Pennsylvanische Staats zeitung. (Harrisburg, Pa.) 1843-1887, July 26, 1866, Image 3

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    Harrisburg, Pa.
Donnerstag, Li). Juli, 1800.
Agenten.
Wir haben das Vergnügen, folgende Her
ren als Agenten für die „Pennsylvanischc
Staatszcilnng" zu iicrinc:
" Avenue, Pittsburg, Pa.
„ Jos. ßma t el, Nro. 610
Pen >traßc, PittSburg, Pa.
Straße, Allcgbcuy City, Pa.
Sountagsseknl Pic Nic.
E-Postmcister!
Eine Soldaten-Fair.
Man beabsichtigt, am 2lsicn September eine
ein nobler Zlbeck, zu welchem ei Jeder sein
Scherflriu beisteuern wird. Wahrend ein bauk
bareSVolk seine Brave, die im Dienste drs Ba
Erstc Warb.—MrS. R. Hogan nb I. O.
Zweite Ward.—MrS. Grv. Bcrgner, Wm.
Parkhill, Frl. D. Warford nnd A. Hickok.
Dritte Ward.—Mrs. D. Fleming, G.W.
Hummel, Frl. A. Frazer und M. Biglcr.
Vierte Ward. —Airs. I. Brad, E. Rawti,
Prof. Priem und Frl. A. Ereswcll.
Sechste Ward.—MrS. Dctweiler, I. Min
als Werlzeug Ander gebraucht zu werde ?
Von einer Ratte gebissen. Vor
einigen Tagen ereignete sich bei Hrn. Elemeiis
Schimmele, dem jovialen Gastwirth „zum
Würtcmberg'sche Hof" im sogenannten Ver
bekestädtrl, folgende komische Scene, die zu gut
ist, um sie hier nicht anzuführen: Hr. Schim
mcllc hatte nämlich eine Rattenfalle im Keller,
in welcher sich zur Zeit eine tüchtige Ratte be
fand. Während dem nun mehrere Freunde
auch einige Hnnde hingelockt hatte, i der Ab
ficht, baß dieselbe die Ratte fangen sollten,
sobald sie aus der Falle trete. Um endlich das
Entschlüpfe der Ratte zu verhüten, vertheilte
sich die Mannschaft und ahm Posto an sol
nahc de Schenktisch, hiiilcr welchem ein Loch
in de Keller führt. Ob sie Alle mit nittcln
oder sonstige Waffen versehrn waren, konnten
schaft, die Hunde auf ihre Gegner aufmerk
sam gemacht, und der Mannschaft strenger Be
fehl gegeben yzprbcn war, ihre verschiedenen Po
sten scharf zu bewache, ließ man die Ratte aus
der Falle. Allein, aiisiatt daß die Hunde die
Ratte packle, fuhren sie erschrocken zurück, und
in einem Nu war sie verschwunden, ohne daß
Jemand wußte, wohin! Man schaute na al
len „Ecken und Enden," allein der „Vogel
war ausgeflogen"; auf einmal jedoch fing un
ser Wirth gewaltig an zu toben und in der
Stube herumzuspringen; je mehr als er tobte,
desto mehr todten auch die Gäste; sogar die
Hunde fingen endlich an, ihre Stimme in das
babylonische Durcheinander zu mischen: Alle
rrnd dirser Spektakel vorging, packte unser un
glücklicher Wirih die Ratte, —oh weh! zwi
schen dem Hemde und seinem eigenen
Rücke! Sie war ihm als sie ihren Schlupf
packte, so oft schrie und biß sie ihn auch; daß
aber auch der Wirth sein „A u tsch t" nicht
fehlen ließ, haben wir schon gehört. Was war
nun in diesrr krittische Lage zu thun? Der
gute Mann war genöthigt, vor dem versammel
ten staunenden Auditorium, im Beisein der—
So geschehen während den HundStagen, am
zweiten Freitag im Monat Juli, im Jah.e 1800,
als Andreas der Zweite, Regent im Lande Co
lumbus war.
Nachschrift. Wie wir hören, soll die
Ratte jetzt „mauStodt" sein, aber unser guter
Nachbar hat feierlich erklärt: „Moi Lebtag' stell
jmi nimmer an sv'n Loch: liaber möge all
tztze Ratte zuam Guckuak gah'n!"
Von einem Hund gebissen.
Vor einigen Tagen wurde ein kleine Mäd
- che Namens Emilie Braun, an der Rtdge
Road ohnhast, on einem Hunde gebissen.
- Obschon das Thier nicht wüthend war, so sollte
man sich doch während diesen heißen Tagen vor
bruar 1861 passirten Stadt-Ordinanz zufolge,
sollen alle Hnnden vom 20. Mai bis zum 20.
September Maulkörbe angelegt werden. Es
wäre daher rathsam, diesem Gesetzt Folge zu lei
sten, ehe man den Tod eines on einem wüthen
den Hunde Gebissenen zu beklagen hat. Wir
' ersehen aus unsern Weckselblättern, daß in EaS
on, Philadelphia, PittSburg, Allcgheny und
andere Städten täglich Hunderte von Hunden
todtgeschlagen werde, falls man sie ohne Maul
körbe antriff.
Cholera Morbus, sowie alle Unord
nungc des Magens und oer Eingeweide, wer
den rasch durch den Gebrauch von Coe'S DyS
pcpsia Kur geheilt, während llnverdaulich
kcit ober Verstopfung ebenso gut dadurch regu
lirt werden; denn diese Kur ist ein zuverlässiger
Regulator des Magens und der Eingeweide.
DySprpsia, diese schrecklichste aller Krankheiten,
weicht sofort ihrer heilende Kraft. Es ist eine
wcrthvollc Medizin, sehr beliebt, die in jeder
Haushaltung vorräthig sein sollte.
DaS Wetter.—Durch die letzte Regen
bat sich die Hitze einigermaßen gelegt, hingegen
aber dem Welschkorn, Kartoffeln, Kraut wie
überhaupt alle Gewächsen einen solchen Auf
schwung gegeben, daß man auf eiue reichliche
Erndte rechnen darf.
