Der Lecha Patriot und Northampton Demokrat. (Allentaun, Pa.) 1839-1848, July 24, 1839, Page 2, Image 2

Below is the OCR text representation for this newspapers page. It is also available as plain text as well as XML.

    »nng und Vereitelung, zwischen vor
aus verkmidetein Siege und anschei
nend imanslbschlicher Schande war ;»
gros!: der oft'emliche Geist war fnr ei
nen Augenblick gelahmt. Doch bald
wiche» diese (yefiihle dem bremieiiden
"verlangen, die Ehre des Volks wieder
wrz»stellen inid Freiwillige aus alle»
?heile» fände» sich ei», begierig de»
chandsleck verulgen z» helfe».
Ihnen einen Fnhrer z» geben, der
ib>. Vertrauen besäst nnd verdiente, war
von der höchste» Wichtigkeit; kein ge
n'obnlichcr A!ami war dem Zxd»rf»is:
< iirsprechend, »och passend, öffentliche
Erwartnttgen.zu befriedigen.
In dieser Stunde derFinsternist und
f).'iedergeschlageiiheir, da der Horizont
mit Zweifeln und traurige» Vorbe
de»tli»genvcrdlistert, mid seine ällsterste
Grenze nnr allein durch die Hoffnung
shwach erhellt war, "da" sagt der
Redacteur der Times, "da richtete» sich
alle Blicke mit einem gemei»same»lm
p»ls anf de» Heide» vo» Tipveca
»ocdie vereinte Stimme des Volkes
im Westen forderte de» Goiwer»or
vo» Kcntucku anf, alle Förmlichkeiten
bei Seite zu legen, nnd Gen. William
Harrifon erhielt das Patent als Gene
ral Major mit der Weisung, deu Be
seht der nordwestliche» Armee zu über
nehmen. Obgleich in seiner neue»
durch eiue Bestallung von dem
der Vereiugten Staate»
bestätigt, blieb denuoch die Aufgabe
des Generals .Harrifon mit Schwie
rigkeiten nud Verlegehcite» aller Art
verkttnpft.
Das öffentliche Vertrauen mustte
wieder hergestellt, die moralische That
kraft des Volks wieder ei kräftigt »ud
gestärkt »verde».- Alles mustte vo»
neuem geschaffen, ein zahlreicher Auil
lererie' Park »nd Kriegsbedürfnisse
dnrch eine Wildnist ohne Wege nnd
ohne Brilcken geschasst werden.' Der
ganze "Nördliche Bienenschwarm" von
Wilde», welche» die zahlreichste» »nd
kriegerischste», jetzt mtter dem furcht
baren Tecmufeh verbündete» Stäm
ine in sich begriff, war anf die nord
westliche Grenze losgelassen. Die
Feinde waren zahlreich nnd bestanden
ans versnchteii Krieger» welche zmn
Kriege, wie zu einer Wissenschaft ge
bildet waren. Diesen hatte er n»r
Recrnten entgegen zn stellen, die zwar
Eifer, aber keiue Zucht nnd Erfahrung
besasteu,ilttd ebeu dieser Ungestüm ihres
uubcfouneuen Mnrhes war oft ein
Fallstrick fnr ihre Unerfahrenheir. —
Die zu deckende Greuzliuie war uuer
mestlich; die Feinde waren Herren von
den Landsecn, wodurch es iu ihrer
Macht staud, die Znfuhren abzuschuei
deu, die Verbindnngen zu uutcrbrecheu,
uildihrer bereits überwiegenden Macht
beinahe de» Charakter des Ueberall
sevns zu verleihen.
Allei» trotz alle» diesen Rachtbeilen
nnd des fürchterlichen Unfalls am
Flnste Naisin welcher durch.die nnkl»
ge vorrnckende BeivegiNig des Gene
rals Winchester im Älo»ar Januar
1813 herbeigefnhrt »viirde, unterzog
sich General Harriso» dennoch des gro
fien Werkes, nämlich: die Wieder
crobernng von Detroit und des Micbi
gau Territoriums aus Feindes Hand,
nm Einsicht, Energie und Beharrlich
keit ; und der glänzende Erfolg war:
dicWicdcrcrobernngdeslerrirorinms,
daß die Feindevertrieben und anfihrem
eigne» Boden verfolgt wurden; die
Wegnahme ihrer ganze» Flotte durch
seiucn tapfer» Ge'hiilfe», Eommodore
Perm, nnd endlich der rnhmgekröme
nnd entscheidende Zug an der Themse
« Thames) wodurch das ganze brittifche
Heer gefangen, das Bniidnist der In
diailerstämmc aufgelöstt, Friede den
verwlistete» Grenze» zuriick gegebe»,
nnd die Unglncksfälle nnd die Schande
von Hnll äilsgezeichnet, ausgeglichen
nnd gerächt wurden.
