würden, warum sie nicht attgenomincn
werden sollte.
William s>ickett, Prothonotar.
Prothoiiotars-Anit, ? nq—4m
Easton, Der. 2!Z. 1840.5
'?ijngnic Nachricht.
DaAbraha m Vau 5) or n, von Ober
Saucoua Tuuuftbip, Vecha Cauutv, unter ei
ner freiwilligen Ueberschreibimg, datirt den
7te» December, all' sein Eigenthum,!
liegendes, persönliches und vermischtes, an
den Unterzeichneten übertragen hat, u> zwar
zum Beste» der Creditoren des besagten Van
Horn, so werden hiermit Alle, welche noch
anf irgend eine Art an besagten Van Horn
schuldig sind, aufgefordert, innerhalb 3 Mo
naten, von heutigem Datum an, abzubezah
len.—Und alle Solche, welche noch rechtmä
ßige Ansprüche an bcnamren Van Horn ha
ben, werde» ebenfalls aufgefordert, ihre Rech
nungen innerhalb oben beuamren Zeitraum
wohlbestätigt einzilhäntigen.
A. K-Wittman, Aßignie.
Ober-Saucona, Dec.23. nq—km
Argumentliste,
für den Februar Termin, 1841.
Jonas Leiderting im Vertrauen von Joel
Mtettler, gegen Benjamin Schalter und
Hrnkidinhaber.
» Iknatkan Guth gegen Nathan Gutb, et »I
-tie Northamplon Bank gegen George
Schneider.
Die Northampton Bank gegen Henry Gutk.
Tunis Denwein und Co. gegen Samuel
Ochs.
Jesse Samuels, Proth'r.
Zanuar 13. nqdC
"Hütet ench vor t^eseUsctm^ten." —Waschingto«.
Mtttwoch, dcn Mten Januar, 1841.
B r c t t c r-H o f.
Der Unterzeichnete benachrichtiget erge
benst seine Freunde und das Publikum über
haupt, das! er einen großen Vorrath von
Bretter und Baulwlz
erhalten hat, an seinem Bretterhof in Süd-
Alleiitaun, Lecha Cauuty Er wird beständig
znm Verkauf vorräthig halten, eine Answall
Weiß- und Gelbpeiut Bretter und Planken,
Päuuel-Bretter und Planken, Parpcl- und
.pirschen Bretter und Planken, Scäniliugs
von jedei'Sorte, so wie Schindel» und Latten
Er will nicht sagen wie andere, daß er bil
liqer verkanft, aber doch so wohlfeil wie eini
ger, wovon sich ein jeder iibcrzenaen kann der
bei ihm anspricht. Dankbar sur die bisher
erhaltene Kundschaft, befft er fernerbin
billige Preise und gnte Bedienung einen li
beralen Theil der öffentlichen Gunst zu er
hallen.
Adam Klei».
December Ii!. * —um
Wie man w Prozent spare» kann!
C. S. Bischop und Comp.
Haben so eben empfangen einen frischen
Vvrralb trockener Waare», fnr dir Wimer-
Jabreszeit geeignet, welche sie zehn Prozent
niedriger denn einiger Stohr in Easton oder
sonstwo verkaufen wollen. Diejenige wclche
es verabsäumt haken ihren Wlittor-Bedarf
an .Kleider, :c. einzukaufen, werden finden,
wenn sie an Bischop'S Stohr anrufen, daß
ste durch den langen Aufschub bedeutend ge
wonnen haben.
Die Auswahl ist zu groß, um alle Artickel
einzeln anzuführen; mau nuisi sich selbst da
von überzeugen—es sind mehr'Gnler dort,
als man mit der Wrd messen kann.
Die Guter werden umsonst gezeigt.
Alle Irrthümer werden sorgfältig berichtigt.