Eine gute Gelegenheit.—Hr. I. H.
Linville, Jngenccr der hiesigen Stahl-Compag
nie wünscht eine Anzabl guter Arbeiter zu ha
den. Hier ist eine Gelegenheit für Solche, die
außer Arbeit sind.
?lm letzten Kreitag fielen 2067 Zoll
Wasser hier.
Die s'itze. In New Aork starben am
vorletzten Sonntag 97 Personen, am Montag
145, und am Dienstag 158! I gewöhnlichen
Zeiten sterben 50 Personen per Tag.
Nachruf
ssharlcs Philipp Wol;.
Charles ist todt! tönt'S traurig durch die Herzen,
Ein treuer Freund, ein braver ohn!
Aus den Gesichter sieht man herbe Schmerzen
Und warmer Freunde Thräne sind sein Lohn!
Charles ist todt! hört man die Mutter klage.
Die Geschwistern trauernd an dem Sarge stch'n.
Und alle seine vielen Freunde sagen:
Daß tiefe Schmerzen durch ihre Seele geh n.
Doch woblDir,CbarleS! Du hast jetzt überwunden
Alle die Herden Leide dieser Zeit!
Und hast die wahre Heimalh nun gefunden
Bei Deinen Lieben in der Ewigkeit.
Und bat der Tod au Dich uS genommen
Nimmt er dennoch Dein Angedenken.,
Dieß wird uns bleiben, bis auwir einst kommen
Zur großen Heerschau in des Himmels Licht!
Schlumm're sanft im stillen heil'gen Friede,
Ruh' aus von des Erdenlcbcns Müh'!
Hat au der bitt re Tod uns jetzt geschieden,
D och nein! vergessen werden wir Dich me!
Liste der Juror
gezogen für den August Termin der Court der
Vierteljährlichen Sitzungen von Dauphin
County.
Grand JnrorS:
lobn Till, Vormann, HarriSburg.
Jakob Bekm, von Derry Townfhip.
Samu.l Beck, von Ober-Parto.
A. B. Clemjo, von Mittel- Parto.
Jakob Cassel, Nieder Parton.
Israel Ellcnbergcr, HarriSburg.
Jonathan For, SuSguchanna.
Samuel Gilbert, Ober-Parto.
Job Geyer, Vondonderrv.
William Ho, Waschingto.
William Heidler, Londonderry.
John Hocker, Swatara.
Montgomcrv Kirk, Harrisburg.
Samuel W. MyerS,HarriSburg.
Mathew Mitchell, Halifar.
Harris MilcS, Harrisburg.
Daniel Poffenberger, Mittel-Parton.
A. M. Redsecker, Conewago.
John F. Stoner, Ost-Hanovcr.
Adam Singer, Halifar.
David Schaffner, Süd-Hanover.
John D. Peters, Middletown.
George Hocker, SuSquehanna.
Elias Updegrove, Harrisburg.
Petit-JurorS:
Abraham Brand, von Middletown.
Peter Bcrnhcisel, sr., HarriSburg.
Joseph Bowman, Wiconisco.
Curtis Bailey, Ost-Hanover.
Augnst H. Bell, Harrisburg.
John Barnelt,Wcst-Hanover.
Daniel Collier, Waschingto.
Edward Curze, Harrisburg.
Benjamin Douglas, Harrisburg.
Job H. Eplrr, Londondcrry.
Christian Ehrman, HarriSburg.
W. W. Softer, Wiconisco.
Andrew Foltz, HarriSburg.
Benjamin Gross, Harrisbnrg.
Samuel C. Gilbert, Ober. Parton.
Isaak Gayman, Mittel-Parton.
Simon Hartman, LvkcnS.
Jakob D. Heß, Londonderrv.
Friedrich P. Hähnlen, Harrisburg.
William Hawk, Wiconisco.
Jakob Kecver, Middlctowu.
William Kirby, Harrisburg.
Abraham LandiS, Middletown.
David Lebo, Jesserson.
Robert McColly, Jackson.
Ensch Matlack, Derry.
Peter I. Miller, HarriSburg.
Henry McKee, Reed.
Isaak Maitis, Waschingto.
Samuel Miller, Nicder-Parton.
John B, Maltis, Waschingto.
Amos Miller, Süd-Hanoevr.
David Ober, Swatara.
William L.Paul, Ober-Parto.
James Porter, HarriSburg.
Daniel RhoadS, Harrisburg.
Peter Ramberger, Wiconisco.
Daniel Reichert, Nieder-Parton.
' W. I. Robinson, Mittel-Parton.
James Reed, Mittel-Parton.
C. A. Snydcr, Harrisburg.
F. K. Swartz, Harrisburg.
Solomon Swartz, Nieder-Hwatara.
' John A. Schweigart, Jesserson.
H. B. Schreiner, Lykens.
e Samuel Sieg, Harrisburg.
I Emaiuicl Zerbe, Wiconisco.
, Ter demokratische Staats - Vollzugs-Aus
! Schuß ernannte heute Wm. Allen, Gco. H. Pen
' dlcton, Geo. W. Morgan und M. R. Willett
zu Staats Deputirten für den Philadelphia?
Convent.
Am Nachmittage des 10. Juli unternah
men 5 katholische Priester und 2 Studenten in
e Baltimore eine Vergnügungsfahrt die Bai
i hinab. DaS Bootschlug jedoch um und drei on
den Erstere und die beiden Letzteren fanden in
i den Wellen ihr Grab.
~ In Richmond wurde <km 16. Juli der Ne
. Chaney, der im Oktober eine weiße Familie
in Rockbridge Co. Va., ermordete laut kriegS
e gerichtlichem Spruche aufgeknüpft,
r Der Zahl der in Portland abgebrannten
II I Gebäude beträgt 1800 bis 2000 und 3000 Fa
ll Milien sind obdachtloS. Die früheren Angaben
1 waren niedriger.