Dieser Sieg, nicht weniger glänzend
als der von New-Orleans, welcher be
reits vom Volke der vereinigten St.
so ausgezeichnet belohnt worden ist,
kaun kaum fnr weniger wichtig in fei
nen Folgen gehalten werden. Er be
freite einen grosten nnd wichtigen Theil
'der Vereinigten Staaten, welcher ero
t'crr »nd bereits in die Form einer brir-
rischen Cvlonie umgestaltet >var. ans
Feindesgewalt: setzte den Feindselig
feiten der Indianer aller Art in dieser
.Mgien ein Ziel, nnd gab der Regier
img freie Hand, chre nngetbeilte Ans
nierksamkeit »nd ibre Hnlfsgiikllen,
auf die U»ter»ehl»n»ge»'des Krieges
in andern Gegenden, wo derselbe noch
fortdauerte, zu verivenden. Anch die
moralischen Wirkungen »rareu nicht
minder wichtig: Frende trat an die
stelle des Trübsinns nnd Hoffnung
folgte der Verzweifelung. Das ivie
derenvachle Vertrauen schlug hoch iu
jedem patriotischen Herzen. Feste,
Zrelldcnfeucr und Illuminationen be .
klNldetm die Freude des Volks, und
Alle blickte» nu» vorwärts a»s einen
schnellen n»d glückliche» Ausgang des
Krieges.
Diese Erwartinige» wnrde» auch
feiiiesivegs gerauscht. Der Sieg au
der Themse lThaines) war der frohe
Vorläufer einer Reibe der glänzend
ste», vo» der Geschickte aiifgezeichne
ten Siege. Die Siege vo» Cbippe
>ra, Niagara »nd Fort Eric—die Vcr
treibniig des Feindes von Sto»i»gton
—die erfolgreiche Vertbeidigliug'vo»
Palriinore die Schlachte» von
Platkobiirg, »nd die r»b»igekro»te
Heldentbät von Orleans folgte»
iu gläuzeuder Reihe. So >var de»»
die lehte Halste des Kriegs, »achdein
der hochberzige .Garrison die Wag
schale des Sieges waudte u»d sie ans
anierikauische Seite neigte, ebe» so
riihinvoll lind glücklich, als die erste
unglücklich »nd schiinpslich. Ehre nnd
Niilun also ihm, der eigentliche Held
des lchte» Krieges ist! Und laßt ii»s
,Me»imsere Stimme» vereinige», »m
de» schallende» Hochgesang der Volks
dankbarkeit z» Ehre» des hochherzige»,
nnd geliebte» Harriso» zn erhöhe».
Nachdem er auf diese Weise das Werk
glücklich zu Stande gebracht hatte, zn dem
er berufen ward, legte General Harriso» seine
Stelle nieder, und kehrte, gleich Cincinnatus,
!zn seinem Pslnge zurück. Von diesem ward
er zn verschiedene» Male» abberufen, nm
! sein Vaterland in der Gesetzgebung von Ohio
' nnd im Congresse der Union zii vertreten.