Eastou, Januar V. nq—3m
2 Schncidergesellen,
dir ihr Geschäft gut verstehen und guten Cha
rakters sind, werden sogleich verlangt bei dem
Unterschriebenen in Cooversburg, Caun-
I», wo sie auf längere Zeil Arbeit habe» und
auf guten Loh» rechnen können.
Jacob Muschlch.
Januar, I?. nq-3m
Schulmeister verlangt.
Ein Schnlmeister wird verlangt, der fähig
ist einer öffentlichen Schule in Forks Tauu
schip, Northanipton Caunty, worin die deut»
sche uud englische Sprachen gelernt werden,
vorzustehen. Derjenige, welcher dazu hin
längliche Fähigkeilen besiyt und sich sogleich
meldet, kau» einen guten Platz bekommen.
Jesse Schuq President.
ForkS Taunschip, Januar <!. nq—3m
Dr. Heinrich Fischet,
mittdarztlich- und mechanischer Zabn-
Arzt, in allen dessen Zweigen, empfiehlt sich
dein Publikum i» Alleutauu und deren Umge
gend. Seine Wohnung ist gerade über dem
Gastbause von John Groß iu Allenrann.
Januar t». nq—6Mt
Ein Schnctdcrgcscll,
welcher sein .Handwerk gut versteht, kann auf
eiue Zeitlang Arbeit erhalten, wenn er sich
sogleich meldet bei dem Unterschriebenen in
Vongschwamp Taunschip, Berks Cauuty, na
he bei Mcrtzraun.
Nenben Bernkird.
Januar <>. nq—3m
Ein fremder Schaasbock,
befindet sich seit einiger Zeit auf dem Laude
des Unterschriebene», in Heidelberg Tanns'p
Lecha Eauiity. Der Eigner mag denselben
nach Bezahlung der Unkosten abholen bei
Elias Handlverk.
Januar K. " nq-3m
Ein Schmidt-Lehrling.
Der Unterschriebene verlangt Kna
ben, der das Schmidthandwerk zu erlernen
wünscht. Man melde sich deshalb baldigst
bei de» Unterschriebenen, in Lecha Taunschip,
Nonhampton Caunty.
Paulus Lientz.
Januar 6. nq—3m
Wo ist Philip 0, May;
Ein Buchdrucker von Profeßio», aus Bern
in der Schwe-tz. Er kam in 1825 nach Ame
rika, und hielt sich eine Zeitlang in Orwigs
burg, Pennsilvanie», auf. Er wird hiermit
ersucht, seinen Aufenthalt dem Unterzeichneten
anzumelden, indem wichtige Nachrichten für
ihn bereit liegen.
Sollte er nicht mehr am Leben sein, so bit
tet man um Nachricht deswegen.
G. A. Sage.
Mentauu, Pcuji.
Deutschen wer
de» freuutschaftiich ersucht einzuruckeu
Die Mvrniourn-Nibel. ,
Eine der größten literarischen Curi
ositaten unserer ist das viel inis
brauchte der?)iormonen." Daß
eine Schrift dieser Alt vcn einem un
wissenschaftlichen, Wjahligen Manne
entworfen, ansgearbelrer, der Critik al
ler Nation übergedeil werden nnd den
noch zahlreiche, begeisterte AnHanger
gewinneli konnte, sowohl in den Per.
Staaten als in Europa;—daß es so
gar einen ganzen Staat in so große!
Aufregung zu briugeu um
Gesetze, Gerechtigkeit und Humanität
bei Seite zu setzen und einen Verrib
gilngskamps gegen die neue Sekte an
zufachen, scheint im INen Jahrhundert
und nnrer so freisinnigen Institutionen
wie die der Per. Staaten fast unglaub
lich—und dennoch ist es nackte Wahr
heit.