Der Staat Tennessee ist vorgestern
von dem Congreß wieder in die Union aufge
nommen worden.
Aus Europa.
Vom Kriegsschauplatz.
Pardubitz, 8. Juli. Die preuß. Avant
gardc unter General Steinmetz ging gestern bei
Wratzbau über den Fluß.
Die Elbe-Brücke bei Pardubitz wurde ver
brannt, um sie zu ersetzen, wurden zwei Schiffs
brücke über den Fluß geworfen.
Im Felde.
Preußisches Hauptquartier,)
Pardubitz, 9. Juli. )
Die Armee des Kronprinzen, welche die Spi
tze des verfolgenden Heeres bilde, ist bereits
weit über Pardubitz hinanS.
Da Verhältniß der Verwundeten ist, acht
Oestreicher auf einen Preußc.
Die Preußen sind am Nachmittag des 0. in
Prag eingerückt. Am folgenden Tag war das
Gerücht in München verbreitet, daß sie auf
Pilsen marschirten; doch war Nachmittags noch
nichts davon bekannt, Die Eisenbahnbrücke
zwischen Prag und Pilsen ist durch Abtragung
der Brücken bei Bernau unfahrbar gemacht.
Pardubitz, den 9. Juli Abend. DaS
mauth und übermorgen nach Zwittau verlegt.
General Gable; bat si wieder ins preußische
Hauptquartier begeben, um wegen eines Waf
fenstillstandes zu untcrhaldein, aber wieder ohne
Erfolg, da seine Borschläge nicht weiter gingen
als die bereits abgelehnte. Der Zustand de
ntcht für hoffnungslos gehalten. Er wird von
den Doktoren Langenbeck, Middeldorf und
Mendt behandelt.
Berlin, 10. Juli. Die Gesammlzabl
der von den Preußen in der Schlacht bei Sado
wa eroberte Kanonen ist bis jetzt 180. Auch
haben dieselben 400 Wäge mit Kricgsmniitio
genommen.
Abends. Der offizielle „StaatS-Anzcigrr'-
sagt: „Wir sind znr Erklärung ermächtigt, daß
wahrend der jüngsten Kämpft in Böhmen der
Feind keine einzige preußische Kanone genom
men hat. Wen dennoch ein preußisches Ge
schütz jüngst durch die Straßen von Wien gezo.
gen wurde, so kann es mir da Feldstück gewesen
sein, welches dem Kaiser vom König von Preu-
Die Regierungen von Sachsen-Weimar und
Lippe Schaumbnrg haben Preußen angezeigt,
daß ibre Truppen, die gemäß der Entscheidung
Besatzung der für neutral erklärten BundeSfe
stung Mainz bildeten, mit Gewalt gezwungen
wurden, ach Ulm und Rastatt zu marschircn.
ß ' '
Der Waffenstillstand.
Berlin, 9. Juli. Ter Fürst v. Rcnß
und reiste heute früh mit einem Schreiben de
Königs von Preußen an Napoleon nach Paris.
Paris, 9. Juli. Die „Patric" von heu
te Abend sagt: Es ist nicht unmöglich, daß die
Unterhandlungen wegen eine Waffenstillstan
des heute oder morgen zum Abschluß komme.
Mit Preußen ist es bereit zu einem Einver
stänbniß gekommen, doch die Unterhandlungen
mit der italienischen Regierung sind noch im
Gange.
Die Italiener verlangen sofortigen Besitz
zweier Festungen im FcstungS-Bicrcck.
die österreichische Zriedcnsvorschlage vcröffcnt
licht. Der Verfasser sagt, daß nicht besser be
weise, in welche Noth Oestreich durch den Er
folg der Preußen gerathen ist, als die Vorschläge,
Trotzdem ist das gänzliche Schweige über „die
gerechten Ansprüche Prenßcnö" nichts weniger
als befriedigend. Preußen ging nicht in den
Krieg, um Venedig für die Italiener zu erober,
und dies muß selbst Frankreich einräumen, „das
so hochherzig war, Krieg für die Idee cincs ver
einigten Italiens zu führen, als dieses zu schwach
gegen Oestreichs Drohungen, und dann für
Deutschland' Einheit zu den Waffen. Im er
ste Fall war Zweck unserer Anstrengungen, die
Bürgschaft zu erlange, daß Oestreich nicht
mehr in die Lage komme, nach Gutdünken den
Frieden Deutschlands und Europa'S zu störe.
Im zweiten Falle beschlossen wir, die Einheit
Deutschland'S statt de bisherigen Dualismus
herzustellen, und diese Einheit natürlich unter
der Führung desjenigen Staat on den beiden
deutschen Mächte, der fähig ist, sie zu überneh
men. Die Schlachtfelder in Böhmen geben
Zeugniß, welcher Staat dies ist."
Die Times sagt darüber: Preußen hatNord
deutschiand erobert und in Böhmen festen Fuß
gekaßt. ES ist nicht wahrscheinlich, daß es die
se Vortheile aufgeben werde, ohne sein Gebiet
zu consolidiren und sich in cine Position zu setz
en, welche ihm die unbestrittene Hegemonie über
ganz Deutschland giebt. Der Kaiser hat IS
Vermittler nicht als Schiedsrichter zu bandeln,
d, h. er muß suche, dem bestehenden Zustande
der Dinge Rechnung zu trage und nicht ver
suchen, ihn nach seinen Wünschen und Ueber
zruguiigen umzuwandeln. DaS Schwert hat
entschieden, und seine Entscheidung muß respek
tirt werden. DaS Verhältniß der Macht on
Preuße wird gegen die von Frankreich bedeu
tend vergrößert. Wird der Kaiser es wagen,
auf diesen Fall die Grundsätze anzuwenden, die
er im Fall on Nizza und Savoycn Italien ge
genüber gebraucht ? Wird er eine Rcctisizirung
der Grenzen verlangen, um das Machtverhält
niß unverändert zn erhalten ? Oder wenn er
Preuße gegenüber vor der Anwendung dieses
Grundsatzes zurückschreckt, wirb er es Italien
grgrnübcr zur Anwendung bringen? Dies
sind Fragen, auf deren Beantwortung wir mit
großer Neugiertr warten.