Im Jahre 1821-25 ward er gewählt, nm
. Ohio im Senate der Vereinigten Staaten zn
representiren; im Jahre 1828 ward er znm
für Columbia ernannt, und wäh
rend er mit der Erfiillnng dieser seiner Pflich
ten beschäftigt war, richtete er jenes berühmte
Schreiben an Bolivar,der einst deiWasching
ton deS Südens genannl ward, aber damals
ini Verdacht stand, feindlitl>e Absichten gegen
die Freiheit zn hegen: dieses Schreiben ist
voll von den lanterstcu Gefühle» der Freiheit
und der weiseste» und scharfsinnigsten Ansich
ten der Politik. Weniger als dies ist oft
hinreichend gewesen, de» Ruhm eines großen
Mannes zn begründen, allein eS ist lediglich
ein Schärften, auS der Masse der Ansprüche
auf Verwunderung und Dankbarkeit, welche
General Harrifon verdient. Bei der Znrück
> kilnft von feiner Botschaft, kehrte er aber
mals nach feiner Farm zurück, wo er seitdem
immer verweilte, um de» Geschäfte» eines
Bauern abzuwarten, und eS wird
daß er einer der praktischsten und einsichtS
! vollsten Landwirthe im Westen ist. Deinuach
glaiihen und vertraue» wir, daß ihn die
Dankbarkeit deS Volks in 18-tv bernsen wird,
nm den Vorsitz über die Regierung zu sichren
! und deren Verwaltung zu der Redlichkeit uud
Lauterkeit seiner ursprünglichen Begründer
zurück z» leite».
Die Lauge, zu welcher diese Addresse be
reits ausgedehnt ist, läßt uns nur Rani»,
wenig Webster zu sagen. .Sein
Na nie ist überall, wo er nnr bekannt ist, mit
derjenigen Constitution innig verschmolzen,
deren fähigster Verfechter er gewesen ist. AIS
RechtSauwald (Lawner) oder aIS Staats
mann, aIS Gesetzgeber nnd als Gelehrter
steht niemand über ihm nnd nur wenige kom
inen ihm gleich, und in Festigkeit, AnSdaner,
Redlichkeit nud Reinheit der Grundsätze
wird er vou keinem Menschen, der jemals
lebte, übertreffen. In der Heimath wie in
der Fremde wird sein Name mit Lob genannt,
und Amerika darf wohl stolz auf einen solche»
Sohn sein. Da eS noch solche Männer in I
der Republik giebt, so kaun sicherlich noch j
nicht alles verloren sei» ; sie mnssen von ei
ner gütige» uud allwaltciidcu Vorsehung!
anScrschen sein, die Irrthümer, Verbreche»
n»d Thorheiten der Vergangenheit wieder
gnt zn machen, nnd sollte eS der Wille dieser
Vorsehung sei», daß diese schwierige Aufgabe
ihnen ertheilt würde, so glauben wir dreist be
haupten zn dürfen daß die vereinigten Na
men von Harrifon und Webster im Buche
der Geschichte als die Erneuerer der Cousti
ilition mit einem Glänze strahln werden, der
wenig oder gar nichts dem ihrer Begründer
nachgeben wird.
So, Mitbürger, haben wir nns bestrebt.
Euch einen kurze» Umriß von dem Charakter
lind den Diensten der Männer zn liefern, wel
che diese Convention, in Uebereinstimmnng!
mit der National-Coiivention, achtungsvoll j
Eurer Beachtung als Candidaten fiir die!
wichtigsten Aemter, die Ihr zn vergeben habt, >
empfiehlt. Nur ivcnig bleibt hinzuziifüge» j
übrig. Wir glauben fest, daß der wahre!
ElitschcidnngSpuiikt über daS Geschick unseres
Vaterlandes vor der Thür ist. Das schöne!
Gebäude der Freiheit, welches unsere Vor- >
fahren aufrichteten, hat manchen harten
Stoß erhalten. Die Gothen -und Vandalen !
sind in seinen .hallen gewesen, seine .heilig
thümer einweihend, seine Säulen- entstellend j
nnd verstümmelnd! Einige sind gänzlich >
fortgerissen, andere erschüttert nnd von ihrer
Stelle gerückt—daS Gebäude scheint. Um
sturz drohend, zu beben nnd zn schwanken!
Nur einige robe Angriffe mehr, vielleicht ein
einziger Stoß kann seinen Untergang herbei
führen, nnd ach ! wenn eS fallen wird, "wie
groß wird sein Fall sein !"—E»re Freiheiten
—die Eurer Kinder—daS köstliche Pennächt
nifi Eurer Väter, mit Schweiß, Mühe, Blut
nnd der Aufopferung ihres kostbaren Lebens
erkauft —das Erbe von Millionen—der Welt!
letzte Hoffnung—alles dieses wird uiNer fei
nen nngebenren nnd mächtigen Tnimmeru!
begraben werden, nnd Tvrannei herabsprin-!
gend von ihrem eiseunn gürteten Thron, nnd
DeSpotiSmnS mir wildem Frohlock die Ket-
ten klirrend, um die Freiheit der Welt auf >
ewig zn fesseln, »verde» herbeieile», nm ans !
den' Ueberblechfeln den Kerker der Freiben
zn errichten.