Die, welche an lie Mormonen-Bi
bel glauben, zahlen jetzt! in Amerika
met)r al.sst) Seelen, ohne die zahl
reichen Gemeinden derselben in Groß
brittanien. Sie nennen sich ' Heilige
der'letzten Tage" da es einer der Haupt
pnnkte des Glaubens dieser Sekte ist,
daß die bald eine große nnd end- j
liche Umgestaltung erfahren werde.—
Sie glauben an das alte nnd neue Te
stament, und behaupten, daß ihr Glau-!
be daran streng wörtlich sei; aber sie
versichern auch, daß es noch mancher
lei andere vom heil. Geiste eingegebene
Schriften gebe, die zu seiner >jeir ans
Licht kommen. Einige derselben (z.B.
das Bnch der Mormonen) erschienen
sogar jetzt, nachdem sie Jahrhunderte
lang verloren gewesen waren. Sie
mcmcn, d.iß sic noch unter dem gegen
wartigen Menschengeschlechte die wah
ren Nachfolger Christi zu eiuer .Heerde
des Friedens nnd der Reinheit versam
meln werden-mit andern Worten,
daß das tausendjährige Reich vor der
Thür sei. Setzt man diese Ansicht von
dem baldigen Eintritte des Milleniums
lind voll dein Bnche der Mormonen
bei Seite so haben sie in ihrem Glau
ben nnd ihren Gebrauchen viel Ähn
lichkeit mit den Methodisten, und auch
ihre religiösen Versammlungen tragen
das Gepräge jener glühenden Einfach
heit, welche die Methodisten jurchenge
brauche charakterisiren. Der Hau'pt
unrerschied besteht nur darin, daß die
Mormonen ihr Buch für inspi rirt
halten, obschon freilich dieser Unter
schied sehr wichtig und wesentlich ist. !
Folgendees ist'm dieser Rücksicht ihr
eigenes Glaubensbekenntniß: Ein
ger Mann, Namens Joseph Smub,
ans dem ivestlichen Theile Reu-Ach-ks,
fand, wie er sagt, geleitet von göttlicher
Eingebung, 18W eine Art Steinkasten
oder Gewölbe, das eine Anzahl dun
ner Goldplatten entbieth die von einem
Ringe, zusammengehalten waren, an
dem sie alle beschrieben mit un
bekannten Schriftzilgei^
Die Mormonen glauben, daß diese
Charakteren die alten qäiprischen Wort
zeichen seien, nnd daH Smith durch
himmlische ErleuchtuiM befähigt wür
de, sie zu übersetzen sedoch nur zum
Theil, da der ganze Hibalc jener Plat
ten noch nicht ml Englischen wiederge
geben ist. Diese Uebersetzung lst das
Buch Mormons, kW in so fern ein
schwaches nnd entflAites Seltenstuck
zum Coran bildet. Ziemlich auf die
felbe Weise gab seinen An
bangern sein ReliglWsgesetzbuch, und
auf diese Authoritar hin schwingt der
lslam jetzt sein Srepterschlverr über
die reichsten und auvgedebndesten Ge
gendeii, welche siclMcmals vor einem
Glauben beiiglcM Aber die Mormo
nen haben eiilMmz andere Laufbahn
vor sich; iw Glaube verbietet alle Ge
waltthariMitkii, und der Charakter
ihrer eiMttbümlichen Lebren ist derArt,
nm sich bald in sich selbst untergeben
zu laßen, wenll sie ini Irrthume sind.
' '.uthie vorausverkundigten Zeichen,
dieZden Beginn des tausendjährigen
Meines melden sollen, nicht bald eintre
ten, so müssen die "Heiligen der letzten
Tage" ihren eigenen Behauptungen ge
mas im Irrtklim sein, und ihr Gläw
,be fallt geräuschlos zusammen. Des-
45.
halb ist es gleich sehr ungerecht als un
politisch, sie blos wegen lhrer'Meinimg
zn verfolgen.