Die Donanfurstcnthümer.
Paris, 9. Juli. Der TrmpS" veröf
fentlicht ein Telegramm von Eonstantinoprl on
gestern, wonach die Pforte den Fürsten Karl von
Hohenzollern als HoSpodar der Donaufürsten
thümer annkannt hat. Aus Rücksicht für die
se Anerkennung wird der an die türkische Regie
rung zu rntrichtenbr JahrrS-Tribut crboppeit.
Araiikreich.
Pa r i S, 10. Juli. Die Partie von heute
Abend erwartet, daß der Waffenstillstand heute
angenommen erde, und fügt hinzu, daß seine
Dauer wahrscheinlich für einen Monat festgr
stellt werde. Fürst Rruß wurde vom Kaiser
empfangen. Prinz Napoleon hatte heute früh
eine lange Besprechung mi dem Kaiser.
Die France sagt, daß Prinz Napoleon im
Begriff stehe, nach Verona zu gehen, wo er on
dm österreichischen Behörden da präliminäre
Document erhaltm werde, durch welche Vene
dig an Frankreich abgetreten wird.
Letzte Stachrichten bis zum ISten
Juli.
London, 12. Juli. — Bis jetzt sind noch
keine praktischen ResultatederWaffcnstillstandS-
Unterhandlungen an den Tag getreten.
Der Glode glaub, daß Europa am Nardt
rinrö allgemeinen ruropäischrn KrirgcS stehe.
Halboffizitlle Wiener Blätter melden, daß
Napoleon neue mrrgische Schritte gethan hat,
um einen Waffenstillstand herbeizuführen, und
daß im preußischen Hauptquarlicr bewaffnete
Vermittlung angekündigt wurde.
Preußen brharrt fest auf seinen Forderungen.
Das franz. Panzergrschw. der wurde in der
Nacht vom 11. nach Venedig beor>>e>t.
Auch das Ehcrbourg-Geschwader hat den Be
sch l zur Abfahrt erhalten. Scine Bestimmung
ist unbekannt.
ES wurde berichtet, daß die Preuße gegen
Frankfurt a. M. marschircn.
Der Moniteur sagt, daß immer och Versuche
zn friedlichen Beilegung der Frage gemach
werden.
Die Oesterreich räumen Bencdig, lassen
aber starke Besatzungen in den Festungen.
Die Italiener rücken in Force vor und avan
rieten trotz der Abtretung Venedig an grani
reich. -
Stach verschiedenen Einsendungen und rdito-
Slimmung im Eintreten oder bereit eingetre
ten, und neigt sich das Volk nun dem Frieden
mit Preußen um so mehr zu, als man keine
Hoffnung hat, daß nach der Niederlage der
Oestreich die verzettelte Armee der kleineren
Bundesstaaten den Krieg mit irgend einer Aus
sicht auf Erfolg allein fortführen könne.
Das Neueste über die Waffenstill
stands - Verhandlunflcn.
D Waffenstillstand ist noch nicht abgeschlos
sen worden, aber die Nntcrhandlunge dauerten
nach de letzte Nachrichten fort nd der Moni
teur vom 11. Juli hatte die Hoffnung ausge
cher Schwierigkeiten schließlich doch als erfolg
reich erweisen würden.
Der Fürst von Rruß war mit einem eigen
händigen Brief des König von Preußen aus
dem preußischen Hauptguartirr in Böhmen nach
I. Ausschließung Oestreich aus dem deut
schen Bund. 11. Der ausschließliche Oberbe
fehl über die Heer- und Flottenkräfte des Bun
de in den Händen Preußens. 111. Die diplo
vom Fürsten Reuß überbrachte Mittheilung nach
London und St. Petersburg, weil durch sicZra
gen von europäischem Interesse in Anregung ge
bracht würden, die nnr nur durch dir Urbrrein
stimmung der Großmächte festgestellt werden
könnten.
knüpft haben:
I. Wenn auch Vcneticn an den Kaiser Na
poleon abgetreten wird, so muß doch dir schließ
liche Uebcrlragung durch Oestreich stattfinden
und durch keine Rücksichten auf Rom behindert
sein.
11. Dir Frage he DistrictS on Trieft muß
als eine solche angesehen werden, die der DiS
cussion bei den späteren FricdenSvcrhandlungcn
lungcn, wie sie von Frankreich aufgestellt und
dem Grafen von Goltz u. dem FürstenMctternich
mitgetheilt wulden, von denen sie ach Berlin
und Wien gesandt worden sind.
I. Der deutsche Bund wird aufgelöst und eS
wird ein neuer Bund gebildet, von dem weder
11. Von Oestreich wird keine tcrrikorirlle Ent-
IZI. Dasselbe giebt seine Rechte auf die Elb-
IV. Preußen erleibt sich Schleswig-Holstein
Hessen-Kassel, Hessen-Darmstadt und Braun
schweig ei. Die Bevölkerung des preußischen
Königreichs würde dadurch auf 25 Millionen
erhöht; der Rhein würde dir westliche Grenze
Preußen bilden und die Provinz zwischen dem
für die durch den Krieg ihrer Staaten beraud
tcn Souveräne dienen.
V. ES würde ein Gebictsaustausch zwischen
Baden und Bai stattfinden, durch den das
erstere fast diese Rheinpfalz erlangen würde;
Sachsen, Hannover und die sächsischen Herzog
thümer würden mit Preußen Militärconventio
nen abschließen. Die Bevölkerung on Landau
würde zu wählen haben, ob sie zu Frankreich
Das Manifest des Kaisers von
Oestreich.