Erwacht daher im Notlidrange der Gefahr..
Erhebt Euch nnd bandelt als Männer, deren
Alles auf dem Spiel steht. Ciebt, nicht z»,! 5
daß die lei'te Stlii>e von dem bereits wan-j'
kenden fortgerissen wird,
schickt Euch a», es aiioznbesserli, es zn bese-
» stiqen, eS aufrecht zu erhalten nnd wieder
aufzubauen. Laßt n»S alle Hand ans Werk
legen, damit eS im November beendigt
ist, nnd laßt Garrison »nd Webster
die Baumeister Eurer Wahl sei». AlSdann
! wird der herrliche Tempel der Freiheit von
neuem seine prachtvolle Vorderseite aufrich
te» nnd seine Thnrme zum .Himmel erbeben,
dem Sturme nnd dem ('nstchen Troh bietend
nnd umringt und beschuln vo» Bollwerken,
welche iur jeden Angriff nni»be»windlich sind:
daS eines befreiten, enifesseltcn,
aufgeklärten nud wiedergebornrn Volks !
Der Patriot «nd Demokrat.
A ll e ntailn, den Bisten Juli, 1839.
M /
Fiir Präsident:
Elen. TWm. M Narrison.
von Ohio.
Fu r Nice - P r a std e»i l:
Daniel Webster,
von Massachusetts.
Die Addrofte. —Aus der ersten nnd 2te»!
. Seite niisrrer heutigen Zeitung befindet sich
die Addreße der Deniokratische» Gegeinnau
> rer StaatS-Convention, gehalten zn HärriS
, bürg am 22. Mai, l »!!k>. Wir empfehle»!
> j nnser» Vefern eine anfmerksame Dnrcistesung
! derselben an. Sie ist gediegen, nnd enthält
nichts als klare Wahrheiten nnd patriotische
- j Gedanken. Die Länge derselbe» sollte keinen
sie zii lesen.
l! Die (<riidte—ist nun beinabe in unserer
! Nachbarschaft vorüber, und eS freut uuS,
unsern entfernt wohnenden Freunden zn be
suchten, dag dieselbe nber alles Erwarten
reichhaltig ausgefallen ist. Der Waizen ist
! besser gerathen, als erwartet wnrde, indem
! der Melthau vor einiger Zeit schon an man-
chen Orten in demselben war. Der Roggen
,! war seit langen labren nicht so gut gerathen
~ als dieses Jahr, nud die Sommerfrüchte, als
/Welschkorn, .Hafer, Grnndbeercn, u. s.w.
! verspreche» gleichfalls eiue reiche Erute.—
! Laßt uns dem Gebe r alle» Wüte» unsern
herzliche» Dauk für diese Gabe abstatten.
Ner Midd le 6wa rt h, von Nnion
Canntn, wird vorgeschlagen aIS der näcl>ste
Megenfreimaurer Candidat für daö Gonver-
von Pennsilvanien. Herr Mid
i dleSwarth hat i» der Politik von Pcnnsilvani
len schon seit langer Zeit eine erhabene Stel
!le eingenommen, nnd sein Name würde gro
ßes Gewicht mit sich führen.
Van Vttren nnd keine Vnnk!
So hieß eS schon seit mehreren Jahre» bei
den Loko FokoS. ES war ihr Feldgeschrei
j wen» sie in de» Wahlkampf gicngen,». jeder
j Bank, vom Monster in der CheSnnt-Straße
in Philadelphia, bis zn Dvott'S Schwindel-
Schop in der Raee-Straße daselbst, war al
! len der Untergang geschworen!
! Unsere Leser werde» nnn mit Verwnnde
> riing sehe«, wie unsere Gegner ihre so heftige
Feindschaft gegen alle Banken mit einmal
anfgehobe», nnd einen glänzenden Stand
punkt genommen baben, nm unser Pcnnsil
vanieu, trotz ibrein großen Widerwillen ge
gen Banken, mit jenen Institutionen zn über
schwemmen. AlleS anS Liebe zn Van Bnren!
aber nicht anS Grundsatz ihrer geheuchelten
Vaterlandsliebe.