Das Buch Mormons soll die Ge
schichte eines Theils der Kinder Isra
el sein, die nach der ersten Zerstörung
Jerusalems ibren Weg nach diesem
Eontinente fanden. Es ist durch eine
Reihenfolge von Propheten von Ge
schlecht zu Geschlecht fortgesetzt worden,
und giebt in verschiedenen Büchern el
nen Bericht über die Kriege und Bund»
uisse unter den mancherl« Zweigen der
Verlornen Ration. Das goldene
Buch ist ein von Mormon, dem letzten
der Propbeten, angefertigter Auszug
aus den Werken aller seiner Vorgän
ger.
Die Schreibart dieses Buches ist ei
ne sorgfältige Rachahmung der heili
gen Schrift, und es kann besonders
hervorgehoben werden, daß darin jede
Andeutuug vermieden lst, die eine
Kenntniß oer jetzigen politischen und so
clellen Weltlage verrathen möchte.
Der Schreiber hat sich mir seiner gan
zen Geisteskraft in das Zeitalter hin
ein gedacht, welches er schildert. Es
ist schwer, sich ein schwierigeres litera
risches Unternehmen zu denke«, als et
was zu schreiben, was man eine Fort
setzung der Bibel nennen kann, ohne
nicht blos alle Collision mit dem au
lheuliichen und geheiligten Gotteswor
te zn vermeiden, sondern sogar man
che Ducken auszufüllen, die vorhanden
zu sein scheinen, nnd beinahe jedem Bu
che weitere Bestätigung zu geben.
Eine annehmlich wohlnmerstützte
Theorie aufzustellen, daß die Urbewvk
ner des amerikanischen Comments Ab
kömmlinge Israels sind, ohne sich durch
irgend eiiie Behauptung oder Beschrei
bung, der man widersprechen könnte.
Blossen zu geben, zeigt einen Grad von
Z alent und Forschungsgabe, der in ei
nem ungebildeten Jungtinge von'2o
Jahren fast an sich setbst ats ein Wun
der erscheint.
Eine Abschrift der Charakteren auf
einigen der goldenen Blatter wurden
nein bekannten Gelehrten in Neuyork
zugestellt der sie mckr zu deuten ver
mochte, obglM sie mit den alten egvp
tifcheu SgMtbuchstaben Aehnlichkeit
hatten. /
Wtznn man bei einer Vergleichung
siuHen sollte/daß diese Charakteren de
nen abnlich sind, welche neuerdings an
jenen Ruinen in Cemral-Amerika, die
in jetziger Zeit so viel Aufmerksamkeit
erregt baben und durchaus von egypti
scher Bauart sind, entdeckt wurden, so
wird dies für Smirb ein starker Be«
weisgruud sein. Es würde zu dem
Beweise dienen, daß die Platten acht
sind, wenn es auch nicht gerade die
göttliche Eingebung, oder die Treue sei
ner Uebersetzung als wahr darstellte.
In jedem Fall wirst die Constitution
der Ver. St. ihre schützende Ägide
über jede Religionslehre. Wenn die
Mormonen das Gesetz verletzt haben,
so möge man das Gesetz an den Ver
brechern ausüben; möge aber nie eine
bloße Meinung, sei sie noch so absurd
und trügerisch, den Verfolgungsäeist
erwecken. Verfolgung, die rohe Aus
geburt der Grausamkeit und Unwissen
heit. kann nie ibre Heimath in einem
wahrhaft republikanischen Herzen fin
den. Die Meinung ist ein Hausgott,
und in unserm Lande ist ihr Altar un
verletzlich.
Der Sklavenhandel. Man
bar bemerkt, daß schon mehr als A)
Jahre und mehr als 15 Millionen
Thaler zu dem fruchtlosen Versuche
verwendet worden sind den Sklaven
handel zu unterdrücken. Wahrend
dessen hat an Ausdehnung ver
doppelt. Der jahrliche Verlust an
Menschenleben, den dieser Handel mit
sich bringt, ist von 17 auf 2-5 Procent
gestiegen. l7v,oAt Afrikaner sollen
jährlich zu Sclaven gemacht, und 350-
tM) jahrlich umkommen, so daß Afri
ka jedes "labr 500,000 Personen ver
liert.