Der Kaiser von Oestreich hat ein Manifest
an seine Völker erlassen, worin er sie auffordert,
in dem Unglück, da den Staat betroffen, treu
zu ihm zu halten, und nachdem er mitgetheilt,
daß drn Kaiser der Franzosen sucht habe,
einen.Waffenstillstand mit Italien zu vermit
teln, und daß dieses sich freiwillig erboten habe,
dasselbe mi Bezug auf Preußen zu thun, erklärt
er daß er dieses Anerbieten angenommen Hobe,
da er drreit sei unter ehrenvollen Bedingungen
Frieden zu schließt; allein er werde niemals
in einrn Friedrnsvrrtrag einwilligen, durch den
das Fundament der Stellung Oestreichs als
Großmacht erschüttert werden würde. In dem
Falle sei er bereit, den Krieg bis zum Acußcr
sten fortzuführen und er glaube dann, seiner
Völker Zustimmung wie Bristand gewiß zu
sein.
Deutschland.
Sobald die Nachricht von dem Ausgang der
Schlacht bri Sadowa in München bekannt ward,
erhielten die in Meiningen cvncentrirtcn bai
rischen Truppen Befehl, sich zurückzuziehen.
Auf diesem Rückzug stießen sie bei Dermbach
mit den Preußen zusammen. Die Letzteren
waren bedeutend geringer an Zahl und wurden
zurückgeworfen, allein die Baiern verfolgten ih
ren Vortheil nicht, sondern setzten ihren Rück.
Zug fort.
Unter den südlichen Bundesstaaten herrscht
die größte Zwietracht. Baden fürchtet, daß
tembrrg mißtraut der Aufrichtigkeit BairrnS in
Ergreifung der Waffen für dir Sache des Kai
ser. Die hessischen Truppen sind nach Mainz
gesandt worden, weil man fürchte, daß sie, falls
sie den Preußen im Kampfe gegenüberstehen, zit
den Preußen übergehen erden und die weimari
schen Truppen haben Bismark in den Straßen
von Frankfurt hoch leben lassen: sie sind deshalb
entwaffnet und mit Gewalt nach Ulm und Ra
sladt gebrach worden.
Die BundeStruppen sind auch, seitdem man
weiß, daß die vermeintlichen Siege Oestreichs
furchtbare Niederlagen gewesen sind, von Gie
ßen zurückgezogen worden. Ihre Position war
am 9. Juli in Butzbach und Fricdberg; diese
werde sie aber bald gezwungen gewesen sein,
aufzugeben, da General galkcnstein mit rinem
preußischen ArmcccorpS on Eiscnach aus gegen
sie im Anmarsch begriffen war.
In Frankfurt herrschte dir größte Besorgnis
man fürchtete stündlich das Eintreffen der Preu
ßen. Es hieß, daß der Bundestag ach RcgcnS
burg verlegt werden sollte. Die Bevölkerung
von Frankfurt ist jctzt gcrnc bereit, sich aller ih
rer österreichischen Sympathie zu entledige.
ES war der Borschlag gemack worden, die Stadt
zu verschanzen, allein das einundfünfzigrr Kol
lcg hat seine Zustimmung versagt.
Das östreichische Heer.
Die London Erpreß schreibt: „Wir rrnch
men, daß ein Theil der östercichische Truppen
in Venelien bereit in der Richtung von Wien
zurückgezogen worden ist und daß General Bc
nedckals ObrrbrefhlShaber der Nordarmcc durch
den Erzherzog Albrecht oder eigentlich General
Joh, Haupt des Stabs der österreichischen AS
mcc in Italien ersetzt worden ist. Der erste
Bericht de Grafen MenSdorf, der entsandt wor
den ist, um den Zustand der österreichischen
Armee zu uniersuchen, ist eingetroffen und zeigt
die Dinge bei Weitem nicht so schlimm, als ver
muthet worden.
Drei ArmcccorpS sind unversehrt und brsin
den sich bereits in der Anzahl von M>,ooo
Mann in Position in der Nähr von Olmütz,
während die Trümmern drr andrrcn Eorps er
einigt und organisirt werdr, und cinr impo
sante Streitmacht darbieten und trotz des grv
Ben Berlustcs au Kanonrn wird die Zahl, die
sich noch in den Händen der Oeslrcichcr befindet,
auf 500 angegeben. Seitens der Oestreich
wird ein Verlust von 50,000 Mann Todten,
Verwundeten und Gefangene zugegeben, al
lein cS werden die äußerste Anstrengungen ge
macht, um die die in den österreichischen Reihen
entstandenen Lücken auszufüllen.
Briefkasten.
mit 'nein famosen Grünbäck vom lieben Ehrl
stian. Danke schön. (Was aber doch der Rip
per for cn freundlich G'sichtlc macht, wenn er so
'nen grünen Lappen kriegt.) Ja, ja, die allen
Rekruten können uns nit vergessen wir sie
aber auch nit.
Nro. Ä. Ihr zweites Brirflle ist soeben
ang'langt. Ist jctzt Alles g'firt. Seil anner
war juscht in die letz Hosetasch g'schiupfl.
Manheim P. O.—Hr. I. E. Bravo !
Da kommt noch cn frischer Rrkrut; jnscht her
ein, lieber Jakob. Tic gewünschte Nummer
sind bereits an Sic abgeschickt.
Marictt a.—Hr. Agent F. H.—Stop !
Macht Platz, 'S kommen drei bully Nckrnten
direkt vom schönen Marictta Städtel ang'stic
felt. Nur herein, ihr alten Waffenbrüder, hier
ist unsre Aber hören 'S mal, lieber
Alter, Sic verstehe das Rckrntiren wie aus
cm ff. Nur so fortgcrutscht. In scllcm Städ
rcl stecken noch mehr „Hassen."
PittSbur g.—Hr. L, S. Entschuldigen
New E a stl c.—Hr. A. D.—Well, nau, da
mit 'er grünen „Bohne", und will mit Leib
und Seele in'S Rippcr'schc Armee-Corps ein
treten. Freundlichsten Dank, lieber Alter, für
Ihre Glückswünsche. Für die gute Sache der
Demokratie werden wir fortkämpfe, so lange
unsere Pulsader schlägt, denn so lange das dicke
„Zell" der „WoollyheadS" nit tüchtig durchge
klopft ist, sc lange „gibtS koi Rnh' im HauS."