Wir habe» bereits in dem letzten"Patriot"
erwähnt, daß die LokoS i» Montgomer» Ct'y
darauf aus sind, in PottSgrove eine Bank zn
habe», mit einem Capital von zweimal bnn
dert tausend Thaler.
Unsere Anti - Banklente in Lecha Cannty,
vollblütige Va» Bnren Männer, haben auch
angezeigt, daß sie bei nächster Gesetzgebung
! nm einen Freibrief für eine neue Bank an
! lullten wollen, mit einem Capital von vier-
! mal hundert tausend Thaler. Sie sagen:
j wenn Van Bnren die Unterschatzkammerhaiik
j fingert—so müssen wir, als seine trene Un
i terstützer, auch etivaS zn fingern haben,
i Auch baben die Wächter der Va» Bnren-
Uneigennntzigkeit in Libanon Cannty aiige
- daß sie eine nene Bank begehren, mit
dem bloS-nnbedentende» Capital von Drei
l mal hundert tausend Tbaler! —Die jel-t be
reits bestehende Bank in Libanon macht blos
Geschäfte mit s 7»,2^«; obwohl ihr Freibrief
! auf lautet!
Also: "Van Buren nnd keine Bank!"
Höret weiter, waS der "Millonia»," in
Nortb»mberl..nd Cauntn gedruckt, meldet:
Lewis Dewart, Henrich Masser und Job»
Boger, alle Anti Bankinänner, baben Nach
richt gegeben, daß sie Willens sind die näch
ste chesetzgebnng zn ersuchen, zu erlauben
eine Bank in Snnbnry zu errichte», mit ei
nem Capitalstock vo» ?!ZW,(Xi<>. DieS ist
kein so schlechter Vorschlag von unsern alten"
i standhafte Van Bnren Männern !
! ES sollen gleichfalls Ansiichnngen gen,acht!
! werden für eine Bank z» Lock Häven, mit,
! einem Capital von einer halbe » M illi 0 n
Tbaler-Die Anti Bank-Männer lassen sich
nicht irre machen!
Eine andere Ansnchnug für eine nene Bank
ist von WilkeSbarre a»S gemacht worden,—
Nicht mehr aIS im«« Capital. Auel? sind
luer eS die Bank-Männer, welU>e den
Spielniaun bestellt haben.
Eine andere Ansuchung für eine Bank ist
durch Samuel W. Morris und andere zu
WellSborough gemahlt worden, dessen Ca
pital SAX>,I»<K> betragen soll.l
Eine «iidere für euie
Danville soll gemacht werden, mit einem Ca
pital von S2VO,(X>O.
Und nun noch eine Bank zu Strondsbnrg,
in Moiiroe Caunly, mit einem Capital vou
S ISU,tXIU.
kurzgefaßte Nenigkeiteu.
?l br. P. E vre, Esq. von Ke»si»gto», ist
vom Gvuveruör als GehnlfS-Auffeher über
den Philad. Hafen eruanut worden.
Das gelbe Fieber befindet sich noch iu Cbar
lestou, besitiränkt sich jedoch meistens auf die
Schiffe im Hafen. ES starben vorlebte Wo
che 4 Persoueu daselbst au dieser Kraukbeit.
Auch vou der Pittsburg Erchauge - Bank
sind falsche HS Noten iu Umlauf.
Ei» junger Mau«, Namens Franz Stu
art, wurde vor einigen Nächten in dem Thea
ter znVoniSville von einem lasterhaften Fran
enziiunier mit einen Dolch gestochen.
Eine Eirifche Zeitnng, indem sie ein ver
heerendes Gewitter mit Sturm uud Hagel
meldet, daS über eine Gegend zog, sagt zum
Schlüsse ihres Berichts: "Unterschiedliches
Rmdvieh wurde dabei getodtet, aber glückli
cherweise gieng kein Leben verloren."
Auf die Franklin Bank von Waschington,
in Peniis. sind nachgemachte Noten in Um
lauf, zu deu Belauf von KZ. Mau hüte sich
für deren Annahme.