Li ng le S tow n.—Hr. A. K.—Da kommt
ja meincrscel noch en Adam mit drei handfesten
Rekruten, und auch e bißle „Speck" für den
Ripper; danke freundlichst. Unsere Adam
mache' ganz anders als wir sellcr im Para
dies ; wenn sellcr sich mehr um de Nippcr als
um die Aeppcl bekümmert hätt', so wär' er nit
zum Paradies h'nanSgejagt worrc, seil is schür.
Nur so fortgcwackelt, lieber Alter.
Kittan i g.—Hr. I. A. F.—Grüß Gott,
lieber Herbergsvater; und Sic wollen sich auch
dem Rippcr'schen Corps anschließen ? und ha
den deßhalb auch gleich für unser langhälsigeS
Geldbeutelche gesorg. Das ist schön, lieber
Alter. Danke.
Springst cid, O. Hr. I. G. R.—
Schrittes mit einem jungcn Rekrut in unser
Lager. Willkomme, lieber alter Bat, und
auch alle ihr Springfirlder—Jung und Alt—
der „Meik" und feiler „Wachtmeister" i der
Mitte. Lassen Sir nur ja den Wachtmeister
nit durchschlupfen, sonst Hat'S g'schellt.
MillerSvill e.—Hr. C. F. R.—Sapper
ment, da ist schon wieder e MillrrSstädtlcr Re
krut mit dem „Blech" um dem Ripper sein
Geldsäcklc e bißle fzufire. Schönen Dank.—
b'suchen, und e Gläsle mit 'ander trinke, aber
nit zu viel, damit der Kopf oben bleibt. Ihre
sehr gediegene und geschichtliche Correspondenz
finde Sie in heutiger Nummer.
Thron e.—Hr. L. M.—Guck e mal dahcr,
unser früherer Agent kommt mit zwei frischen
Rekruten! Recht so, lieber Alter. Danke auch.
Wir haben beschlossen, hier unsere übrigen Ta
ge zuzubringen, d. h., wenn'S der liebe Gott
will, denn ohne Seinen Willen vermögen wir
Menschenkinder nicht zu thun.
Cham berSb rg. Hr. Agent P. G.—
Was? schon wieder drei frische Rekruten?—
baumfeste Haudegen; potz kreuzsappermcnt,
wenn da Ding so fortgeht, so dcrf der Ripprr
sei korze Bl> e bißle strecke. Well, mer ferchte
uns nit, denn wann mer nS wieder cmol mit
„Sehf' einschmiere, und unsere „SpektikelS"
grad uf die Nas' srtzen könne, dann wird'S schon
besser rutschrn. Wir haben an Sie geschrieben
und auch an seilen Postmeister, aber so'nr Pille,
wie wir dem Kerl cine eingebe, hat er soi Leb
tag' noch koine g'schluckt.
East Leringon, O. Hr. D. W.
Alle Respekt vor Ihne, Herr Postmeister. Ja,
lieber Leser, e Postmeister—e kreuzrhrliche See
le—ist als Rrkru bei uns eingetreten; ja, und
nit allein da, er schreibt auch, er wolle auch als
Agent für uns wirken, wenn wir's erlangten !
Brav gesprochen, lieber David. Gehen Sie
juscht i-'S G'schirr, nnd wann wir Beide den
verrückten „WoollyS" nicht sagen „wo der
eile! ter Mest holt," soll doch auch der
Guckuk drn Ripper holen, Schönsten Dank
für Ihr Anerbieten. 0o a-daack I
sich auch bemühen will, Rekruten für uns zu
sammeln. Danke recht hübsch, lieber Aller.—
Jhrr Bitte ist erfüll.
Mc SbcrryS to u. Hr. W. v. M.—
sein Geldsäckle. Tausend Dank, lieben Freun-
Glück auf! der alte Gott lebt noch.
Geldkasten.
Col. Daniel Berg, Reading, 82 00
Jakob Babb, Harrisburg, 1 00
C. Klein, do. 1 00
John Reed, do. 2 00
Geo. Herrinann, do. 2 00
Jakob Gest, Swope's P. 0., 1 00
Adam Firch, Hempfield, 1 00
Sebastian Sturm, LandiSville, 100
AndrcasjSchank, Elisabethtvwn, 1 00
Christian Ruit, do. 1 0V
Jos. Cbcrsole, do. I 00
Friedrich Müller, HarriSburg, 1 00
Adam Druschel, New Castle, 2 00
Benjamin Klcinle, Manada Hill, 1 00
John A. Fuchs, Ktttanning, 1 00
John Gerhard, MillerSville, 1 00
Christian Juenke, Somerset, 2 00
Starb:
Wolz.—Am 18ten Juli, Carl Philip
Wolz, im Alt on 24 Jahren, 6 Mon. und
Trocknet still die Thräne von den Wangen,
Die so heiß fällt auf des Grabe Moos,
Früh' zwar ist der Sohn von euch gegangen,
Aber ward ihm nicht ein schönes LooS?
Marktberichte.
(Berichtet für die „Pa. StaatS-Zeitung".)
HarriSburg, Juli 26., 1806.
Wintcrwcizc,
WAfihkor, 80
Hafer, 75
Mehl, Ertra Winter-Weizen, 14.00
„ „ Sommer-Weizen, .... 13.00
Kartoffeln, alte, per Bushel, 1.70
Butt, 35
Eier, das Dutzend, 24
Lancastcr, Juli 26. 1866.
Mchl,(Supcrf.)k 950 Hafer P 60
„ (Eitra).. II 00 Timothysamrn. .300
Weizen, (Weiß) 300 FlachSsame.. . 620
„ (Rother) 230 Kleesamen. ... 700
We.schkorn 80 WhiSkrv,.... 212
Korn, 90 Kartoffeln,.... 1 70
Butter, per Pfd... 25 Ei, prr Dtzd.. 25
Schmalz, per Pfd. 20 Hühner, I 20
Rindfleisch, pr Pf. 25 Hafer, per Sack. 250
Kalbfleisch, beim 1 12 Schweinefleizch.. 25
—0
PittSburg, Juli 26.1866.
Aepfel, H 9 > Salz, per Faß, .P 2 50
Bolme, weiße,.. 123 Whiskey,.... 220
Butt, 23 Schweinefett,. 23
Eier, 18 Timothysamen, 600
Federn, 90 glachsfamen,.. 265
Gedörrte Pfirsiche, 25 Klcesame,... 700
„ Aepfel,.. 20 Wolle, per Pfd. 65
Haf, 52 Zucker, 16
Korn. 85 N. O. MolasseS 150
Wrizrn,....... 2 62 Kaffce, Ri0,... 31
Roggen, 1 00 Reis, 10
Gerste, 1 00 Maplezucker,.. 10
Heu, per Tonne,. 17 00 orghumSyrup 65
Hopsen, per Pfd.. 70 Mehl,Erl.Fam.ll 50
Käse, Goschen, .. 20 Roggenmehl,.. 650
Kartoffeln, 250 Kornmehl, pB. 100
Kleie, per Etc.,.. 115 Buchweizenmrhl
Petroleum, rohes, 18 Lardöl, No. 1,. 183
Carbon öl, rafsin., 2V Leinöl, 135
Ailcghenl'er-V irhmarkt.
Angebot schwach. Nachfrage ebenso
Preise fest.
Rindvieh '58,50 59,00 per Etr. brutto,
Schweine Sehr flau; Durchschnittspreis
59,A>—510,00.
Schafe Zufuhr stark. Nachfrage flau,
?4,50 56,50 per Stück. Lämmer 52,90
54.7.
Tabaksmarkt.
Blättertabak in Cincinnati Kentucky Leas
u. LugS 5.5,00 50,00, jc nach Qnalität.
Ohio 53,i>0 520,00. Virginia Leas, und
Trash 56.00 5'50,00. Markt flau und
schwerfällig.
Philadelphia. Juli 26.1866.
Mehl,(Spf.) 5875 Wrizrn, rother, 52 60
„ (Ertra) .9 25 „ weißer, 340
„ Pa.u.0hi0.1250 Haf, per Bshl. 68
Noggcnmehl,... 625 Roggen, 102
Wclschkornmchl,. 80 Welschkorn, vB. 95
Leinöl, per Gall.. 182 Whiskey, pGall. 225
Vieh-Ma^t.
Juli 26. 1866.
1700 Stück Schlachtoebsen wurden kauft
zu 17 bis 18 Cent das Pfund, für Ertra ; 15
bis 16j Cent für ziemliche bis gute, und 13
bis 17j für gewöhnliche Qualität.
Kühe sind unverändert: 270 Stück ver
kauften zu 550 bis 575 für Springe, und
570 bis 590 da Stück für Milchtühe.
Schweine bleiben stumpf: 1,500 Stück
erkauften zu 513 bis 515 das Hundert, und
einige ErtraS zu 514 50.
Schafe sind in gut Nachfrage: 10,000
Stück verkauften zu 6 bis 6j Cents da Pfund.
-0-
Reading, Juli 26.1866.
Mehl.ertraweiß 1500 Schinken,pPfd.s 20
„ ertra roth 14 20 Schultern, „ 16
„ „Fainiiylloo Seiten, „ 17
Weizen, weiß, 270 Butter, „ 23
rother, 260 Ei, per Dtzd. 24
Welschkorn, pB. 95 Schmalz, „ 22
Wclschkornmcbl, 90 Kartoffeln, Bshl. 120
Salz, per Sack.. 220 Zwiebeln, „ 75
-0
New-lork, Juli 26.1866.
Mehl ist stumpf und 10 Cent niedrig;
State 56.60 bis 59.50; Ohio 58.10 bis
lt. 80; Westliches 56.50 bi 58.30; Südli
ches P V.60 bis Plü.7b; Canada 8.30 bis
510.35 das Faß. Weizen l bis 2 Cent höher.
Gemischtes Welschkorn 83 bis 80 Cents.
WhiSke ist stumpf.
Baltimore, Juli 26. t 866.
Mehl Howardstr. Super u. Eut Ertra
0.75; Shipping Ertra 512.00 bis 13,00:
Kleinverkauf Ertra 513.50 bis 14.00: Fami
lien 14.50 bis 15.00. Roggenmehl 6.00
bis 6.25.
Getreide. — Rokher Weizen 280 bis
2.10; Weißer 2.7 bis 3.25; Hafer 55 bis
05 Cent; W'lschkorn 90 bis 90 Cents das
Büschel.
Flachssamen 2.85 bis 3.25.
Whiskey fest zu 57.28.
Anzeigen.
Eine Ordonnanz
betreffend die Durchführung der Bestimmungen
einer „Ordonnanz, um Feuer und das Adfeuern
von Schießgewehren zu verhüten," passirt den
Ilten Dezember 1860.
Sectio 1. Sei es verordnet durch
den Stadtraih von Harris bürg, daß die
Bestimmungen der dritten und vierten Sektion
einer „Ordonnanz um Feuer und das Abfeuern
von Schießgewehren ic. zu verhüten," passirt
den Ilten Dezember 1360, nicht gegen Plum
berS oder gegen Leute, welche KieSdachcr machen, .
zur Anwendung komme sollen; voran Säe
te Bt, daß solche Personen alle nöthige Vorsicht
beobachten sollen, Eigenthum in der Nähe ihres
ArbeitSplaheS nicht zu gefährden.
I. H. Ziegler.
Präsiden z>ro temp.
Pastirt Juli?, 1866.
AttestirtDavid Harris. Stadtschreiber.
Genehmigt Juli 20, 1860,
Oliver Edwards, Mayor.
Eine Vrdonnani,
ermächtigend eine Anleihe um Zwecke des Le
genS von Wasserrohren in Blackberry Alle von
der Dritten zur Vierten Straße.