In Philadelphia ist jetzt ein Magiker, Na-!
menS Adolph Adrien, aufgetreten, der die
'Welt mit seiner Kunst in Erstaunen setzt. Er
war zuvor in NeuorleanS, wo die Zeiinngen j
sich iu seinem Lobe erschöpfen.
Tchwi!NN!->Zehiile. Wir sehen mit ?n- >
friedenheit, daß sich in Philadelphia endlich '
eine Schwimmschnle, unter der Aufsicht von
Col. Ioh» K. Murph», gebildet bat. Sie!
befindet sich an der Westseite von sud t2teu
Straße, eine kleine Einfernnng vou Locust
straße, nördlich.
Die Zeitungen vou letzter Woche sind voll
von Gewitterstürme, mit Schloßen vermischt,
, in »tttrrschicdlicheu Theilen von Pennsilva
nien sowohl als andern Staaten. Jedoch ist
der dadurch entstandene Schaden nnr nnbe
dentend. Die Erndte war da und mehrere
Tage warmer Sonenschei» brachte die Frncht
wohlbehalten unter Obdach.
Es wurde neulich ein Versuch gemacht/
daS Costiiinhails in Baltimore abzubrennen.
Die Waizen-Erndte in Marnland ist vor
über, und der Ertrag soll so reichlich sein, als
seit Mensche» sich erinnern können.
In Ciuciunati hatte man bereits vor zwei
Wochen neuen Kentuckyer Waizeu anf dem
Markt.
Die Zeitungen von West«» sind voll von
Duelle mit Muoketen, Pistolen, Dolche nnd
spanische Messer; »iristcntheilS sind Müßige
gänger, Spekulanten und Gämbler die Ue-!
! bertreter der Ordnung.
Der Mavor von Baltimore bat SloOOße-!
lohnuiig aus die Entdeckung desjenigen gesezt,
welcher neulich ein Spritzenhaus iu selbiger!
Stadt in Brand gesetzt.hat.
Flanr galt z» Cincinnati am I2ten Iuly!
das Bärrel -S t 12 bis S t 2>>.
Der Ohio-Flnß ist außerordentlich klein—
bei Cineinnari hatte er am vorleizten Freira-!
ge nicht niehr denn fnnf nnd einen halben
Fnß Wasser.
Gleisen ans t^isciibalinen.—Man er
laubt jetzt, daß mau mit Sicherheit 2«) Mei
len in einer Stunde auf unsern Eisenbahnen
reisen könne, abgerechnet der gewöhnlichen
Plätze, wo man halte» mnß. Ein Bericht!
von der London »nd Birmingham Eisenbahn
sagt, daß man diese 117 Meilen in S Stun-!
de» zurücklege. Erlaubt man nun 2.', Minu-!
ten, um viermal anzuhalten, so ergiebt eS sich,
daß die Reisezeit »ur 4 Stuudeii N 5 Minn-!
ten ausmacht; dies macht 25,! Meilen die j
Stunde: oder weun mau die Zeit des Aus-!
eutbalts dazu rechnet, 23 1-3 Meilen in ci-I
»er Stunde.
I
t?in sonderbares Tcstainent. Ein!
Mann starb neulich zu Bradford, nachdem er
iii feinem Testamente für seine minderjähri
ge drei Söhne verfugt,hatte, so vermachte er
zn seiner Wittwe S»W Pfuud Sterling, mit
dem Beding, daß sie sich, ehe Ii Monate »ach
feinem Tode verflossen, wieder verkeirale !
Sie ist noch eine wohl aussehende Frau und .
wird wahrscheinlich keinen Anstoß finden das j i
Testament zu erfüllen. !,
t<l>elichc
Der CrawfordSville s Indianas Eraminer
giebt einen besondern Bericht von der Ver
heiratung von Joseph Rusch zn Jane Rnsel>,
in jener Viachbarschast. Sie waren oliuge
fähr drei Woche» lang vcrheirathct, n fchoii
in der ersten Nacht soll" er getrachtet baben
sie zu erwnrge» als er ihr sagte, das! er
schon vorber zwei Weiber »nd einen Manu
> sür ihr Geld todt gemacht habe; er nahm so
' danu eine Art in daS Zimmer und schwur,
daß er sie vor de,» nächsten Morgen umbri»-
geu wolle, lim zu verhüten, das? sie nicht ent
wische, legte er sich qneer vor die Thüre und
schlief ei». Da 6 Weib »ahm die Art und »1»
sich selbst zn sichern, schlug sie ihren Gemalt
todt. Sie nl'ergab sich sodann der Obrigkeit,
die sie jedoch frei sprach.