Scetion 1. Sei es verordnet durch
den Stadtrath von HarriSburg, daß
besagter Stadtrath hiermit ermächtigt ist, aus
Credit der Stadt Harrisbnrg irgend eine Sum
nie Geldes, die 500 nicht übersteigt, zu leihen
und sechsprozentige Schuldscheine dafür anszii
stellen, zahlbar zehn Jahre ach ihrem Datum,
um eine vierzöllige Wasscrröhre in Biackberr
Alle von der Dritten zur Vierten Straße nebst
den nöthigen AddrehungSklappen zu legen: vor
duSgesetzt, Daß diese Röhre nicht gelegt
a erden soll, bis genannte Anleihe untergebracht
w; und orauSgesetzt, daß falls die Kosten
steS Legens genannter Wasserröhre die verwil
digte Summe übersteigen, der Mehrbetrag durch
Irgend welche in der Stadtkasse befindliche Gel
der getilgt werden soll.
W. O. Hickock,
Präsident des StadlrathS.
Paßirt Juli 7. 1866.
Attestirt:—David Harris, Stadtschreiber.
Genehmigt Juli 20, 1867,
Oliver Edwards, Mayor.
Eine Ordonnanz
ermächtigend die Errichtung einer Eisenbahn über
die Nordstraße in der Canalstraße.
Sectio 1. Sei eS verordnet durch
den Stadtrath on Harris bürg, daß
W. Hickock hierdurch ermächtigt sein soll, eine
Eisenbahn durch die Nordstraßc in die Kanal
straße zu legen, um seine Fabrik mit der Penn
fylvanlschcn Cenkal - Eisendahn zu verbinden;
vorausgesetzt, daß besagte Eisendahn so
errichtet und in Reparatur gehalten werden soll,
daß sie die Straße, das Trottoir der die Rin
nen nicht absperrt, noch in irgend einer Weise
die Benutzung derselbe hindert.
Joh n H. Ziegler,
Präsident xro comp.
Paßirt Juli 7, 1866.
Attestirt:—David Harris, Stadtschreiber.
Genehmigt Juli 20, 1866.
Olive. Edwards Mayor.
Lyon's Periodische Tropfen!
Das große Heilmittel gegen Unregel
mäßigkeiten der weiblichen Natur.
Diese Tropfen sind eine wissenschaftlich zu
sainmrngcsttzle flüssige Medizin und besser als
irgend welche Pillen, Pulver oder sonstige Arze
ncien. Da sie flüssig sind, so ist ihre Wirkung
direkt und genau und macht sie zu einem zuvcr
lässigen, schnellen und sicheren Mittel zur Hei
lung aller Hemmungen und Hindernisse der
Natur. Ihre Beliebtheit ergiebt sich aus der
Thatsache, daß jährlich über 100,000 Flaschen
verkauft und on den graue in den Vercinigten
Staaten gebraucht werden, und jede Patientin
weiß nicht Worte genug zum Lob dieser Arzenei
zu finden. Sie nimmt rasch den Platz ,edeS
anderen weiblichen Heilmittels ein und wird
on Fachkennern für die sicherste, untrüglichste
und unschädlichste Zubereitung erachtet zur Hei
lung aller Frauenkrankheiten, zur Beseitigung
aller Hemmungen der Natur und zur Förder
ung der Gesundheit, Regelmäßigkeit und Kraft.
Ausführliche Gebrauchsanweisungen mit An
gabc der Verhältniße, unter welchen sie nicht
anzuwenden sind, sind um jede einzelne Flasche
herumgewickelt und enthalten die authentische
Unterschrift von John L. Lyon: alle anderen
find nicht ächt. PrriS 51.50 per Flasche.
Bereitet on Dr. John L. Lyon, 195
Chapel Straße, New-Haven, Conn., welcher er
sönlich oder schriftlich (mit Einschluß einer Post
marke) über alle Privatangelegenheiten und
weibliche Schwächen consultirt werden kann.
Zu haben bei allen Apothekern.
C. G. Clark und Co.,
General-Agenten für d. Vrr. St. u. Canada.
HarriSburg Juli 26, '06.11.
Court-Proklamation.
Sintemal der Achtbare John I. Pear
son, Präsident-Richter der Court von Com
mon PleaS in dem zwölften Gerichts - Distrikt,
bestehend aus den CaunlieS Lebanon und Dau
phin, an die Achtdaren Samuel Landis
und MoseSß. ZI ° ung, EsqS., GehülfSrich
er in Dauphin County, durch ihren an mich
gerichtete Befehl, vom 8. Mai 1866, zur
Abhaltung derCriminal-Court und All
gemeiner Vierteljähriger Sitzungen des Frie
dens, und Allgemeiner Gefängniß - Erledigung,
und Common PleaS, zu HarriSburg, für Dau
phin Caunty, anfangend am vierten Montag
im Augnst (den 27. August 1366) welche eine
Woche dauern soll.
So wird deswrgen hiermit Nachricht gegeben
an den Coroner, die Friedensrichter und die
Constabler innerhalb des besagten County'S
Dauphin, daß sie dann und daselbst in ihren ei
genen Personen erscheinen sollen, um 10 Uhr
des Vormittags an besagtem Tage, mit ihren
Urkunden, Juquisitioncn, Eraminirungcn und
ihren anderen Denkschriften, um solche Dinge
zu thun, die ihnen gemäß ihrer Aemter zu thun
zukommen; und Diejenigen, welche gcrichttich
verbunden sind gegen Gefangene, die alsdann
in dem Gefängniß on Dauphin County sind
oder sein mögen, Klage zu erheben, sollen dann
und daselbst gegenwärtig sein, um gegen diese!-
den gerichtlich zu erfahren, wie es recht sein
wird.
Gegeben unter meiner Hand zu Harrisburg, am
23. Juli im Jahr des Herrn 1866, und im
ein und neunzigsten Jahre der Unabhängig,
keit der Vereinigten Staaten.
W. W. Jennings, Sheriss.
SheristS-Amtsstube )
Harrisburg, Juli 23,'66. j
Harrisburg Hsus,
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