Vunkerc» ?)kuii,„ne«t.
Es ist jetzt eine giite Aussicht vorfanden,
das! die nöthigen Gelder, nin dieses Monii
! »ient zu vollenden, zureichen werden; man
! glaubt dasi jetzt gesammelt sind, zu
. samnien mit der fernern Sume von !?w,»»r>
um de» Platz zu ebenen und eiiiznbägen, die
»och znsainen
in einer billigen Zeitsrist das Denkmal daste
bei, wird. ES ist in einigen von den Zeitun
gen gemeldet worden, das! zn diesem
Endzweck von vier .Herren vo» dieser Stadt—
Bruder—wären angeboren worden. ES wird
gleichfalls gemeldet, daß dura, einen
ander» »errn angeboten »vurden, bei
einem dritten und SU),»<X) durch einengen»
auS den« Suden. Diese liberale Anerbietn»-
gen subreii die Vollendung dieses Werks »in
herbei.
<?rmord»nst eines H»eransqcbers.
Wir hören vou der Neuorleaus Picayune,
daß I. W. M 0 o r e, Esg , Herausgeber des
Red River Whig, iu deu Straßen von Alcr
! andria (La. » am I. luly durch Kiug Hol«
/ item ermordet lverden sei. M vore lvurde
jchon früher durch Holstein herausgefordert,
allein er schlug eS aus sich mit ihm zn sch l a
g e u, auf den Grund, da er ihn nicht als
einen Gentle m a n betrachte. Dies brach,
te Holstein so ans, daß er sich mit einem Ge
wehr und Paar Pistolen bewaffnete nnd dem
Moore in der Straße aufpaßte; zuerst ver
suchte er sei» Gewehr anf ihn abznftnern,
welches aber versagte. Hieraus zog er eine
Pistole und schoß ibm todt. Holstein spazirte
nachher durch die Stadt nnd bewirkte seine
Flucht. Der Scheriff fürchtete sich, deu Mör
der fest zu nehmen!
Grofie Alligator Jagd.
Ciiie NeuorleanS Zeitung giebt nnS die Be
schreibnng einer Jagd nach Alligator, dir ein
zig in ihrer Art ist. Füns Personen machten
„ch wohl bewaffnet nach der holländischen
Niederlassung anf den Weg, denn seit Kur
zem halten Sllligätcr in jener Gegend man
che Verheerungen unter dem Wil'd und den
Hunden angerichtet, indem sie sich in dem
Gebüsch anf die Lauer legten. Die Partie
war zwei Tage und einen halben ans, und
schoß in dieser Zeit nicht weniger den» sechs
hundert und siebe 11 nnd fü ufz ia
Alligätor der größte» Art, ohne daß sie eine»
Schuß Pulver »»uöthig verfchoßen, uud daß
sie nicht einen nnter l(> F«ß Länge trafen.,
Sie verfolgten das Werk der Vernichtung,
bis ihnen ihrPnlver nnd Blei anSgieng.
TieNen-OrleanS Picaynne liefert die Na
men der 5 Alligätor-Schiitze».
lWir stehen für die Aechlheit der Ueber
setzuiig, aber nicht für dieW a hrheit dieses
Münchhanseu-Artickels.j
Vergiftnnq.
Die St. Augnstine News vom «ten Inky
meldet, daß Capt. Mitchel, Lieutenant Pngl>
nnd 12 Soldaren an Gift gestorben seien.—
Col. Devenport »nd zwei Chirurgen liegen
ebenfalls daran krank nieder uud mau zwei
felt au ihren, Aufkommen. Man hat in der
Onelle, woraus sie ibr Wasser ziehen, ei»
Faß mit Bleiweiß gefunden. Bis jetzt sind
die Schurken welche diese heillose That ge
than, nech nicht eindeckt worden.
> Dieselbe Zeitniig beschwert sich, daß den
! Indianern daselbst erlaubt ist von den Agen
ten der Regierung Schießpulver zu kaufen.
DieS ist sehr unpolitisch gehandelt.
! In Baltimore bat der Vichiiiarkt vorletzte
Woche bedeutende Vorrälbe geliefert. Am
Molttage waren beinahe drei hundert Stuck
! Rludvieh auf den, Markt, vou welchen OHII
- zwei hnndert für den Stadtverbrauch
verkauft wurden; der Preis für gewöbnli
> cheS Vieh war 57 s,o—»nd fiir die vorzüg
lichste Sorte 5!I daS.hundert. Die Maßre
geln der Mettger alldort haben die beabsich
! rigle Wirkung nicht verfehlt.
l Die französische Fregatte Neceide, Adnii
ral Bandin, rind eine KriegSbrig seegeltei»
von Pensacola am 5. Inln sur Frankreich.—
Eine Brig ist jedoch immernoch im .Hasen.
! Ein kühles Gefühl l'errsilne zwischen dem
! franz. Admiral Bandin nnd dem Ainerikani
i scheu Cominodore, weil letzterer ans dieselben
! Ehrciibezcugungrn ?lnsprucl> maclüe, die Er
, sterem wegen seines Ranges widerfuhr, wor
i auf auch der Amerikaner Anspruch machte.—
> NichtS desto weniger speiseten die französi
schen Offiziere an der Navv-'.yard, de» Tag
ehe sie de» hinunter giengen; und Ta-
geS darauf »ufere Offiziere mit ihnen, wobei
> Admiral Bandin die Gesnndheit deS Presi
z deuten der Vereinigten Staaten ausbrachte,
wobel>ine Blocke geläutet wnrde, »ooranf sie
eine Salve vo» 2<i >jia»onenfchiisse gaben.—
Capitän brachte sodan die Gesnnd
- heit deS Königs der Franzosen ans, worauf
eine Salve von der Navy<>)>ard erscholl.
! Je ffers 0n S Grab.—Der Cbarlot
teSvillr Advokat enthält folgendes: Wir
waren sehr erstaunt aIS wir levtl»'» daS Grab
l deS.Hrn. leffei son besnchteu, Zii seben, daß
. daS Granit-Denkmal über ibm beschädigt 11.
durch Besuchende zerbrochen wordrn ist —und
> baß die Marmorplatte nber der Ruhestätte
seiner Fran gleichfalls zerbrochen ist. Wir
' hofften daß das gute Volk der Verein. Staa
! ten blos daS Grab dieses unsterblichen Wei
sen besuchte, nm den Platz mit Ehrfurcht zn
betreten, nicht um daS Denkmal zn beschädi
ge». ES verräth eine Rohheit nnd Gefüllo«
sigkeit, die blos bei de» Indianer» im Kriege
anzutreffen sind. Die Gesetze können solche
Frevel nicht hart genng bestrafen.
I Wir lasen neulich die Beschreibung eines
Reisenden, der WaschingtonS Grab besuchte.
Die Klage» waren nicht ganz dieselbe», je
doch Vernachläßignng der Grnst deS Unsterb
lichen wurde de» Inhaber» von Monnt Ver
non zur Last gelegt und eindruckvolle Be
schwerde gefnbrt. Warum läßt die Nation
»übt die lleberreste ihrer Väter bewachen »ud
sorgt für deren Erhaltung
> Beim Kriegsdeparremeiit sind Nach-
richten eingelaufen, das; geirisfe Pcrso
»eil an der südliche» nnd westlichen
(Clenze zn dein Zivecke die
Gegenden besuche», »i» die Indianer
->» Hasardspiele» zn reize» »>id ste a»f
diese Weise i»n ibr Vermögen zil berrn
gen. Der Commlsiär der Indianer--
Angelegenbeite» ist bieraufvom Kriegs
departemeiit beanftragr irorde», de»
geeigneren Beamien seines Deparce
ineiils die Weismigz» errbeilen, an
genblicklich alle jene Personen ans der
Indianer Gegend zn vertreibe», nud
in» il're .')üickkilnft zu verbitten, im
die (Gewalt der Waffen zu
gebrauchen.
Willi.ii» Pieree, !«! Jahre alt, der leite,
wela>er bei der "Boston Thee-Partie" gegen
ivärtig war, befand si.t, .11» Inl» bei der
Festlichkeit desselben i» Boston .111 Fanenil
»all. Er wurde in siine geholftii
durch einen andern RevolntionS-K:iuben rvti
bloS 86 als,
<
i